Brainstorming zur Hundeernährung - vielleicht ein etwas anderer Ansatz

  • Hi,


    ich freue mich, dass hier so viel zusammenkommt. Und ich hab sogar einen Like bei pflanzlichen Ernährungsideen verteilt, weil es gut durchdacht ist. Ob tatsächlich Fehlgährungen auftreten müsste man abwarten,wichtig ist ja die Info worauf man zu achten hat.
    Ich hab mich auch mal schlau gemacht hinsichtlich evtl. Futterzusammensetzungen:
    Für Sino mit seinen 27 kg wurde lt. Rechner aus dem Link eine optimale Eiweisszuführ von 26 % des Futters errechnet.
    Dies erscheint mir ( immer individuell gesehen) viel zu viel.
    Auf einer seiner Futterdosen steht als Eiweissanteil 12 % ( Trockengewicht)drauf, 74 % sind Füssigkeit. Mit seinem Gewicht müsste er, wenn man das Futter als Alleifutter einsetzt 1kg am Tag fressen, wenn man der Tabelle auf der Dose glaubt.


    Das wären 120 g Eiweiss und somit ca. 4g pro kg. Hund. Auch das kommt mir sehr viel vor. War nicht oben ein Richtwert von ca. 2 g pro KG Hund angegeben?


    Was ich nicht einschätzen kann: Wieviel Kohlenhydrate kann der Hund für sich aufschlüsseln und verdauen? Reis verträgt Sino zB. in sehr großen Mengen ohne dass er je Blähungen gehabt hätte.


    Bleibt für mich auch noch die Frage ob Kohlenhydrate und Fette in einem bestimmten Kalorienverhältnis oder Mengenverhältnis zueinander stehen sollten.
    Auf 600 g fertigen Reis hab ich ca. 40-50 ml Schlagsahne draufgegeben, so, dass der Reis die Sahne noch aufgenomen hat ohne dass ein Brei entsteht. ( Also so,dass es auch für mich selbst noch appetitlich ist). Da kommen dann noch 250 g Nassfutter drauf,der Napf wird dann regelmäßig ausgeleckt. Sino bekommt davon 2 Mahlzeiten am Tag.
    Das wären dan ungefähr 2 g/ kg Hund Eiweiss am Tag.


    Sind alles nur erste Einschätzungen und Ideen, ich bin ja schon mal glücklich die richtigen Fragen stellen zu können, und das es sich entwickelt...


    LG


    Mikkki

  • 2 Gramm sind nicht Richtwert sondern Minimum für einen normalen, gesunden, aktiven, erwachsenen und nicht alten Hund - ich rechne grob mit 3. Es ist mal was mehr oder weniger. Allerdings wenn das Fleisch in der Dose (oder dem TroFu) bindegewebiger oder fettiger ist, dann braucht Hund mehr um auf seine Menge an verdaulichem Rohprotein zu kommen. Da Hunde keine % sondern Gramm futtern, ist ja auch immer noch - neben allen Analysewerten - wichtig, wieviel er wirklich davon frisst.

  • Hi,


    da kommen wir wieder auf die Fragestellung nach der Qualität des Eiweisses.
    Auf der Dose, deren Inhalt Sino bekommt steht schon mal überwiegend Muskelfleisch also mindestens 51 %.
    Was ich noch vergessen hab überhaupt einzurechnen sind die ganzen Leckerlies am Tag, da kommt auch noch mal Eiweiss zusammen.
    Überhaupt die ganzen Zusatzknirspeleien, zum Kauen oder Beschäftigung sind öfter auch reine Eiweissbomben.


    Wie ist es eigentlich mit den Trinkgewohnheiten eines Hundes allgemein bestellt. Trinken Hunde eher viel oder wenig. Und wenn sie dann noch Trofu bekomen muß ja noch mehr Flüssigkeit aufgenommen werden. und wenn dann noch Eiweissüberschuß da ist, haben die Nieren viel zu tun.
    So etwas müsste man doch auch anhand des Urins feststellen könen. Am PH Wert ( Säure Basen Gleichgewicht) vielleicht. Muß ja nicht gleich eine Blutprobe sein.


    LG


    Mikkki

  • Hi Mikkki..


    Interessantes Thread... für mich ist das Thema immer wieder bzw. immer noch etwas verwirrend...fleisch, nicht fleisch, gemüse? wie muss das verhältnis zwischen fette-kh-eiweiße sein etc...


    hab vorhin eine interessante seite gefunden... (falls es nicht okay ist mit dem link, dann bitte löschen):
    http://www.px-service.de/sites…xpress/index.php?falsch=1
    (insbesondere das thema mit dem "gemüse", auch in verbindung mit dem vitamin-thema und dem "satt werden")...und zum thema "mengenverhältnis" könnte auch der 3.letzter Punkt interessant sein...


    LG Amigo

  • Die meisten Kauartikel sind Bomben von minderwertigem Eiweiss.


