Erfahrungsaustausch Tierschutzhund

  • ich denke, es kommt halt auch viel auf das "Wie" an. Ein ritualisiertes antrainiertes Bogenlaufen, das von der Körpersprache her dann dennoch keins ist, wirkt auf einen entgegenkommenden Hund durchaus bedrohlicher als ein direktes draufzugehen mit Schnüffeleinlagen und anderen Relaxsignalen.
    Bonnie ist ja ein verpönnter "Hineinkracher". Sie sieht einen Hund, egal was, fängt an zu fiepen und will unbedingt hin. So schnell wie möglich. Sehr direkt, garantiert ohne Bogen, zum Teil verwirrend für das Gegenüber, aber nie bedrohlich. Unhöflich? Vermutlich. Aber die Hunde verstehen sie. Sie freut sich halt total. Und das überfallartige ist einfach auch ihre Art, wenn sie sich freut. Auch bei mir, bei Chilly.

  • Ich glaube das erkennen Hunde untereinander auch wieder sehr gut.
    Entweder das fröhliche drauf zu hopsen, stürmen oder aber das drohende, vertreibende.


    Versucht meiner bei den Katzen hinter der Terrassenscheibe. :headbash:
    Die wissen aber genau, dass da die Scheibe zwischen ist.


    Der Ausgangspunkt war ja eigentlich, dass die Lara direkt drauf zu kommende Menschen verunsichern.

  • Felix mußte nachdem er ein halbes Jahr bei mir war.
    Wegen Unfall und nachfolgender OP und zu plötzlich und auch für mich selber schlimm, als das ich was Anderes hätte organisieren können.


    Die Betreuung war sehr professionell. Von daher hat er dort gar keine Schwierigkeiten gehabt.


    Schlimmer war eher das zurück kommen.
    Man hat schon gemerkt, dass er völlig verwirrt über das Hin und Her war und es nicht einordnen konnte.
    Erschwerend kam hinzu, dass ich ja dann auch erstmal nicht fit also ganz die Alte war.


    Aber das hat sich dann schnell wieder eingespielt. Also er ist nicht auf gen Ausgangszustand zurück gefallen.


    Wenn Du mehr Zeit hast, vielleicht die Betreuung vorher mal besuchen und beide mit einander bekannt machen.

  • @Maxzimmer
    Ich muss wahrscheinlich wieder am Knie operiert werden.
    Die Hunde gehen in der Zeit zu meiner Mama.
    Bonny kennt das. Ella nur mit mir zusammen.
    Das Haus etc kennt Ella weil wir vor kurzem dort gewohnt haben für eine Woche weil Mama im Krankenhaus war.
    Nur meine Mama wäre halt für sie das Problem...
    Sie ist sehr schreckhaft und ängstlich immer noch.
    Einzig meine Freundin die sie fast täglich bei Spaziergängen sieht darf sie wirklich streicheln mittlerweile.

  • Naja, der Hund muss ja nicht gestreichelt werden von der betreuenden Person. :smile:


    Kaela war ja auch ängstlich am Anfang und ist teilweise noch unsicher, aber war schon in Betreuung. Sie kannte die Sitterin aber auch schon vorher, wir hatten sie manchmal beim Gassi getroffen.
    Bei Kaela konnte ich jetzt keine Verwirrtheit festellen und auch keine Rückschläge.
    Generell würde ich es immer davon abhängig machen, wie der Sitter mit dem Hund umgeht. Also auf jeden Fall vorher kennenlernen und gucken, ob der auch die Grenzen von dem ängstlichen Hund akzeptiert. Schaut deine Mutter auf sowas? Dann wär es doch ok. Evtl. Hausleine dran und fließender Wechsel der Leinen beim Rein- und Rausgehen, je nachdem wie ängstlich Ella noch bei ihr ist.

  • Ach Mensch.
    Bei mir kam das sehr plötzlich.
    Da blieb dann nur eine professionelle Betreuung- Hundepension.
    Im Nachhinein das Beste, was uns passieren konnte.


    Wenn Du Zeit hast zu organisieren und es von den örtlichen Umständen her geht:


    Kann Deine Mutter nicht zu Dir ziehen in der Zeit?


    Kann die Freundin helfen/ unterstützen auch bei der Mutti?


    Ist noch genug Zeit um Deine Mutti schön zu füttern/tranieren ggf. mit einem Trainer.


    Bei mir würde in so einem Notfall auch die Tierschutzorga helfen. Mit Rat und Tat


    Ganz wichtig. Du hast eine OP!
    Das ist anstrengend und Du bist auch danach nicht fit.
    Also lohnt sich auch eine längerfristige Planung.
    Vielleicht zeigst Du dem Hund schon mal Krücken....



    Worüber nie jemand spricht.
    Das alles kostet auch Geld. Ich hatte ja auch noch ein Pferd, das plötzlich zu 100% fremdbetreut werden musste.


    Ich habe mir irgendwann nach vielen kleinen Panikattaken gesagt,
    "Das ist jetzt einfach mal eine Notsituation. Es ist jetzt scheissegal, was alles kostet.
    Das wird dann später geregelt. Jetzt wird erstmal reingebuttert."


    Auch wenn Du das finanzielle im Vorfeld regeln kannst:
    z.B. Benzingutscheine für die Freundin und Trainerstunden...- wird es für alle viel leichter.


    Und zu guter Letzt.
    Klar sind diese Hunde empfindlicher, als normal sozialisierte, sichere Hunde. Aber sie sind auch Überlebenskünstler und Opportunisten.


    Alles Gute!

  • @Aza1on
    Mama ignoriert Ella weitgehends immer und verhält sich normal.
    Einziger Knackpunkt wäre wohl wirklich anleinen und raus gehen.
    Meine Mutter muss aber nicht zwingend gehen denn der Garten ist ja da.
    Blöd nur dass Bonny und Ella es gewohnt sind 3 mal täglich zu gehen.
    Meine Mutter geht einmal am Tag mindestens. Hab ich aber auch so gemacht als ich bei ihr war.


    @Maxzimmer
    Das würde Ella nicht helfen denk ich. Außerdem hat Mama selber 4 Hunde und 3 Katzen zu versorgen.
    Mit den 4 hier würde Chaos entstehen und für meine Katzen ebenso. Und hier ist der Garten offen, macht es für sie auch noch schwerer.

  • Könntest du die beiden evtl aufteilen? Bonny zu deiner Mutter und Ella zu deiner Freundin

  • @Sambo71
    Eher schlecht. Freundin hat zu viel Trubel und Besuch etc. Und Ella hängt an Bonny.
    Wenn ich die beiden auch noch trenne wird Ella ganz nervös.
    Außerdem kann die Freundin nicht gut mit 3 Hunden an der Leine gehen. Mama dafür aber mit 6.

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