Ärger mit Tierschutzorganisation

  • Hallo zusammen,
    wir haben vor 3 3/4 Jahren einen Hund von einer Tierschutzorganisation übernommen.
    Bei der Übergabe haben wir 260 Euro bezahlt. Es wurde uns im Nachhinein der Besuch einer Hundeschule vorgeschrieben. Es hieß, es müsse sich um eine gewaltfreie Hundeschule handeln. Uns wurden auch gleich 4 Hundeschulen genannt. Eine von uns ausgesuchte Hundeschule hätten wir also nicht besuchen dürfen. Da unser Hund mit einem starken Husten aus dem Tierheim kam, wurden wir an der von uns ausgesuchten Hundeschule nicht angenommen. Da unser Hunde keinerlei Auffälligkeiten zeigte und auch sonst sehr gut erzogen war, haben wir die Hundeschule gelassen. Wir haben unsern Hund weiterhin selbst mit sehr viel Liebe erzogen.
    Jetzt nach fast 4 Jahren meldet sich die Tierschutzorganisation bei uns, um einen Nachbesuch zu machen. Beim Eintreffen wurde erst gesagt wie gut der Hund es doch getroffen hat und das er sehr gepflegt aussähe. Als wir aber auf das Thema Besuch der Hundeschule zu sprechen kamen, fühlte ich mich fast "kriminell". Da war auf einmal von Vertragsbruch die Rede und dass uns der Hund auf der Stelle weggenommen werden könnte. Ich wusste gar nicht wie mir geschah. Auch wurde uns bei der Gelegenheit gesagt, dass mein Mann nur den Vertrag unterschrieben hätte und eine Weitergabe an Dritte (noch nicht einmal im Verwandtenkreis) zulässig wäre. Es wurde ein Kompromiss geschlossen. Wir sollten jetzt einen Betrag an die Organisation zahlen und die
    Sache wäre erledigt. Dies haben wir nicht getan, weil wir erst eine Bescheinigung über die Nachkontrolle haben wollten, was aber nicht geschah. Man verlangt weiterhin den HS-Besuch bei den vorgeschriebenen Schulen, sonst würde uns der Hund weggenommen. Ich kann doch so nicht verfahren, wenn ein Hund ein gutes Zuhause gefunden hat. Ich muss dazu sagen, dass wir bisher 4 Hunde aus dem Tierheim hatten, aber so etwas ist uns bisher noch nicht passiert. Hat evtl. jemand auch schon einmal solch eine Erfahrung gemacht? Ich muss noch dazu sagen, unser Hund würde die Welt nicht mehr verstehen, wenn er von uns weg müsste. Wie soll ich jetzt damit umgehen?

  • Hallo,


    ich finde das Verhalten des Tierschutzvereines keinesfalls nachvollziehbar.
    Habe ehrlich gesagt auch noch nie was davon gehört, dass der Besuch einer Hundeschule Vertragsbestandteil ist.
    Kann sein, dass es in eurem Fall extra vereinbart wurde, aber was steht denn im Vertrag?


    Mir kommt das alles etwas komisch vor und ich würde mich da auch nochmals vergewissern ob es rechtlich in Ordnung ist euch zu einer Geldstrafe zu verdonnern.


    An Deiner Stelle würde ich mich nach einem anwaltlichen Gespräch an den Vorstand des Vereins wenden und mein Anliegen vortragen.


    Komisch finde ich es in jedem Fall.


    Liebe Grüße


    Steffi (die Euch ganz fest die Daumen drückt)

  • Dito, ich würd mir auch den Vertrag schnappen, zum Anwalt damit gehen, erzählen, was vorgefallen ist und schauen, was der sagt.


    Ähm, habt Ihr iein Beleg, dass man Euch zur Zahlung der Strafsummer auffordert? Wenn ja, den würd ich dem Anwalt auch gleich vorlegen.


    Ich würd mir auch überlegen, wenn das Vorgehen der Orga rechtswidrig ist, den Anwalt gleich ein Schreiben diesbezgl. aufsetzen zu lassen.

  • Also selbst wenn das mit der Hundeschule eine Bedingung seitens der Tierschutzorganisation war...es gibt so viele Hunde, denen es schlecht geht und vor allem solche größtenteils ehrenamtlichen Organisationen wissen doch ohnehin nicht, wohin mit ihren Tieren, weil sie sie nicht los bekommen...dass die dann hergehen und einem den Hund evtl. wieder abnehmen wollen, nur wegen so einer Kleinigkeit, kommt mir schon komisch vor.


    Gibt doch viele Hundebesitzer, die ihren Hund lieber alleine erziehen - in meinem Bekanntenkreis bin ich z.B. der einzige Hundebesitzer, der solch eine Hundeschule mit seinem Hund besucht bzw. besucht hat.


    Das kann man doch bestimmt auch ohne Anwalt in einem vernünftigen Gespräch regeln?! Ich meine...die wollen doch hoffentlich auch nur das Beste für den Hund?!

  • Excuse me? Die Clowns haette ich erst gar nicht ins Haus gelassen und eine rechtliche Handhabe haben die schon mal gar nicht...Geldstrafe :lol:


    Ich wuerde ihnen mit einem Anwalt drohen wenn sie sich nochmal melden.