    Aber Achtung - wie schon mal erwähnt NUR Muskelfleisch (und damit meine ich das, was man landläufig darunter versteht, nicht die Deklarations Vorschriften, das umfasst nämlich deutlich mehr) ist auch nicht gesund. Alleine schon für die Vitaminversorgung sind Organe unabdingbar, wenn man nicht auf Vitamin-Mineral-Mischungen zurückgreifen will. (Oder Fertigfutter füttert.)

  • Ein Problem ist aber, daß viele Leguminosen neben dem Protein auch komplizierte, schwerverdauliche Kohlenhydrate enthalten, die selbst bei ausreichender biologischer Wertigkeit des Proteins und nicht allzugeringer präcekaler Verdaulichkeit häufig zu Fehlgärungen und Verdauungsbeschwerden führen.

    Ja....Hülsenfrüchte sind in der Hundeernährung grenzwertig, aber man sollte sie nicht völlig verbannen.
    Kein anderes Lebensmittel enthält soviel hochwertiges Eiweiß wie diese kleinen, harten Körner. Kein anderes Gemüse hat einen so hohen Ballaststoffanteil. Zusätzlich steuern Hülsenfrüchte wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Kupfer und Mangan zur Ernährung bei. Auch die Vitamine A, der B-Gruppe und C finden sich in ihnen.
    Eigentlich ein hochwertiges Nahrungsmittel :smile:


    Nur was nutzt die "Hochwertigkeit", wenn sie nicht verdaulich ist bzw. Verdauungsprobleme verursacht. Nun.....dann muss man die Hülsenfrüchte eben verdaulich machen. Das geht in dem man sie kocht. Leider war die Zubereitung früher mit 7-8 Stunden Einweichen verbunden und weiterer 1-2 Stunden Kochzeit. Grundgütiger =)


    Heute gibt es z.B. Rote Linsen, die nach 10Min. Kochzeit breiig werden und somit auch leicht verdaulich für den Hund. Ich persönlich setze bei Erbse und Co. immer meine kleinen Verdauungshelferlein ein....wie z.B. Kümmel, den ich mitkoche. Damit werden blähungsfördernde Hülsenfrüchte "gebändigt".
    Auch Dosen-Hülsenfrüchte sind schon gekocht und entsprechend weich. Man muss sie ja nicht täglich füttern, aber kombiniert mit Milchprodukten, Eiern, Mais oder Vollkorngetreide bieten sie ein komplettes Aminosäurenprofil und ersetzen somit vielleicht mal eine Fleischmahlzeit. Wenn man denn will ;)

  • Wenn du Vollei schreibst: Meinst du dann mit Schale oder ohne? Schale zerkleinert (Mixer, Mörser?). Und kochst du das Ei oder kann man es auch roh geben?

    Als Vollei bezeichnet man den gesamten Inhalt vom aufgeschlagenen Ei. Natürlich ist in der Hundeernährung auch die Schale verwertbar.
    Ich koche das ganze Ei mit dem Gemüse. Oder brate es als Rührei. Roh sollte man beim Hund nur das Eigelb verfüttern. Eiklar enthält einen Hemmstoff, der die Proteinverdauung beeinträchtigt.

  • Auch Dosen-Hülsenfrüchte sind schon gekocht und entsprechend weich. Man muss sie ja nicht täglich füttern, aber kombiniert mit Milchprodukten, Eiern, Mais oder Vollkorngetreide bieten sie ein komplettes Aminosäurenprofil und ersetzen somit vielleicht mal eine Fleischmahlzeit. Wenn man denn will ;)

    ...also z.B. eine Konserve Erbsen und Möhren mit ...Ziegenmilch, Joghurt o.ä. ? Muss das mengenmäßig in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen oder Hauptsache von beidem ist was drin? Ich bin ja nicht so die "Erbsenzählerin", aber spanndend find ich's trotzdem ...wenn's mal wirklich schnell und einfach sein muss, darf's ja trotzdem besser sein :-)


    Meine, in dem kleinen Zentek gelesen zu haben, dass Milchprodukte eh schon ein "perfektes" Aminosäurenprofil haben sollen...?! Oder haben meine Gerhirnwindungen das falsch abgespeichert? :???:

  • Für Sino mit seinen 27 kg wurde lt. Rechner aus dem Link eine optimale Eiweisszuführ von 26 % des Futters errechnet.
    Dies erscheint mir ( immer individuell gesehen) viel zu viel.
    Auf einer seiner Futterdosen steht als Eiweissanteil 12 % ( Trockengewicht)drauf, 74 % sind Füssigkeit.

    Das musst Du umrechnen.


    Einfache Rechnung:
    Proteingehalt/Trockenanteil*100
    wären in Deinem Fall
    12/26*100=46


    Das Dosenfutter ist also eine Proteinbombe. Als Alleinfutter geht das gar nicht.

  • Meine, in dem kleinen Zentek gelesen zu haben, dass Milchprodukte eh schon ein "perfektes" Aminosäurenprofil haben sollen...?! Oder haben meine Gerhirnwindungen das falsch abgespeichert?

    Milchprodukte haben eine sehr gute AS-Zusammensetzung.


    Nur enthalten sie auch Lactose, welche nicht jeder Hund verträgt, zumindest nicht dauerhaft in größeren Mengen.

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