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Echte Wölfe und blöde Fragen

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      l'eau schrieb:

      joa, als die Kuh (ich glaube, es war Brauni) die Hörner senkte und aufstampfte, da hab ich mich auch schleunigst wieder in die Senkrechte begeben - nur, ob das alleine gereicht hätte, die Kuh zu besänftigen... ich bin sehr froh, dass die Mc's und Chris eingegriffen haben.
      Das glaub ich Dir gerne ...
      Und nein, das hätte vermutlich eher nicht gereicht ... aber Deine Ausgangslage verbessert ;) (so meinte ich das)
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      Hektorine schrieb:

      Also ich als Laie, der sich nur durchs Lesen hier und anderweitig über Hunde und auch HSH informiert, gehe davon aus, dass ein HSH, der auf eine Schafherde aufpasst, zu bellen anfängt,
      Wenn ich @Blessvoss richtig verstanden habe, geht es ihr gar nicht so sehr um die echten HSH-Arbeitshunde, sondern in der Horrorvorstellung um Trittbrettfahren, die ein wenig Herdenschutz nachspielen wollen.

      Ohne sich selbst informiert zu haben, sich schulen zu lassen. Und/oder dafür nicht auf bewährte Linien und/oder bereits gut ausgebildete Hunde zurückgreifen, sondern sich bei den Show-Linien, oder noch schlimmer, bei Vermehrer & Co. bedienen.

      Es ist natürlich ein Drama, dass die Voraussetzungen in Deutschland schon so ganz anders sind (na, es eher keine hat). Keine Dachorga, keine Schulungen, keine Prüfungen, keine Analysen ... nix eigentlich ... nur ein paar Freiwillige, die sich engagieren (wenn ich das richtig verstanden habe) und denen dauernd Steine in den Weg gelegt werden.

      Das geht doch schon los, wenn ich mir die Otto-Normal-Hundehaltung anschaue. Kaum ein Bundesland hält statistisch Beissunfälle fest. Es dauert (gefühlt) ewig, bis bei auffälligen Hunden eingegriffen wird. Bei den Fällen, die durch die Presse gehen (d.h., dabei ist dann auch so richtig jemand zu Schaden gekommen), liest man immer und immer wieder, dass sich zwar viele beschwert, gemeldet haben, aber nix ist passiert.

      In CH wird jeder auf den Verursacher zurückzuführende Beissvorfall erfasst. Jeder. D.h., gegen Menschen, gegen Artgenossen, gegen Vieh, gegen Wild. So lästig und überwachend das auch klingen mag (und die Emotionen in Hundeforen hoch kochen lässt), auffällige Hunde fallen auf.

      Das hat selbstverständlich auch seine Nachteile, so kann es auch mal vorkommen, dass man wg. einer Katze die Hammelbeine lang gezogen bekommt (was eigentlich kaum einen Unterschied zum Wildern macht). Langfristig betrachtet, denke ich, hat es mehr Vorteile gebracht.

      Wenn ich mit meinen Beaucis durch D wandere, sind die Menschen in der Masse nicht so entspannt, wie sie das überwiegend hier sind (klar, Menschen mit Hundeangst, gibt es hier auch). Aber im Gro geht man davon aus, wenn Hund nicht dreifach gesichert, dann handelt es sich um einen Hund, der noch niemandem etwas getan hat, nicht mal ner Katze ;) (oder sich dabei nicht hat erwischen lassen)
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      Das Rosilein schrieb:

      Und wieder werde ich die Laune verderben *seufz* ...
      Ohhhh schitt ...
      Hilfeee @Chris2406

      hab meinen Beitrag aus Versehen an Suntis gehangen ... dabei meinte ich eher die Dekor-Ideen, nicht Instagram selbst (und sorry, @Sunti)

      Kannst Du das Zitat von Suntis Beitrag einfach raus löschen? Geht das? (Wenn ja, ganz doll danke ... und den vll. auch weg ... sieht es schon so gespamt aus von mir)
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      Ich finde, dass das ganz gut passt @Rosilein und @Sunti weiss ja auch, wie es gemeint ist, ganz ohne Zitat ist auch doof. Ich würds einfach so lassen.


