@DSH Bauer :
Der Weg von Schnauzermädel ist bestens geeignet, wenn ich nur mit einem Befehl arbeite, der dann aber ein unbedingter ist. Habe ich aber die Wahl zwischen bedingtem (Komm) und unbedingtem Befehl (Hier), dann nehme ich im Zweifel den bedingten Befehl. Kommt der Hund dem nicht nach und geht durch, dann bleibt nichts als abwarten und Tee trinken. Ist der Hund dann aber zurück, Down und Anschiss. Hier ist er wieder in meiner unmittelbaren Nähe und kann sich dem unbedingten Befehl auch nicht entziehen. Der Hund bleibt also so lange liegen, wie ich es für richtig befinde und er bleibt auch liegen.
Klar, das ist Strafe, gewissermaßen negatives Lob. Da sehe ich aber keine Schwierigkeit solange das Lob überwiegt. Wir bekommen im täglichen Leben auch oft genug ein "Das war Schei.." zu hören ohne deshalb seelisch oder sonstwie zu Grunde zu gehen.
Down und Anschiss halte ich persönlich für ungeeignet.
Einfacher Grund dafür ist: ich gebe meinem Hund einen unbedingten "Befehl", bin mir nach sorgfältigem und beschriebenen Trainingsaufbau sicher, dass Hund kommt und er dreht wegen Wildspur zwei Meter bevor er bei mir ist nun doch ab, geht seinem Instinkt (sozusagen) nach. Ich stehe da, wie blöd, Rückruf ist versaut- glaube ich, was aber nicht stimmt (Hund folgt seinem Instinkt- nimmt in diesem Moment nur noch seine Welt wahr, also nicht mehr ansprechbar).
Natürlich rufe ich kein zweite Mal, es sei denn, es sind Leute in der Nähe, die einen Rückruf durch Herrchen/Frauchen erwarten.
Dann werde ich irgendwelche Worte "rufen, schreien...", aber bestimmt nicht meinen unbedingten "Befehl" (ich mag das Wort Befehl nicht).
Egal- Hund kommt nach zwei Minuten oder Stunden

zurück.
Wenn ich ihn jetzt strafe, was verknüpft er?
Ich ignoriere ihn ganz einfach. Meistens kommt er wortlos an die Leine- ist halt Situationsabhängig.
Den letzten Satz, dass wir Menschen im Leben auch genug Anschiss bekommen, halte ich für überflüssig.
L.G., Claudia