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Kampf um die Kilos - Ernährung bei Krebs

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      Sunti schrieb:

      Julia, es gibt CDs mit sogenanntem weißen Rauschen. Vielleicht wäre das etwas für dich gegen die Stille?
      Weißes Rauschen... muss ich mal googeln. :bussi:


      Für die Bande gibt’s schon viele Glücksmomente- heute Morgen zum Frühstück Pommes mit Dinos.... =)
      Viele Grüße
      Julia mit den Swiffern

      Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.
      (Albert Schweitzer)

      Chuck und James und ihre Mädels
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      Die Swiffer schrieb:

      heute Morgen zum Frühstück Pommes mit Dinos....
      Na super, jetzt wissen wir, wieso die Dinos ausgestorben sind. Damals gab's bestimmt schon Höhlenswiffer. :flucht:
      "I've learned to trust my instincts and commit fully to my choices, that there are no "bad" decisions and that even wrong decisions aren't fatal."
      (Gillian Anderson)

      Der Spinner

      Senta, mein Hund wird sichtbar - im Pfototalk
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      Das erinnert mich so sehr an die Zeit, als meine Queeny gehen musste. Leider hatten wir keine Zeit uns darauf vorzubereiten. Wenn ich sie gehabt hätte, hätte ich es genauso gemacht wie ihr (wir hätten allerdings nicht unterm Kirschbaum gelegen und keine Prustefensterfahrten gemacht, sondern beim Feuerwehrgerätehaus abgehangen und jeden zum Zwangskuscheln abkommandiert und vom Balkon aus die Nachbarn ausspioniert - so hat jedes Tierchen sein Pläsierchen :ugly: ).

      Die erste Woche ohne Queeny war wirklich schwer, ich kann es euch so gut nachempfinden. Man hat so viel zu tun und weiß gar nicht, was eigentlich. Und wo man anfängt. Und wieso eigentlich. Alles ist ausm Tritt gebracht und jeder sagt, es wird besser und eigentlich glaubt man das gar nicht und vielleicht will auch ein kleines Stück ganz Tief drinnen gar nicht, dass es besser wird. Wie auch?

      Meine erste Woche ist sehr verschwommen, weil ich jede wache Minute geweint hab. Selbst wenn ich es aktiv gar nicht mitbekommen hab, liefen die Tränen, als wäre eine Dichtung kaputt. Seit dieser ersten Woche ohne Queeny haben wir in der Küche nen abgefahrenen Kaffeevollautomaten (der Mann sagt sogar, ich habe beim Einrichten geholfen :???: ), ich schwöre, der war einfach da und ich habs nicht mitbekommen.

      Irgendwann wurde es besser. Irgendwann haben wir sogar aufgehört, aus Gewohnheit Speckschwarten oder Wurstreste über die Schulter zu werfen. Sie fehlt trotzdem immer noch so sehr.
      Aber (und ich denke, das hilft euch bestimmt auch) der Gedanke zu wissen, dass man den geliebten Wegbegleitern so viel Schmerz, so viel Not erspart hat und alles möglich gemacht hat, dass sie glücklich gehen können.. das macht, dass man einfach viel mehr schöne Erinnerungen hat und es wirklich "einfach" besser werden kann.

      Für mich ist meine Trauer und die Gedanken an Queeny wie das Meer (was 'n bisschen bescheuert ist, da Queeny Wasser abgrundtief gehasst hat). Sie kommen in Wellen, manchmal ist Ebbe, manchmal ist Flut. Anfangs war das Meer stürmisch, der Himmel tiefschwarz, die Wellen meterhoch und die Strände verlassen.
      Irgendwann hat es sich ein bisschen beruhigt. Das Meer war unruhig, es war eine steife Priese und der Himmel wurde etwas freundlicher. So ein Wetter, in dem man dick eingemummelt am Strand vorbei spaziert - immer gebeugt um dem Wind standzuhalten.
      Mittlerweile, wenn ich an Queeny denke, ist mein Meer meist ruhig, die Sonne strahlt, Wellen schwappen in beruhigender Stetigkeit an den Strand und Schäfchenwolken stehen am Himmel. Man sieht Leute zusammen Spaß haben, alles ist friedlich und einfach schön. Ein perfekter Tag am Meer :herzen1: .
      Ich drücke euch fest die Daumen, dass euer Himmel bald aufklart und das Meer sich beruhigt.