      Das Rosilein schrieb:

      Aufklärung funktioniert m.E. nur mit realistischer Aufklärung[/u], nicht mit dem Verniedlichen von Fakten. Sonst ist es keine Aufklärung mehr, sondern etwas anders. Rinder sind keine Kuscheltiere, HSHs auch nicht.
      Ich seh das auch so - es macht für mich keinen Sinn, da was zu verniedlichen, von meiner Rosa- und Lila-Phobie mal ganz abgesehen (ohne die wäre ich schon längst in Peru.) :lol:

      Unsere Pläne gehen mehr dahin, die Tourismusverbände einzubinden, Themenwanderungen durchzuführen, wir haben ja hier gleich 2 mal hingespuckt, den Wolfsgarten nebenan, das liesse sich prima miteinander verbinden und z. B. Informationsmaterial in den Hotels und Pensionen auszulegen und auch an den Wanderparkplätzen und Loipen-Übersichten Infos anzubringen. Und eben noch eine Videoserie sozusagen als Ergänzung für das Agridea-Video - das ist sachlich, klärt die Leute auf, wie sie sich verhalten sollen, aber es fehlt mir das Element, dass die Leute auch wissen, WARUM sie sich so und so verhalten soll(t)en. Angst hat man ja in der Regel, wenn man nicht genügend Hintergrundwissen hat und ich finde schon, dass die Bevölkerung da einfach hängen gelassen wird.

      Heute gabs passend zu der Diskussion hier, die bisher grösste Wandergruppe, die ich und vor allem die Mc`s hier je gesehen haben (die haben mir zahlenmäßig meine ganze Statistik durcheinandergebracht :lol: ) - das waren an die 40 Leute.
      Als ich die gesehen habe, bin ich in den Lada gehopst und nach hinten gefahren und hab denen dann eine spontane Info-Veranstaltung zum Thema Herdenschutzhunde geboten, das fanden sie interessant und spannend, eine Dame war sogar so nett ihren Regenschirm ein paar Mal auf- und zuzumachen, weil die Mc`s den seltsam fanden - sowas ist natürlich immer eine tolle Gelegenheit und bisher haben es 99,9 % auch dankend und durchaus interessiert angenommen.

      Wer sich solchen Veranstaltungen gegenüber aber sperrt, ist der regionale Wanderverband. Aber da arbeiten wir auch dran. Oberfranken sind nicht so die schnellsten.... :lol:

      Es ist nur furchtbar anstrengend - auch der Zeitfaktor ist nicht unerheblich - die Pfälzer von heute werde ich wohl nie wieder sehen, aber vllt. hab ich ja den Tierhaltern in der Pfalz da ein wenig den Weg geebnet - ich würde es mir wünschen. Sprich, ich mach das nicht für mich allein - sondern eben auch für die anderen Tierhalter mit.

      LG, Chris
      Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch


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      NRW
      Nur anlesbar - Wolfssichtungen in NRW, u. a. in Dortmund
      Wolf-Ansiedlung

      Auch NRW - HSH, mit der üblichen Verkaufsstrategie einer der grossen HSH-Vereine:
      ?type=2&theater

      Den Mc`s ist es übrigens völlig egal, ob jemand ausserhalb vom Zaun ihren Namen tanzt oder ähnliches, auch über Kommandier-Versuche würden sie sich eher kaputtlachen, auch musste das Film-Team feststellen, dass man in meiner Anwesenheit zwar die Mc`s knuddeln kann bis zum Umfallen, dass sich das aber auf den Herdenschutz, wenn man dann von aussen an den Zaun kommt und mit Mikros schwenkend rumhopst, in keinster Weise auswirkt. Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps oder so...

      U. a. Bayern:
      München und Wien drängen auf wolfsfreie Zonen - Blog Natürlich Jagd

      Wie schon erwähnt, diese "wolfsfreien" Zonen klingen in der Theorie vllt. für manchen ganz gut - wie das in der Praxis durchgesetzt werden soll, dazu äussert sich niemand.
      Da da nicht 500 Mann in der Gegend verstreut rumsitzen werden, die jeden Wolf, der seine Füßchen in diese Regionen setzt, erschiesst, wird es darauf hinauslaufen, dass es bei ungeschützten Herden zu zahlreichen Rissen kommen wird und sich Tierhalter in angeblich besser schützbaren Regionen dann mit an Nutztiere gewöhnte Wölfen rumplagen dürfen. Dass Wölfe sich in Regionen mit ungeschützten Herden NICHT an diesen bedienen werden, glaubt hoffentlich niemand wirklich.

