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Echte Wölfe und blöde Fragen

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      Nur ein paar Wochen, nachdem in den Pyrenäen die Bärin freigelassen worden ist, gabs den ersten Nutztierriss - ein totes Schaf und eine, wohl noch unbestätigte Attacke auf eine Rinderherde:
      Primer ataque de una de las osas liberadas en el Pirineo: El 12 de noviembre en Uztárroz. Noticias de Navarra


      Thüringen - die Ohrdrufer Wölfin samt ihrem Nachwuchs ist für Tierhalter zweifelsohne ein "Problem"-Wolf, weil sie traurige Berühmtheit durch die Anzahl ihrer Nutztierrisse erlangt hat und ihr gekonntes Überwinden von Zäunen den Herdenschutz schwer macht:
      Thüringen will Image der Wölfe verbessern | Thüringer Allgemeine

      LG, Chris
      Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch
      ---

      Doggensabber hält die Welt zusammen!
    • Chris2406 schrieb:


      Thüringen - die Ohrdrufer Wölfin samt ihrem Nachwuchs ist für Tierhalter zweifelsohne ein "Problem"-Wolf, weil sie traurige Berühmtheit durch die Anzahl ihrer Nutztierrisse erlangt hat und ihr gekonntes Überwinden von Zäunen den Herdenschutz schwer macht:
      Thüringen will Image der Wölfe verbessern | Thüringer Allgemeine

      LG, Chris
      Was müsste passieren, dass diese Wölfin entnommen wird.
      Also ich meine wir sind uns ja alle einig, dass es Sinn machen würde, bevor sie das Zäune überwinden ihren Jungen beibringt,sie zu entnehmen.
      Aber gibt es politisch gesehen da die Möglichkeit zu und wenn ja, was für Voraussetzungen müssten gegeben sein?
      Grüße Alina und Karl

      Karl (*14.Feb 2016) -> Mein Spanier - von unsicher zu 3-Käse-hoch
      Einzug am 4.3.2017
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    • Linali92 schrieb:

      Was müsste passieren, dass diese Wölfin entnommen wird.
      Also ich meine wir sind uns ja alle einig, dass es Sinn machen würde, bevor sie das Zäune überwinden ihren Jungen beibringt,sie zu entnehmen.
      Aber gibt es politisch gesehen da die Möglichkeit zu und wenn ja, was für Voraussetzungen müssten gegeben sein?
      Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit durchaus, dass Wölfe auch aufgrund von wiederholten Rissen in gut geschützten Herden geschossen werden, allerdings ist das bisher noch nicht in die Tat umgesetzt worden. Meist läuft die Begründung für das "warum nicht" darauf hinaus, dass der Schutz nicht genügt hat.

      Hier auch zur Ohrdrufer Wölfin, bzw. ihrem letztjährigen Nachwuchs:
      Ohrdruf: Jagd auf Wolfshybriden geht weiter | MDR.DE

      Eine Antwort des Bundestages auf die Anfrage bzgl. "wolfsfreie Zonen auf Gemeindeebene": @Linali92 - da steht auf Seite 10 der genaue Text, wann Wolfsabschuss nach Übergriffen auf Weidetiere erlaubt ist - nach Überwindung von zumutbaren Schutzmaßnahmen, derzeit geht der Weg dahin, dass dazu auch ​HSH gehören:
      file.php?id=1267

      Frankreich - 2 13-monatige Kangals haben ihre 60-köpfige Schaf-Herde erfolgreich beschützt, dabei aber selbst Verletzungen erlitten - die Schäfer wollen jetzt den Hundebestand weiter aufstocken:
      Edition de La Plaine | Deux chiens blessés par le loup en sauvant leur troupeau près de Neufchâteau

      Brandenburg - die Wolfsverbreitungskarte sieht da immer schon so voll aus, aber ein Eckchen für neue Rudel gibts immer noch:
      Wolf setzt sich im Görlsdorfer Revier fest - MOZ.de

      Wolf_Territorien.pdf


      LG, Chris
      Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch
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      Doggensabber hält die Welt zusammen!
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    • Chris2406 schrieb:

      Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit durchaus, dass Wölfe auch aufgrund von wiederholten Rissen in gut geschützten Herden geschossen werden, allerdings ist das bisher noch nicht in die Tat umgesetzt worden. Meist läuft die Begründung für das "warum nicht" darauf hinaus, dass der Schutz nicht genügt hat.
      In Südtirol und Trentino werden Problembären "entfernt" wenn sie sich mehrmals negativ verhalten haben oder nur zu oft in der nähe einer Siedlung waren und ich denke mir, dass es bei den Wölfen auch irgendwann so kommen wird. Also alles mit Recht und Ordnung und keine Wildrerei.
      Ruby-DSH-*04.2018
    • Also ich verfolge des Thread schon länger aber alle 900 Seiten habe ich nicht gelesen :lol: Frage, vor allem an die Nutztierhalter unter euch. Ich kann verstehen, dass es äußert bescheiden ist wenn die eigenen Tiere gerissen werden und dass diese ganze Wolfsache einen riesen Rattenschwanz hinter sich herzieht ABER, die eigentliche Frage, kann man den Wölfen einen Vorwurf für dieses Verhalten machen? Muss ein Wolf unterscheiden können zwischen das ist Wild das darf ich reißen und das ist eingezäunt da darf ich nicht ran? Dass Wölfe fressen müssen ist klar und irgendwo ist Beute auch Beute.

      Meine Gedanken einfach mal kurz zusammen gefasst auch wenn das hier bestimmt schon alles steht: Wir haben den Luxus in Deutschland, dass es in der freien Wildbahn eigentlich kaum Tiere gibt die uns Menschen gefährlich werden können oder uns in unserem Dasein einschränken. Sieht in anderen Ländern/auf anderen Kontinenten ganz anders aus. Soweit ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, haben die Menschen damals dafür gesorgt, dass die Wölfe ausgerottet wurden und diese Gefahrenquelle beseitigt wurden oder? Bei allen Problematiken die entstehen keimt aber dennoch irgendwo auch der Gedanke in mir, dass dies doch auch wieder ein Beispiel dafür ist, dass die Menschheit denkt ihnen gehört die Welt. Warum haben diese Tiere nicht wie es auch früher irgendwann mal war die Daseins Berechtigung? Hat sich an dem Wolfsverhalten, das die jetzt hier lebenden Tiere zeigen irgendetwas geändert zu dem Verhalten was früher gezeigt wurde. Waren sie früher scheuer und haben Mensch und Tier in Ruhe gelassen?

      Bitte steinigt mich jetzt nicht ich versuche einfach nur zu verstehen und bin um verschiedene Ansichtsweisen dankbar. Und ja ich würde auch mit einem äußerst unguten Gefühl im Wald laufen gehen wenn ich wüsste es leben hier Wolfsrudel aber muss man nicht auch fairerweise diesen Tieren das selbe Recht einräumen können wie wir es für uns beanspruchen?
    • Ich verstehe deine Gedanken sehr! Für mich ist einfach der Punkt schwierig, dass sehr viele andere Tiere an Lebensqualität einbüßen müssen damit der Wolf hier leben kann (so wie es sich gerade entwickelt ohne Vergrämung/Selektion etc). Abgesehen geht es hier ja meist nicht um die generelle Existenz/Anwesenheit des Wolfes sondern um die Momentane Entwicklung und Probleme. Und wie man das evtl Lösen kann, damit Schaf, Kuh, Pferd und Nicht-Stadt-Hund (mal in zehn Jahren gedacht, wenn es mit der Population weiterhin so rasant bergauf geht) ihre Lebensqualität erhalten können.

      Da Deutschland einfach sehr dicht besiedelt ist, erscheinen hier natürlich schneller Probleme die Mensch und Nutztiere betreffen als in anderen Ländern. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Wolf hier den gleichen positiven Effekt hat wie in Yellowstone, da wir halt einfach ganz andere Gegegebenheiten haben.
      Humor ist, wenn man trotzdem lacht

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