Nur Mut, alles halb so wild zum Glück.
Rassebedingt habe ich nun schon genügend Zehen abnehmen lassen müssen. Es ging immer gut.
Du hast das Glück, dass bei deinem "nur" der Daumen ab muss, diese Zehe wurde früher bei zig Rassen im Welpenalter entfernt. Bei einem ausgewachsenen Hund ist das natürlich ein größerer Eingriff, aber gegen eine Bauch-OP ist es ein Klacks.
Sieh einfach zu, dass der TA den Zeh ganz weit oben abnimmt, dass kein Stumpf steht, sonst hat man schnell Folgeverletzungen. Dazu für die ersten 2-3 Tage richtig gute Schmerzmittel, die gibt es heute auch für Tiere. Der erste Zeh in unserem Hundehalterleben wurde nur mit Novalgin als Schmerzmittel gemacht, damals normal. Das waren harte erste Tage. Heute mit Morphium für die ganz akute Phase ist es kein Vergleich, da hat man bei den meisten Hunden Probleme sie ruhig genug zu halten. Und die ersten Tage ist Ruhe angesagt, die gekappten Blutgefäße, die den Zeh versorgt haben, müssen heilen.
Und mit dem Wundlaufen der nach der Amputation neu freiliegenden Haut hast du auch keine Probleme. Also kannst du davon ausgehen, dass dein Hund nach 10 Tagen wie neu ist.
Klar, das Narkoserisiko besteht, Hund kann sich eine Infektion einfangen, etc., aber es ist wirklich einer der harmloseren Eingriffe, die Hund treffen können. Daher Sorge ja, die macht man sich als Besitzer immer, aber Panik oder Reinsteigern ist echt unnötig.
Mittlerweile sage ich schon "Der Zeh kommt ab!", während der TA noch überlegt, wie er mir die schlechte Nachricht verkauft.
LG
das Schnauzermädel
Wer die Dunkelheit fürchtet, kennt die Grausamkeit des Lichtes nicht.
Es ist gut zu wissen, dass der Hund an sich gar keine Fehler zu machen in der Lage ist. Er reagiert höchstens anders, als wir es wünschten und erhoffen.
(Helmut Kettelake)