bodyguard hat geschrieben:Was für "Kunststückchen?" werden in einer BH - Prüfung verlangt? Jeder Hund kann gehen, sitzen, liegen, warten und kommen.
Schnauzermädel hat ja schon was dazu geschrieben.
Fußgehen:
Alltag: es reicht völlig, wenn Hund halbwegs ordentlich irgendwie an der linken ODER rechten Seiten des HF mitläuft. Ob da jetzt Schulter auf Kniehöhe des HF ist oder Nasenspitze oder Bauch/Hüfte - irrelevant. Keine exakten Winkel, keine Kehrtwendungen. Wenn HF plötzlich stehenbleibt ist es auch nicht weiter tragisch, wenn Hund erst mal selbst kurz stehenbleibt und sich dann vielleicht setzt oder stehenbleibt oder hinlegt. Selbst wenn er noch 1-2 Schritte weitertapst geht die Welt nicht unter.
Zumal mir bis heute niemand erklären konnte, wie ich mit drei Hunden gleichzeitig korrektes Fuß laufen soll
Sitz/Platz aus der Bewegung:
Alltag: habe ich noch nie gebraucht. Im Alltag geht die Welt nicht unter, wenn man als HF mal kurz stehenbleibt bis Hund sitzt oder liegt
Abrufen mit Vorsitz:
Alltag: Wozu brauche ich im Alltag einen Hund, der dicht und gerade vorsitzt? Wozu überhaupt einen Hund der vorsitzt? Mir ist es lieber, meine Hunde kommen und bleiben in unmittelbarer Nähe stehen - komme ich besser an die Halsbänder oder Geschirre dran. Zumal drei Hunde gleichzeitig vorsitzen
Abliegen:
Alltag: Hund soll sich irgendwie hinlegen und liegenbleiben - ob er dabei mit dem Hinterteil rumkippelt, sich mal komplett umlegt etc. Kopf und Vorderkörper mal nach links und mal nach rechts dreht - irrelevant, solange Hund auf diesem Platz bleibt.
und mehr wird in einer BH-Prüfung nicht verlangt
Tja - das ist das Problem. Eigentlich ist die BH-Prüfung als Vorprüfung für den Hundesport gedacht gewesen. Entsprechend sollte die Ausführung der Übung sein - Kunststückchen eben.
Dass diese Prüfung sich in den letzten 15 Jahren zur "eierlegenden Wollmilchsau" gewandelt hat ........
Genaugenommen würde das, was ich aktuell bei BH-Prüfungen sehe, zu 80-90% durchfallen, wenn die Richter wirklich nach PO richten würden. Das machen aber die wenigsten Richter.
Deshalb denken auch immer mehr Leute, dass Alltagsgehorsam ja völlig reicht um ne BH zu bestehen. Stimmt auch - weil die Richter eben schon lange nicht mehr nach PO richten, sondern idR 1-2 Augen zudrücken.
Und wenn dann mal ein Richter kommt, der nach PO richtet, gilt der gleich als "scharf", "unmöglich, so streng zu richten" .......
Die Richter im swhv bsp. wurden vor etwa 1 Jahr angewiesen, wieder mehr nach PO zu richten, da die Leistungen in der BH kontinuierlich abgefallen sind und inzwischen

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Problem dabei ist, dass viele Ausbilder, die erst in den letzten Jahren mit Hundesport angefangen haben, häufig gar nicht mehr wirklich wissen, wie denn ein korrektes Fuß eigentlich aussehen sollte. Und was der Unterschied zwischen "Hund läuft neben Halter her" und "korrektem prüfungsmässigem Fuß" ist.
Aber das war letztendlich nicht die Frage.
Die Frage war "Wozu Begleithund?" - und zumindest wenn man vom Thema "BH-Prüfung ausgeht" - da gibt es keinen vernünftigen Grund für diese Prüfung. Mit Ausnahme Hundesport oder irgendwelchen "Erleichterungen/Vergünstigungen".