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Zu weit voran

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Moderator: DF-Mods

Zu weit voran

Beitragvon Blueberry » 12.02.2007 10:16

Hallo!

Wir haben grade wieder mal für Pfingsten eine Woche Bergsteigen in der Schweiz gebucht, und spätestens dann wird ein Problemchen wieder aktuell, das zwar immer da ist, das mich aber dann erst so richtig stört:
John-Boy geht mir, wenn er frei rennen darf, immer ein Stück zu weit voran. Er haut nie ganz ab, lässt sich auch zuverlässig wieder abrufen, aber wenn man ihm sagt, dass er gehen kann, dann können das schon 30 - 40m werden, bis er mal auf die Idee kommt, sich nach mir mal umzudrehen und dann, wenn ich streng genug schaue, wieder zu mir zurückzulaufen. Mich wundert das immer ein wenig, ist er doch zu 3/4 Border Collie und ich dachte, ich hätte es weitgehend mit einem Hütehund zu tun. Er selbst scheint das anders zu sehen...

Jedenfalls waren wir letztes Jahr schon in den Bergen im Urlaub, und das hat prima geklappt, bis auf das Detail, dass es da ziemlich unangenehm ist, wenn er so weit voran geht. Dann verschwindet er nämlich hinter der einen oder anderen Biegung, und ich hätt ihn schon gern in einem maximalen 10m-Radius um mich, nicht zuletzt auch wegen der spitzen Schreie der entgegenkommenden Wanderer. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, ihn andauernd zurückzurufen und hab ihn dann angeleint, was aber natürlich keine rechte Freude bringt. Er muss ja nicht dauernd bei Fuß gehen, aber er geht einfach zu weit voran...

Ich hab schon eine Schleppleine angedacht, aber die wäre in den Bergen ziemlich unpraktisch. Mir wär's lieber, wenn er einfach so in meiner Nähe bliebe, wie es jeder "normale" :freude: Hund macht...

Habt Ihr Tipps parat, wie ich ihm das schonend beibringen kann?

Und mal generell - gibt es nicht hütende Hütehunde? Eine Halbschwester von ihm, reinrassige BC-Dame, ist auch so ein Auf und Voraus-Renner...
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Beitragvon agil » 12.02.2007 10:31

Es ist nicht normal, dass ein Hund einfach so in der Nähe bleibt und genau weiß, welche Entfernung Du gut findest.

Da gehört schon ein wenig Training mit der Schleppleine zu. Hund darf sich nur in diesem Rahmen bewegen. Um das wirklich zu festigen, würde ich mindestens ein halbes Jahr Training ansetzten.

LG
Ulli
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Beitragvon Blueberry » 12.02.2007 10:46

Oh. Tatsächlich? :shock:

Ich dachte, es sei einfach normalerweise ein Bedürnis des Hundes, sich nicht allzu weit von Herrchen oder Frauchen zu entfernen. Ich hab auch noch nie wen mit Schleppleine trainieren gesehen, drum dachte ich, das müsste einfach so gehen?

Und wie macht man das dann? Einfach keinen Freilauf mehr, sondern nur noch mit Schleppleine?
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Beitragvon agi-maus » 12.02.2007 10:46

:kaffe: Morgen,

gebe Agil in jedem Fall recht, bis mein Wuffi gelernt hat an der Leine nicht immer vor laufen zu wollen sprich zu ziehen hat es schon ewig gedauert b.z.w. sind immer noch am üben.

Bevor ich anfange die Leine ab zu machen muss das meiner Meinung nach Perfekt sitzen, früher bin ich auch immer ohne glaufen und hatte das gleiche Problem wie du, da hilft wirklich nur erstmal an der Leine üben.

Denn du kannst den wuff zwar immer wieder ran rufen, hast aber überhaupt nix gekonnt wenn er deinen gewünschten Radius jedesmal überschreitet. Das ist dann ein Erfolg für ihn und macht das üben schwerer...

Edit: Das mit dem voran laufen ist auch ne Bindungssache wenn die nicht so gross ist geht Wuffi gerne mal einfach "weg".
Mein Charly ich werde dich nie vergessen, wir werden uns wieder sehen!!
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Beitragvon Blueberry » 12.02.2007 10:55

Oh je oh je... wie kann ich sowas denn trainieren? Er läuft in der Tat immer vorne. Ich hab eine 2m Leine, und er zieht zur Zeit eher selten dran, aber er ist eigentlich immer vorweg, das stimmt. Mir war das an sich auch immer recht angenehm, weil ich ihn so immer im Blickfeld habe - aber mir leuchtet ein, dass das mit seinem Vorwegrennen ohne Leine zusammenhängt.
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Beitragvon agi-maus » 12.02.2007 10:59

Hier lies dir das mal in ruhe durch da steht alles beschrieben. :hallo:

http://www.dogforum.de/ftopic19254.html
Mein Charly ich werde dich nie vergessen, wir werden uns wieder sehen!!
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Beitragvon Blueberry » 12.02.2007 11:00

Ui, Super, Danke Dir.
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Beitragvon gizmo_kyra » 12.02.2007 11:12

Hi,
du sagst ja, dein Hund ist 3/4 BC, diese SOLLEN auf Distanz arbeiten.
Bring dein Hund ein "Warten" bei. Wenn er auf der für dich angenehme
Distanz ist, soll er stehen bleiben oder sitzen bis du Ihm wieder freigibts.
Es klappt schon vorzüglich mit unser 10 Monate alter BC. Es ist auch
sehr hilfreich wenn wir beim spazieren an unübersichtlichen Kreuzungen
kommen. :gut:
When working toward the solution of a problem, it always helps if you know the answer, provided, of course, that you know there is a problem.(Murphy)
gizmo_kyra
 
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Beitragvon Blueberry » 12.02.2007 11:18

Mensch. So hab ich das noch gar nicht gesehen. Du hast recht. Eigentlich sind sie ja dazu da, dass sie die Schafe in der Entfernung zum Schäfer hüten - wären sie dauernd auf den Schäfer fixiert, wären sie ja schlechte Hütehunde.

Ich find Euer Forum einfach toll, ich lerne dauernd neue Sachen, auf die ich selber nie gekommen wär und die in all meinen schlauen Büchern so nirgends drinstehen. Und nett seid Ihr außerdem, und so geduldig mit dummen Fragen unwissender Anfänger... :love: :gut:
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Beitragvon *Sascha* » 12.02.2007 13:22

Ich würde auch sagen, wenn dein Hund eigentlich gut hört, dann brauchst du auch gar keine Schleppleine. Schick ihn doch einfach ins Steh, Sitz oder Platz, wenn er den Radius verlassen will oder gib ein Abbruchkommando (Hund stoppt und läuft in eine andere Richtung weiter oder wartet).
LG, Jana und Sascha

„Ethik ist nicht nur ein Verhalten zum Nebenmenschen im Hinblick auf die Ermöglichung einer möglichst geordneten und glücklichen menschlichen Gesellschaft, sondern ein aus innerer Nötigung kommendes Erleben der Verantwortung gegen alles Lebendige.“
(Albert Schweitzer)
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