      Mir Verlaub - ich finde diese Idee mit den wolfsfreien Zonen völlig bescheuert.
      Das hat nichts mit der Wolfs- und Herdenschutzrealität zu tun und verspricht "Schutz", der in der Praxis überhaupt nicht vorhanden ist, mangels Durchführbarkeit.
      Die, die das noch gut finden, werden ihre Meinung spätestens dann ändern, wenn sie realisieren, was das für die Herden bedeutet. Wenn sie merken, wieviele Tiere gerissen werden, ehe es überhaupt einmal zum Abschuss kommt - denn auch Bayern wird die Gesetze nicht umgehen können, die überall woanders für alle gelten.

      Hier noch ein paar Beispiele für Aufklärung der Bevölkerung, sowohl in Bezug auf HSH als auch auf Weidevieh:
      Schweizer Wanderwege | Herdenschutzhunde

      Bergwandern mit Hund: Risikofaktor Mutterkühe und Herdenschutzhunde - wir-sind-tierarzt.de
      Dort empfinde ich den Hinweis, dass Wanderer sich i. d. R. auf anderer Leuts Eigentum bewegen, herrlich erfrischend. Das wird nämlich allzu gern vergessen, auch hier in Bayern, da kennt jeder das Betretungsrecht der freien Landschaft, aber bis zu der Passage, welche Rücksichtnahme dabei gefordert wird, liest kaum einer weiter.

      Sehr ausführlich, die Aufklärungsseite über Herdenschutzhunde - davon können wir in D nur träumen:
      Herdenschutzhunde auf Alpweiden: Tipps zum korrekten Verhalten

      Entgegen entsprechender Vorurteile handelt es sich bei Herdenschutzhunden nicht um gefährliche Hunde.

      Sachsen - hier gibts extra Wolfswanderungen - allerdings scheint auch da die Verknüpfung mit dem Thema Herdenschutz vergessen zu werden:
      Lausitzer Wölfe locken Touristen an

      Thüringen
      Stattlicher Wolf in Schmalkalder Wald gesichtet | inSüdthüringen.de

      LG, Chris
      Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch


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      Das Problem ist doch- die Menschen kennen ihren "Platz" in der Natur einfach nicht...

      Schon in der Schule lernt man "der Mensch ist dem Tier überlegen". Dass sich das nur auf eine Situation mit Hilfsmitteln bezieht wird dabei elegant vergessen. Und dann steht das kleine Städterlein da, alleine in einer Herde Mutterkühe, und blökt "aber ich bin euch doch überlegen!". Interessiert die Tiere mit mehreren hundert Kilo und spitzen Hörnern dann nur nicht besonders.

      Ebenso in der Gegenüberstellung zu einem Raubtier- das interessiert es Null ob der Mensch mithilfe von Hilfmitteln eventuell überlegen sein könnte.. wenn diese nicht da sind ist der Mensch ebenso ein Snack wie ein Reh oder ein Gnu- wobei ersteres wenigstens schnell und letzteres aufgrund von Hörern und Hufen zumindest als wehrhaft einzustufen ist.

      Solange der Mensch nicht einsieht dass er NICHT die Krone der Schöpfung ist sondern nicht viel von einem Fußabtreter entfernt wird die Situation immer wieder gefährlich werden. Allein weil es Menschen gibt die tatsächlich glauben eine Chance gegen eine schlecht gelaunte Kuh zu haben.

      Videos die friedliche Kühe beim grasen und kuscheln zeigen helfen da nur leider nicht.





      Und seien wir mal ehrlich.. wenn man davon ausgehen könnte dass es HSH gibt die falsch eingeschätzt werden dürfte man nicht mehr vor die Tür. Wenn ich für jeden falsch eingeschätzten Haushund nen Euro bekommen würde bräuchte ich fast nicht arbeiten gehen. Und der "gewöhnliche Haushund" ist viel eher gewillt seine Zähne einzusetzen als ein HSH.

      Und solange es Touris und Hundebesitzer gibt die glauben eine Herde (egal ob nun Schaf, Rind oder Pferd) ist nur dazu da die Bespaßung der Allgemeinheit und des eigenen Fiffis sicherzustellen wird es IMMER wieder Probleme mit dem Herdenschutz geben.
      Liebe Grüße Ivy mit:
      Abbey (Chihuahua, *8.4.2011)
      Darcey (Sheltie, *15.5.2014)
      Cici (Dackelmix, *4.08.2001)
      Poco (Chihuahua, *2.02.2009)
      Yul (Magyar Viszla, 24.7.1996-2008)
      dogforum.de/fluff-flausch-die-…-terroristen-t181152.html

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