      Ursprünglich wollte ich eigentlich keinen langen Text schreiben, vorallem nicht so gespickt von "mir" und "Queeny". Ich hoffe, ich trete dir damit unbekannterweiße nicht zu Nahe und du verstehst, was ich meinte.

      Im übrigen haben wir bei Queeny mit dem ältesten und teuersten Whisky angestoßen, den wir extra dafür geöffnet haben. Bei eurem Opi habe ich auf meinen Lieblingswhisky (den ich nur "Hottentotten nenne, da ich mir den Namen nicht merken kann) zurück gegriffen. Bei dem anderen hats mir nämlich die Fußnägel hochgerollt :lepra: .
      Immer dabei: Queeny :herzen1: .
      "Auch wenn ich jetzt traurig bin
      denke ich daran,
      was werden wir erst feiern,
      wenn ich nachkomm irgendwann"
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      @Achtfastneun: nein, ist nicht schlimm. :bussi:


      Wir merken gerade, mit ein bisschen Alltag, wie sehr wir unseren Alltag um den Krebs rumgebastelt haben.
      Die Auslastung der anderen, die Art des Futters, die Futterbestellungen, die Pillenausgabe und Futterzeiten, Ausflüge, Prustefahrten....
      Irgendwie alles. Und immer so, dass er irgendwie mitdabei sein konnte.

      Und jetzt ist da das „scheiße, was mach ich denn jetzt?“
      „Was Bestell ich denn jetzt?“
      „Wie teile ich denn jetzt 1kg Fleisch auf?“
      „Wie, ned mehr um 5 mit den Mädels Rad fahren? Die können ja nachmittags die Wärme gut ab, so dass man ne große Runde laufen kann.“

      Auf einmal ist da soviel - Ja, irgendwie - Freiheit, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll.
      :/
      Viele Grüße
      Julia mit den Swiffern

      Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.
      (Albert Schweitzer)

      Chuck und James und ihre Mädels
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      Das kommt schleichend. So schrecklich das klingt, aber auf einmal ist wieder so etwas wie Normalität da. Es war hier sowohl bei Neo als auch bei John-Boy so. Alles drehte sich um die Krankheit und die Folgen. Dann diese unfassbare Leere und plötzlich... Alltag "normal".

      Fühle Dich nochmal umärmelt, denn egal was Du empfindest, es ist richtig und Dein Weg, die Trauer zu leben!
      "Schoko", Deutsch Drahthaar-Mix
      "Pax", English Pointer-Mix
      "Kora", English Pointer
      Und "Morpheus", "Neo" und "John-Boy" ewig unvergessen
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      Was gäbe ich drum, diese Freiheit gegen den Opi täuschen zu können...
      :( :

      Ich hab es heute gewagt und bin mit den Mädels und Frau Flauschi in Opis Wald gefahren.
      Mein Zustand war so ungefähr fahren um zu vergessen und fahren um zu erinnern.
      Die Knutschies sind Kamikazelike vorneweg geschossen, als ob es kein Morgen gäbe. Ich muss nicht erwähnen, dass wir uns in den Wald, den wir in und auswendig kennen, verfahren haben... :ugly:

      In 2 Wochen haben wir den Termin beim Standesamt, um die ganzen Unterlagen einzureichen und so.
      Vorfreude sieht anders aus.
      :( :
      Viele Grüße
      Julia mit den Swiffern

      Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.
      (Albert Schweitzer)

      Chuck und James und ihre Mädels

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