Liebe Twissie,
ich möchte Dir ergänzend zu meinem Beitrag noch ein kleines Gedicht mitgeben:
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen das ihr nicht besuchen könnt - nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen wie sie zu sein aber versucht nicht sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit und er spannt euch mit Seiner Macht damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie er den Pfeil liebt der fliegt, so liebt er auch den Bogen der fest ist."
Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931GENAU SO sehe ich das. Für mich war meine Mandy wie mein Kind und als sie uns verließ, war das für mich annähernd genauso schlimm..... Meine Tochter ist schwer krank und ich beschäftige mich zwangsläufig viel mit dem Tod und was dann wohl kommen mag....
Ich glaube FEST an ein Wiedersehen und all meine Erfahrungswerte diesbezüglich sprechen auch dafür.
Also hab keine Angst, dass dies ein Abschied für immer war. Ihr werdet Euch wiedersehen! Davon bin ich fest überzeugt.
Das Leben mit einem neuen Hund ist anders. Aber ich erwarte nicht, dass Emily den Platz von Mandy einnimmt. Mandy war Mandy und Emily ist Emily. Zwei völlig unterschiedliche Wesen. Manchmal denke ich daran, wie es wohl gewesen wäre, wenn Mandy Emily kennen gelernt hätte. Emily ist sehr stürmisch

Wahrscheinlich hätte Mandy es wie immer gemacht: Sich auf den Rücken gelegt und sich abknabbern lassen....
Da ich selbstbewusst genug bin sagen zu können, dass ich einem Hund ein artgerechtes und liebenswertes zuhause bieten kann habe ich für mich beschlossen während meinem Erdendasein soviele Tiere wie ich nur kann glücklich zu machen. Zumindest diesen Wesen bleibt ein elendiges Leben hinter Gittern oder in schlechten Verhältnissen erspart....
Derzeit beherberge ich zwei Katzen - die niemand mehr wollte, Fische - die man "ins Klo spülen" wollte und eben Emily, die ICH unbedingt haben wollte. So lange ich diesen kleinen Mäusen ein artgerechtes Leben bieten kann werde ich auch weiterhin Tieren in Not ein zuhause gewähren.
Herzliche Grüße,
Tiamat