tut mir leid, cleo war das...manchmal bin ich auch ein bissel verwirrt...
na mit dem buch hab ich gearbeitet...oder wie meinste das jetzt?
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Moderator: DF-Mods
Lucanouk hat geschrieben:tut mir leid, cleo war das...manchmal bin ich auch ein bissel verwirrt...
na mit dem buch hab ich gearbeitet...oder wie meinste das jetzt?

rather_ripped hat geschrieben:Lucanouk hat geschrieben:tut mir leid, cleo war das...manchmal bin ich auch ein bissel verwirrt...
na mit dem buch hab ich gearbeitet...oder wie meinste das jetzt?
Also ich meinte halt, als ihr gemerkt habt, dass das Buch Lücken hat - habt ihr da noch andere Quellen gefunden, mit denen ihr arbeiten - sozusagen die Lücken schließen - konntet? Und wenn ja, welche?
Lucanouk hat geschrieben:jagdhund ohne jagdschein kenn ich noch gar nicht. wie ist das buch so? wie wird gearbeitet?
Erst mal vorweg: das Buch ist kein Buch über Antijagdtraining zum Thema "Wie halte ich meinen Hund vom Jagen ab". Es ist ein Buch über Hundeerziehung und –ausbildung zum sogenannten Jagdbegleithund für Nichtjäger. Es geht nicht um die Frage, wie man den Hund am geeignetsten in unsere Menschenwelt einpasst sondern darum zu erkennen, was der Hund braucht, welche Anlagen, Interessen und Talente er mitbringt und was ich daraus machen kann. Gehorsam ist dabei kein Selbstzweck, sondern befähigt zum gemeinsamen Tun in der freien Natur.
Wer also Rezepte sucht, dem Hund den Jagdtrieb abzugewöhnen liegt mit dem Buch falsch. Es wird mit dem Trieb gearbeitet, nicht dagegen. Der Hund erhält jagdliche Aufgaben, aber dabei soll er auch lernen, dass unkontrolliertes aufstöbern und hetzen von Wild nicht zu seinen Aufgaben gehören. Er soll Wild anzeigen, aber statt der Wildspur soll er Schleppen oder Kunstschweissfährten arbeiten. Wer seinen Hund zwischen Hundeplatz und Stadtpark glücklich machen will oder muss, ist mit dem Buch ebenfalls schlecht bedient.
(.....)
Die eigentliche Ausbildung (mit grundsätzlich positiven Methoden) wird mit ausführlichen Kapiteln zu den Grundkommandos besprochen. Grundgedanke dieser Abschnitte ist, dass der Gehorsam zwar eine notwendige Voraussetzung, aber nie Selbstzweck ist. Der Hund soll zum mitdenken, zu einer gewissen Selbständigkeit angeregt werden. Die Grundkommandos sollen baldmöglichst in einen Zusammenhang gestellt werden, der für den Hund Sinn macht. Diesen Ansatz finde ich sehr interessant. In jedem Hundebuch steht, dass Hunde kontextbezogen lernen und sich daher mit dem Generalisieren von Kommandos schwer tun; es wird diese Kontextbezogenheit eher als Handicap dargestellt. Hier wird dies bewusst genutzt, um den Hund quasi von der Wichtigkeit dieser Anweisungen zu überzeugen: sie sind nötig, damit er (der Hund) seinen wichtigen Interessen erfolgreich nachgehen kann. Also nicht Hier und Sitz 100x in Stuben- und Gartendressur, sondern mit weniger Exerziererei im Kontext der hundlichen Erlebniswelt, als Auftakt zu gemeinsamem Tun.
Es folgen dann die jagdlichen Übungen wie Schlepp-, Führer- und Kunstschweissfährte, Bringen und Suchen. Ein Kapitel darüber, was es für Hund und Halter in den jeweiligen Jahreszeiten zu entdecken geben könnte soll Anregungen für die gemeinsamen Exkursionen bringen.
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