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Plötzlich Agressiv anderen Hunden gegenüber

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      Also zeigt sie nur eine klassische Leinenaggression?

      Und ohne Leine passiert bei Hundekontakten nichts?

      Verstehe auch noch nicht so ganz, was genau Du als Aggression ausmachst.

      Ist die Hündin kastriert oder kann es auch einfach mit den Hormonen zusammen hängen bzw. damit, dass sie erwachsen ist und sich jetzt halt nicht mehr einfach mit jedem verträgt (wäre beim ​AUSSIE ja nicht soooooo untypisch, dass die nicht mit jedem Freund sind).

      Wenn das Verhalten nur an der Leine gezeigt wird, hast Du, wie viele andere eine klassische Leinenaggression. Die Ursachen können unterschiedlich sein (Unsicherheit, Frust, Ressource Mensch) und ist selten eine "ecchte" Aggression.

      Durfte sie sonst immer viel Kontakt zu Hunden haben bzw. frei entscheiden, ob sie Kontakt aufnimmt, auch an der Leine?

      Dazu kommt vielleicht noch der Schutztrieb, der sich beim ​AUSSIE recht spät zeigt. Könnte sein, dass sie Dich gegen andere abgrenzt.

      Meine Vermutung ginge eher in die Richtung, dass sie insgesamt vielleicht Frust schlecht aushalten kann und auf solche Reize mit innerer Unruhe reagiert und es schwer fällt, die Contenance zu bewahren bei Hundesichtung.

      Da wäre es sogar recht günstig, dass Du das Ball und Frisbeewerfen eingestellt hast, denn genau an der Stelle pusht Du so einen Hundetypus wahrscheinlich zu sehr auf und bringst ihm bei, auf bewegte Objekte zu reagieren. Das könnte sich somit auch jetzt an der Stelle zeigen, dass sie auf die Bewegung reagiert.

      Hütehundtypen reagieren insgesamt blitzschnell auf bewegte Reize, kommen schlecht runter, sind insgesamt oft sehr reaktiv, versuchen, zu kontrollieren, abzugrenzen, Ressourcen zu verteidigen.

      Das alles könnte im Zusammenhang mit der Leinenaggression stehen.

      Dazu müsstest Du allerdings mehr zum Verhalten schreiben.

      Kennt Dein Hund ein Abbruchsignal, hast Du in der Erziehung drauf geachtet, die Frustrationstoleranz zu erhöhen und im Bereich der Impulskontrolle zu arbeiten? All diese Dinge wären wichtig, besonders für schnell hoch zu drehende Rassen.
    • Jaa ich glaube auch das wir da in einen Teufelkreis gekommen sind, Sie hat sich 1-2 mal "doof" benommen und ich werde dann direkt unsicher und denke mir "oh gott jetzt geht das Theater wieder los" und sie spürt das, dann und macht genau das was SIe soll.

      Das Problem is sobald ich dabei bin sind alle andern "Leute" unintressant. So wie KatrinRanger schon richtig vermutet hat reagiert Sie genauso, als wenn ich Sie selber an der Leine hätte.


      Beim Spazieren gehen spielt Sie entweder immer mit Ihrer Schwester (ein Wurf und das auch nicht gerade zimperlich) oder ich bin mit ihr dran. "Verstecke Leckerchen und Sie muss sie suchen, zerren am Ring, oder einfach Gehorsamkeitsübungen).

      Marlas Tag sieht in etwa wie folgt aus:

      6.30 kleiner Spaziergang mit mir
      8-9 Uhr Fahrradtour mit meiner Mutter und Ihrer Schwester (dauerhaft am Spielen)
      ca. 13 Uhr Fahrradtour oder Spaziergang mit meiner Mutter und Ihrer Schwester (auch hier wird wieder dauerhaft gespielt)
      16 Uhr kurze Pipi-Runde mit meiner Vater
      und ab 18 Uhr steht an: 1 Große Runde + 1 kleine Runde. (Spaziergang mit Schwester und Nachbarshund+ oder ne runde Joggen + oder wie ich es immer nenne eine Anne&Marla Runde wo ich mich dann nur um Sie kümmer und versuche sie zu beschäftigen)

      Und am Wochenende gibt es 100% Anne, mit unterschiedlichen Aktionen .

