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Wie bestrafe ich eine "Jägerin", oder nicht?

Alles rund um Haltung & Ausbildung & Erziehung.

Moderator: DF-Mods

Wie bestrafe ich eine "Jägerin", oder nicht?

Beitragvon Mister Pancake » 05.07.2009 20:24

Hallo zusammen,


meine kleine Terrier-Mischlings-Hündin jagd recht stark.
Ablenkung trainieren wir mit Futterbeutel in jeglicher Art und das klappt auch gut.
Allerdings gibt es immer wieder Situationen in denen Ihr Jagdtrieb stärker ist als die Ablenkung von mir mit dem Futterbeutel.
Wenn sie dann zurückkommt weiß ich nicht genau wie ich mich verhalten soll?
Soll ich sie bestrafen indem ich die Leine einklinke und der Spaziergang sofort zurück nach hause geht?
Oder soll ich sie loben, dass sie zurückgekommen ist?

Vielen Dank für Eure Antworten
Mister Pancake
(Themenstarter)
 
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Beitragvon Mikah » 05.07.2009 20:35

Bestrafen auf keinen Fall, da sie ja wiedergekommen ist un das sonst falsch verknüpfen würde.

Wenn es noch so schlimm ist, arbeite doch an der Schlepp.
Mikah
 
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Beitragvon schwuppi » 05.07.2009 20:35

ich hatte bis vor ein paar jahren nen fox terrier... den jagd instinkt habe ich nie wirklich raus bekommen ...sie ist 18 jahre alt geworden... wenn ich sie für das wieder kommen gelobt habe, ist das meines erachtens besser gewesen als das bestrafen....habe ich sie für das wiederkommen gelobt war sie wenigstens für die zukunft abrufbar...wenn auch nicht sofort...das bestrafen hat so null gebracht....bella wusste nicht wofür ich sie bestraft habe...und ist bis zum schluss jeder hasenspur hinterher.... nach gefühlten 100x rufen kam sie dann endlich... :schockiert:
Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst Du, o Mensch sei Sünde.
Ein Hund bleibt Dir im Sturme treu,
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schwuppi
 
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Beitragvon picominchen » 05.07.2009 20:36

Solange deine Hündin nicht zuverlässig abrufbar ist, solltest du sie an die Schleppleine nehmen.

Schau mal hier, da ist das Schleppleinentraining toll erklärt.

http://www.dogforum.de/ftopic6607.html

Beim Zurückkommen solltest du immer loben, wenn auch zähneknirschend. ;)
Liebe Grüße Stephi


Mali & Teddy

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.
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picominchen
 
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Beitragvon shenja » 05.07.2009 20:53

genau schleppe, und wenn sie zurückkommt feier eine party, nicht dass sie meint dass es schlecht ist zurückzukommen, kannst ja mit ner piepstimme, die dem hund gefällt alles möglich aus dir rauslassen, sie wird dich ja nicht verstehen und denken es wäre toll :)
shenja
 

Beitragvon Faesa » 05.07.2009 21:26

Ein Hund darf nicht jagen, ein Hund der jagt, gehört gesichert und du als Halter bist dafür verantwortlich, dass dein Hund nicht jagt und damit keine Wildtiere gefärdet (und sei es nur durch den Schocktod durchs Hetzen, gerade bei Hasen keine Seltenheit).

Es gibt einen riesigen Anti-Jagt-Thread, schau da mal rein. Du musst ihn auch nicht von vorne bis hinten lesen, vorne ein paar Seiten und dann hinten und du solltest gut mitmischen können. Fragen werden da auch gerne doppelt und dreifach beantwortet.

Warum kann ich mich so weit aus dem Fenster lehnen? Weil ich seit fast 1 Jahr Anti-Jagt-Training mache, weil ich es mittlerweile geschafft habe, dass mein Hund die Kaninchen auf der Wiese hinterm Haus ignoriert und sie in Feldern und unbekannten Gebieten auch nach 1 Jahr noch an der Schleppleine läuft. Wo ich Wild nicht ausschließen kann, ist sie gesichert.

Jedes Jagen, jedes Hetzen, jede Spur ist selbstbelohnend und weit mehr wert, als jedes Leckerli von dir, mit jedem dieser Erfolge wird das Verhalten damit gefestigt und schwerer wieder herauszubekommen. Gib deinem Hund daher keinen Erfolg mehr, weder für dich und deine Erziehung, noch für die Wildtiere.

Ein kleines PS noch als Denkanstoß: in der Theorie dürfen Jäger jagende Hunde, die nicht mehr abrufbar sind (und das schreibst du ja, dass deiner nicht mehr ist) erschießen. Kaum einer wird das tun, aber das Recht hätte er. Hunde haben nicht mehr Rechte als Wildtiere und letztere verdienen in Ruhe gelassen zu werden - gerade und erst recht in der Brut und Setzzeit.
~~~~~~What you give is what you get~~~~~~
Kritik an anderen hat noch nie die eigene Leistung erspart
***Lena - Labrador-Dalmatiner-X-Mix geb. 06/2007***
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Beitragvon Jurena » 06.07.2009 08:49

Ich würde dir auch zum SL-Training raten.

Wenn der Hund doch mal weg ist eher nicht rufen (Meiner denkt dann "Ah, sie ist noch da und wartet, also kein Grund zur Eile..."), an der Stelle warten wo er abhanden gekommen ist.

Anti-jagd-training ist ziemlich komplex, klick dich hier mal durch, da findest du sicher einiges dazu...
Jurena
 
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Beitragvon Iris + Berny » 06.07.2009 09:19

Mein Terrier ist auch ein echter Jäger. Wir haben jahrelang Schleppleine geübt, geclickert, Grundgehorsam verbessert und geübt wie die Irren.

Fazit: er hört wirklich, wirklich gut.... aber wenn er sicher ist ein Viech zu erwischen, zischt er ab und 4 Sekunden später ist das Tier tot (und das obwohl der Hund jetzt 13 ist und starke Arthrose hat).

Also immer an der Leine. So gut kann der gar nicht hören, im Zweifelsfall brennt er dann doch wieder durch.
Grüsse,
Iris + Huskies Jaakko (Rüde, 14 Jahre), Roots (Rüde, 12 Jahre), Daika (Hündin, 4 Jahre), Ebi(shkaja) (Hündin, 3 Jahre) und Ewok (Rüde, 2.5 Jahre) und Katze Isis (16 Jahre)
Berny, Riesenyorkie-rüde, mit 15 Jahren in den Hundehimmel gegangen
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Beitragvon Jurena » 06.07.2009 09:27

@ Iris
Was sind das denn für Tiere die dein Yorkie in 4 Sekunden zur Strecke bringt??? =)
Jurena
 
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Beitragvon lillydog » 06.07.2009 09:44

@Iris:
hm, ich denke nun, aus unserem "Jäger" ist das Jagen auch nicht rauszubekommen. Er hatte leider schon Jagderfolg.
Heißt also zu Hause im Garten auch immer anleinen (Schleppleine), oder?

LG Petra mit Max
lillydog
 
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