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Echte Wölfe und blöde Fragen

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    • Danach kommt noch Quarks: Hilfe! Die Wölfe kommen.

      Quarks finde ich eigentlich immer ganz gut und objektiv, gerade in landwirtschaftlichen Themen.
      Mal schauen ob das hier auch so ist.
      Sheltie Lexi, *6.5.2011
      Border Collie Phelan, *15.04.2015
      Schäfer-Mix Susi, *23.02.2004
      Kater Herr Vroni, *ca. Juni 2017

      Rauhaardackel Toni, ✝ März 2015
      DSH Rico, ✝ Juni 2009
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    • Quarks hat die Sendung größtenteils nur wiederholt. Das fand ich etwas enttäuschend. Hätte ich mehr erwartet.

      Mal eine Frage zur Genetik:

      Leo hatte sich nach dem Ableben seiner Partnerin eine seine Töchter als neue Partnerin geschnabbt und Nachwuchs gezeugt.

      Wieso kommt es da nicht zu Verstümmelungen der Welpen, wenn sie doch so blutsverwandt sind???

      Ansonsten finde ich die Entschädigungen bei Verlusten für Viehhalter schon sehr bescheiden. Kein Wunder, dass sie so vehement gegen Wölfe sind!!! Wäre die Entschädigung angemessen, würden sie mit Sicherheit anders reagieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Road Dogs ()

    • Road Dogs schrieb:

      Leo hatte sich nach dem Ableben seiner Partnerin eine seine Töchter als neue Partnerin geschnabbt und Nachwuchs gezeugt.

      Wieso kommt es da nicht zu Verstümmelungen der Welpen, wenn sie doch so blutsverwandt sind???
      Weil Genetik so nicht funktioniert?

      In der Natur ist es gar nicht so selten, daß enge Verwandschaftsverpaarungen vorkommen. Werden keine schlechten Gene vererbt, hat's keine Auswirkungen.
      Kerstin mit Jölli, Vina, Mady und Solly
    • Aber man verpaart ja auch keine verwanden Hunde miteinander?

      Heißt das jetzt, das Wolfspaar hat ne fifty-fifty Chance, dass die Welpen krank sind und wenn jeder Wurf ein misslungener Wurf ist —-> Pech gehabt?

      Oder ist das bei Wildtieren nochmal ne andere Sache?

      Sorry, hab aber von Genetik so gar keine Ahnung.
    • Nun, wenn die Welpen weniger lebenstüchtig sind, überleben sie halt nicht lange. Man sieht in der Natur nur die, die es schaffen.
      Ob enge Verwandtenpaarungen genetische Erkrankungen bei den Nachkommen bewirken, hängt natürlich von der genetischen Ausstattung der Eltern ab.
      Wäre das immer so, dass Inzucht zu wenig lebensfähigen Nachkommen führt, keine Insel wäre von Tieren bewohnt. Die angeschwemmten Gründertiere sind ja immer nur eines bis wenige und so kommt es zwangsweise über viele Generationen immer wieder zu Verwandtenpaarungen. Ähnliches passiert eigentlich bei allen raschen Erweiterungen des Verbreitungsgebietes
      Egal, wie das anfängt, es überleben nur die, wo das unproblematisch ist, die anderen, die Verlierer "sieht" man nicht.
      Unproblematisch ist das vor allem bei hohem Homozygotiegrad und gesundem Phänotyp der Eltern. Problematisch bei hohem Heterozygotiegrad. In letztem Fall ist nämlich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass beide nahe verwandten Eltern ähnliche Defektallele tragen und dass die sich im Nachkommen kombinieren und dann im Phänotyp sichtbar werden. Hoch homozygote Tierehaben schlicth so wenige Defektallele, dass das Risiko der homozygoten Kombination solcher gering ist.
      Hoher Heterozygotiegrad kennzeichnet oft Tierarte mit großen Populationen und guter Durchmischung der Individuen bei den Paarungen
      Ein hoher Homozygotiegrad geht logischerweise meist mit einem evolutiv gesehen zeitnah gelgenen Populationbottleneck einher.
      Und da mussten usnere Wölfe ja nunmal vor nicht langer Zeit druch.
      Daher würde ich erwarten, dass Geschwisterpaarungen bei heimischen Wölfen in F1 nur selten Probleme machen.

      Viele Grüße

      Ingo

      P.S.: bei Haustieren ist man meist am Überleben aller Nachkommen interessiert. Somit ist das Auftreten genetisch kranker Tiere aus Inzuchtverpaarungen gefühlt problematischer.
      Andererseits sind zB alle älteren Hunderassen durch einen extremen Homozygotiegrad geprägt. Das macht Inzucht (vornehm ausgedrückt: Linienzucht) weniger problematisch, reduziert aber auch die Anpassungsfähigkeit und Robustheit. Und die Linienzucht macht es sehr schwer, die - zwar wenigen aber oft rassetypisch hoch relevanten- Defektallele loszuwerden. Im Gegenteil, wegen des hohen Verwandtschaftsgrades gibt es ein hohes Risiko für homozygotes Auftreten und so kommen die ganzen jeweils rassetypischen Risiken für genetische Erkrankungen zustande.
      Das müsste nicht sein, wenn die Hundezuchtverbände sich endlich mal Gedanken über Populationsgenetik und sinnvolle genetische Vielfalt machen würden. Aber auf dem Ohr sind die taub. Lange geht das nicht so weiter...aber selbst schuld,.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von IngoK ()

    • Die Elterntiere des Rudels Bergen sind Vollgeschwister und das seit Anfang an. Die haben also schon mehrere Würfe.
      Grüße von Ellen und
      Eddie - Spanier - *1/2007
      Geordy - KHC - *12.02.09
      Finlay - Rough Collie -.*08.12.09
      Bilder
      °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
      Pondi *23/11/96 +12/06/09
      Maxe *01/05/96 +13/10/09
    • Road Dogs schrieb:

      Ansonsten finde ich die Entschädigungen bei Verlusten für Viehhalter schon sehr bescheiden. Kein Wunder, dass sie so vehement gegen Wölfe sind!!! Wäre die Entschädigung angemessen, würden sie mit Sicherheit anders reagieren.
      Kaum ein Tierhalter setzt seine Priorität auf Entschädigungen beim Thema Wolf.

      Die allermeisten möchten, dass es gar nicht erst zu einem Riss kommt, sprich, sie wollen Unterstützung beim Herdenschutz. Wolfsfutter will niemand von uns auf die Weide stellen.

      LG, Chris
      Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch


      ---

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