Cafedelmar hat geschrieben:Wozu macht man denn den Begleithund?
weil man muss - ohne BH keine Wettkämpfe. Ansonsten hat die BH-Prüfung nicht wirklich Sinn. Es sei denn, man lebt in einer Gemeinde, die einen Teil der Hundesteuer erlässt, wenn ein Hund eine "Gehorsamsprüfung"

abgelegt hat.
Letzteres wäre für mich der einzige Grund, die BH als "positiv" zu sehen. Das wird in unserer Gemeinde aber nicht durchgehen, da sie bei der letzten Hundesteuererhöhung nicht mal mehr was von "Lenkung" und "weniger Hunde" geschwafelt haben, sondern ganz klar sagten, dass es ihnen rein um die Mehreinnahmen geht, sprich um ihre Kassen zu füllen.
Und wozu macht man "Obedience"?
Sicher nicht um einen alltagsgehorsamen Hund zu bekommen.
Um einem Hund beizubringen, sich am HF zu orientieren braucht es weder Obedience noch BH-Prüfung.
[in dem er ihn oft anschaut
Ich will bei der Fußarbeit, dass mein Hund mich permanent anschaut. Aber damit war es das dann auch schon. Beim Apportieren soll sich Hund auf die Apportel konzentrieren - was nützt es mir, wenn Hund mich anschaut, wenn er dann nicht sieht, wo das Apportel liegt, zu dem er hin soll? Oder die Geruchshölzer.
Beim voranschicken soll er sich darauf konzentrieren, wo er hinrennen soll, und nicht mich anschauen. Das kommt dann maximal beim Richtungsapport und beim Richtungsschicken. Aber auch da muss Hund mich nicht anschauen, wenn ich es anders trainiere. Ich persönlich finde es einfacher, dem Hund beizubringen, ihn mit Handzeichen in die richtige Richtung zu schicken. Und dafür muss Hund sich an der Pylone umdrehen und mich ansehen.
Aber wer es schafft, den Hund rein auf Hörzeichen auszubilden, braucht das nicht.
Also, das mit "Hund schaut immer wieder HF an" hat nicht wirklich was mit Obedience zu tun.
Ich würde Dir mal empfehlen, eine Obi-Prüfung anzuschauen. Du scheinst aktuell nicht wirklich eine Vorstellung davon zu haben, das Obedience ist.
Auch wenn Obedience mit "Gehorsam" übersetzt wird - es hat nichts damit zu tun, dem Hund besseren Alltagsgehorsam beizubringen.
Das gleiche gilt für die BH-Prüfung. Es gibt Hunde, die würden nie im Leben eine BH-Prüfung bestehen, weil sie die entsprechenden "Kunststückchen" nicht drauf haben - die aber einen weit besseren Alltagsgehorsam haben, als so mancher Hund der seine BH mit 55 Punkten aufwärts bestanden hat.
Bevor sie einem Ball hinterher rennt, fragt sie mich, in dem sie sich zu mir umdreht und mich anschaut und wenn ich ihr ein Zeichen gebe, darf sie hinterher oder auch nicht.
Das bsp. wäre bei einer Obi-Prüfung denkbar unerwünscht.
Klar hat der Hund auf Signal des HF hin zu arbeiten und nicht selbständig loszulegen. Trotzdem gibt es Übungsteile, die Hund selbständig zu absolvieren hat, ohne ständig beim HF nachzufragen, ob das jetzt ok ist. Wenn Hund bsp. über den Hölzern für die Geruchsunterscheidung erst mal wartet, sich zum HF umdreht und wartet, bis er das Signal zum Aufnehmen bekommt ...... sind das 0 Punkte. Klar - HF hat vorher Hund rausgeschickt, um eben das entsprechende Hölzchen zu suchen. Aber ab dem Signal hat Hund völlig selbständig zu arbeiten OHNE sich beim HF rückzuversichern und HF anzuschauen ob das jetzt ok ist.