      Bei der Auswahl der Hunden ist mir aufgefallen, dass es oft Hunde sind die eher ängstlich erscheinen und auf die Sie sich dann stürzen will. Bei Hunden die Ihr sehr Dominate gegenüber treten ordnet Sie sich unter.
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    • Also an der körperlichen Auslastung liegt es da garantiert nicht. Das klingt für mich eher als ob es zu viel ist. Spielt/rennt sie denn hauptsächlcih wenn sie draußen ist? Weil Fahrrad und Hundefreunde dabei klingt sehr danach und nach wenig Ruhe draußen.

      Mir wurde auch immer erzählt, Oh ein BC, der braucht aber viel Bewegung und ja, er baucht schon das körperliche. Aber seit ich jeden Tag spazieren NUR um schnüffeln zu lassen (d.h. Schlepp in seinem Fall, und ich in einem gemütlichen langsamen Gehen) ist er VIEL ruhiger geworden. Er kriegt 1x am Tag Zeit um zu rennen und vielleicht abends nochmal drinnen etwas mitm Spielzeug, ansonsten ist alles gemütlich! Hat sich sehr bewahrt gemacht in seinem allgemeinen Verhalten.


      Ich würde die Aktivität zurückschrauben und lieber ruhigere Beschäftigungen auch machen oder eben einfach mal Hund sein lassen (schnüffeln lassen wie lang sie will, ohne groß auf sie einzugehen), damit sie lernt zur Ruhe zu kommen. Vielleicht hilft ihr dass auch. Wenn nicht, kannst du ja immer noch wieder zum alten Plan gehen (aber musst schon ne ganze Weile ausprobieren).

      Dabei kannst du dann anfangen größere Bögen/absitzen zu lassen wenn andere Hunde kommen, so wie du dich halt wohl und sicher fühlst. Probier es einfach aus wie viel Platz du brauchst. Am Anfang hilft auch Leckerli vor die Nase halten bis sie gelernt hat dass sie sich auf dich konzentrieren soll. Umso sicherer du und sie bist umso kleiner kannst du die Abstände wieder machen.


      Letzten Endes ist es egal wie du es machst, solange du selbstbewusst bist und ihr keine Unsicherheit zeigst.
    • @ gorgerous 2000

      Sie fährt schnell hoch und möchte auch alles immer sofort haben und machen *wie ein kleines Kind* d.h. wenn ich mir Ihr und Ihrer Schwester zusammen trainiere ist Sie sehr ungeduldig und kann die Wartezeit kaum aushalten, bis die Schwester das Kommando richtig ausgeführt hat. Mittlerweile bleibt sie liegen aber man sieht immer noch wie angespannt Sie doch ist. Und den Stop beim Ballspielen gibt es "quasi" nicht, dafür muss der Ball weg gelegt werden. Ansonsten kennt sie das Kommando "Schluss" und sie weiß, dass dann Ihre Aufgabe/Übung/Spiel beendet ist.
      Des Weiteren hat sie gelernt, dass im Haus bzw. Wohnung eine Ruhezone ist. Darauf hab ich am Anfang sehr viel Wert gelegt, damit es eben nicht heißt "24 Stunden unter Dauerstrom".

      Ich finde schon das es ein aggressives Verhalten ist. Sie ist von klein auf immer viel frei gelaufen und konnte Sich auch ihre Spielpartner weitestgehend selber aussuchen und spielt auch heute noch mit Ihren "Freunden". Aber ein entspannter Spaziergang am Rhein wo viele Fremde Hunde sind, ist derzeit einfach nicht mehr Möglich. Was ich Schade für mich und auch für Sie finde.


      Vielen Dank nochmal für eure tollen Ratschläge!

      Werd heute Nachmittag versuchen, wenn mir ein Hund entgegen kommt, Sie mit dem Kommando "down" abzulegen, denn das Kommando kennt Sie noch vom Reiten. Da musste sie immer "down" machen, wenn Sie zu warten hatte bzw. ne Gefahrensituation kam und ich sie dann im Feld auf Abstand abgelegt hab bis Sie wieder Gefahrlos ans Pferd ran treten konnte.

      Eventuell hilft uns ja diese Verknüpfung.
    • Das hab ich mir jetzt auch gedacht!!
      Also mir kommt das sehr viel vor und immer Action.

      Sie wird eigentlich den ganzen Tag über gepusht und das ist ja jetzt schon die Light Version von euch.

      Das sie auf ängstliche Hunde mehr reagiert, dass haben leider viele. Denn ich habe einen Angsthund und da reagieren viele "aggressiv".