  • Ich finde, das hört sich (vorsichtig formuliert) "unseriös" an. Klingt, als wollten sie euch dazu bringen, dem Verein Geld zu spenden. Vor allem, weil die gleich damit drohen, euch den Hund wieder wegzunehmen. Das kann doch absolut nicht im Sinne einer vernünftigen, seriösen Tierschutzorga sein... Da wäre ich auf jeden Fall dickfellig und würde erstmal nichts bezahlen. Wieso machen die überhaupt eine Nachkontrolle nach vier Jahren? Das ist doch ein wahnsinnig langer Zeitraum. Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass die euch nach dieser Zeit den Hund noch wegnehmen können. Ich bin kein Fachmann, aber nach dieser Zeit würde es mich schon sehr wundern, wenn der Tierschutz noch berechtigte Besitzansprüche an euren Hund hätte. Dem Hund geht es ja gut bei euch, also kann den erstmal niemand einfach wieder wegnehmen.


    Du schreibst ja, euch wurde im Nachhinein auferlegt, eine von diesen vier Hundeschulen zu besuchen. Gibts darüber denn irgendein Schriftstück? Habt ihr da was unterschrieben? Ich glaube nämlich auch nicht, dass man zu sowas verpflichtet werden kann, bzw. halte ich es für extrem überzogen, in einem solchen Fall von "Vetragsbruch" zu sprechen. Ist auch die Frage, ob das überhaupt Bestandteil des Übernahmevertrags sein kann, wenn ihr dazu erst im Nachhinein aufgefordert wurdet.


    Ich wäre insgesamt vorsichtig, weil ich es irgendwie reichlich undurchsichtig finde, was die wirklich von euch wollen...

  • Ach ja und das hier:


    Zitat

    Es wurde ein Kompromiss geschlossen. Wir sollten jetzt einen Betrag an die Organisation zahlen und die
    Sache wäre erledigt.


    Kommt mir schon fast wie Erpressung vor...das ist doch ein sehr fauler "Kompromiss", wenn man sagt, zahle uns noch etwas mehr, dafür machen wir da mal Schwamm drüber...


    Um welchen Tierschutzverein handelt es sich hierbei denn?

  • Hi,


    Je nachdem wie eure Einstellung so ist, wüsste ich zwei Lösungsvorschläge:


    1. Ihr wollt keinen Ärger
    -> gab es irgendeine Vorgabe, wie lang ihr in die Hundeschule gehen müsst?
    Wenn Nein, würde ich für eine Stunde in die Hundeschule gehen (mir das evtl. vom Trainer bestätigen lassen) und dann dem Verein melden, dass ihr jetzt mit Hund in der Hundeschule gewesen seid und damit alles ok ist.


    2. Ihr seht es nicht ein, so von dem Verein behandelt zu werden
    Das wäre meine Herangehensweise, es klingt für mich nämlich sehr sehr eigenartig und ziemlich unseriös, was du so geschrieben hast.
    In dem Fall würde ich sofort zur Rechtsberatung gehen und erstmal den Vertrag prüfen lassen. Evtl. ist dieser angebliche Vertrag nämlich sowieso nichtig, weil nicht korrekt (ist bei Tierschutzorgas ganz häufig so, sind eben keine Juristen und in Deutschland ist ja alles seeeehr kompliziert).
    Da kann man sich auch weiter beraten lassen, sehen ob das überhaupt zulässig ist dass die euch nach so langer Zeit noch den Hund wegnehmen wollen oder ob da schon extreme Zustände herrschen müssten etc.
    Wie gesagt, das wäre mein Weg. Ich würde mir so eine Unverschämtheit nicht bieten lassen.


    Klingt wirklich, als ob die Geld erpressen wollen.


    lg,
    Sanne

  • Das ist sehr ungewöhnlich.


    Was ist das für eine unverschämte Tierschutzorganisation? Es gibt viele kleine merkwürdige Vereine................


    Nun zu deinem Hund:


    Die können GAR NIX. Der Hund wurde bezahlt und ist dein Eigentum. Rechtlich könnten sie ihn dir nicht mal wegnehmen wenn er an der Kette hängt.........sie MÜSSEN den Hund vorher einklagen. Niemand kann einen anderen sein Eigentum (auch bei Vertragsbruch) wegnehmen OHNE Gerichtverfahren. Keine Angst!! Ich weiss das.


    Lass die Leute nicht mehr rein. Reagiere nicht auf Telefonate, zahle nix nix nix. Lass sie auf gar keinen Fall an den Hund ran, geh nicht in das Tierheim. Mir scheint die wollen nur noch mal kassieren.


    Den Besuch der Hundeschule vorschreiben können sie genauso auf dein Klopapier schreiben, das ist ungefähr gleich viel wert. Vertragsbruch muss eingeklagt werden. ;)
    Kommt irgendwas schriftliches, dann gehst du zum Anwalt. Vorher musst du nicht.........


    Mach es wie du willst mit deinem Hund. Es geht ihm gut, das ist das wichtigste. Der Verein kann gar nichts machen.


    Birgit

  • Hi,


    Zitat

    Der Hund wurde bezahlt und ist dein Eigentum.


    Ehrlich?
    Viele Tierschutzorgas schreiben doch in die Verträge rein "das Tier bleibt Eigentum des Vereins" oder so ähnlich... Ich war schon der Meinung, wenn der Vertrag gültig ist, ist auch das gültig... Vielleicht liege ich da aber auch falsch :???:


    lg,
    Sanne

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