      Ich würde Sie mehr mit Schnüffel und Suchspielen auslasten und ihr mehr Ruhepausen verordnen.

      Bei Hundebegegnungen würde ich auch mal versuchen, sie am Rand abzusetzen und ihre Aufmerksamkeit zu halten und dann bei Ruhe zu belohnen.
      Du kannst das mit einem akustischen Signal verbinden, dann geht es dann später auch in Bewegung.
    • Marla1809 schrieb:

      @ gorgerous 2000

      Sie fährt schnell hoch und möchte auch alles immer sofort haben und machen *wie ein kleines Kind* d.h. wenn ich mir Ihr und Ihrer Schwester zusammen trainiere ist Sie sehr ungeduldig und kann die Wartezeit kaum aushalten, bis die Schwester das Kommando richtig ausgeführt hat. Mittlerweile bleibt sie liegen aber man sieht immer noch wie angespannt Sie doch ist. Und den Stop beim Ballspielen gibt es "quasi" nicht, dafür muss der Ball weg gelegt werden. Ansonsten kennt sie das Kommando "Schluss" und sie weiß, dass dann Ihre Aufgabe/Übung/Spiel beendet ist.
      Des Weiteren hat sie gelernt, dass im Haus bzw. Wohnung eine Ruhezone ist. Darauf hab ich am Anfang sehr viel Wert gelegt, damit es eben nicht heißt "24 Stunden unter Dauerstrom".
      Super, dass du drinnen drauf geachtet hast. Ich würde nur sagen, dass sie leider gelernt hat dass sie draußen eben immer auf Strom sein sollte. Daher ruhige Sachen draußen machen oder eben auch mal nichts, wo sie lernt dass nur schnüffeln auch ok ist, ohne hin und her zu hüpfen, etc. Das lastet genauso aus :-) Und denke es wird helfen, wenn sie dann nicht mehr so unter Dauerstrom draußen ist mit Hundebegegungen. Ich mein es kann auch sein, dass andere Hunde kleine Zeichen setzen weil sie spüren wie auf Draht sie ist und sie dann nur darauf wieder zurück reagiert. Oder sie ist zu angespannt und will einfach niemanden zu nahe haben.

      Und das Alter hat finde ich recht wenig zu bedeuten. Aussies sind wie ​BC auch spätreif. Sie entwickelt sich jetzt erst langsam und wird erst richtig erwachsen. Dazu baut sich ja alles langsam auf und oftmals merkt man es erst wenn es dann richtig deutlich zu sehen ist.
    • Wie gehst du denn vorbei?

      Leine kurz heisst für den Hund halt: Kein ausweichen möglich, keine Körpersprache möglich. Du zwingst zu frontaler Annäherung ohne jede Möglichkeit, auf distanz zu gehen.
      Also bleibt ja bei Unsicherheit nur Attacke.
      Und eine kurz gehaltene Leine ist per se Stress. v.a. wenn der Hund das nur in der Situation erlebt, also auch noch negativ verknüpft.

      Ich würde standardmässig keinen Leinenkontakt zulassen, den Hund immer auf die Aussenseite nehmen (weg vom anderen Hund), die Leine locker lassen und sehr intensiv üben, dass der Hund nicht kreuzen darf (das muss man ohne Ablenkung gründlich üben - vorbeidrängen ist nicht).
      Generell hilft eine wirklich gute Leinenführigkeit - kein Ziehen, kein Kreuzen, entspanntes Gehen an der Leine, enorm.

      Und an Frusttoleranz usw arbeiten.
    • Ich finde euer Beschäftigungsprogramm ganz schön heftig, da steht sie draußen unter Dauerstrom oder? Sicher, dass das tägliche ruppige "Spielen" mit der Schwester kein Mobbing und Stress ist? Wurfgeschwister sind nicht zimperlich miteinander, Juno geht zwar auf Spielaufforderungen ihrer Brüder ein wenn wir sie treffen aber eigentlich ist sie überfordert und es schlägt schnell um weswegen ich das unterbinde.
      Mach draußen statt spielen und am Rad laufen vielleicht mal ruhigere Sachen wie Nasenarbeit und an der Frustrationstoleranz arbeiten.
      Ich fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day


      LG von dem Familienrudel
      Juno (*23.03.2014)
      Dante (*05.01.2013)
      Nala (*13.11.2009)
      Baghira (*20.11.2006)

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