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Wenn Passanten eure Hunde schlagen...

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Moderator: DF-Mods

Re: Wenn Passanten eure Hunde schlagen...

Beitragvon nagenasen » 10.04.2011 14:02

gisszmo hat geschrieben:Grundlos wird wohl kaum jemand einen Hund treten/schlagen. Aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren.


Auch wenn ich es selbst erschreckend finde, dass es so ist: In was für einer naiven Weltvorstellung lebst Du? Schonmal Nachrichten gesehen? Es gibt Jugendliche, die völlig grundlos Obdachlose TOTSCHLAGEN - einfach nur so, aus Langeweile, Perspektivlosigkeit, Fehlsozialisierung oder was auch immer... Wie naiv muss man sein, um wirklich zu denken, dass niemand einen Hund grundlos schlagen oder treten könnte?

Sorry... aber diese Aussage entsetzt mich fast noch mehr als das ganze Thema an sich.

Zum Thema: Das Problem hab ich mit meiner Kleinen wohl eher weniger, die muss ich eher vor den 'ach ist die Süß' Streichelattacken retten / beschützen. Und naja... Leute, die den kleinen Hund rücksichtslos fast umrennen bzw. mit dem Radüberfahren OBWOHL sie auf der Seite neben mir läuft, ich einfach nur weiter gehe und meist sogar noch freundlich grüße (sofern die Konzentration auf die Kleine es zulässt) sind mir leider in den grade mal zwei Tagen auch schon begegnet. 'Bedrohlich' oder aggressiv wirken mit Sicherheit weder ich mit meinen 1,50 noch Klein-Lilly mit ihrem niedlichen Gesicht und ihren vielleicht 35 cm - zumal ich grundsätzlich automatisch freundlich grüße, daran bin ich schon vom Ausreiten gewöhnt - fördert die Toleranz / Akzeptanz ungemein. (Ok, der große Hund, der ungeleint und ohne Besitzer in Sicht heute meinte, er müsste die total verunsicherte Kleine erstmal beschnuppern, fand mich 'bedrohlich' genug und hat die Kleine in Ruhe gelassen, als ich mit entsprechender dominanter Körperhaltung (kommentarlos und ohne ansonsten irgendwas zu machen) einen Schritt auf ihn zu bin, obwohl mir der fast bis zur Hüfte ging - aber das ist ja nochmal was anderes. ;) )
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Re: Wenn Passanten eure Hunde schlagen...

Beitragvon Korny » 20.05.2011 12:08

Hab da auch nochwas beizutragen. In meiner Heimatstadt, wird es immer Hundefeindlicher...seit dort eine Bürgermeisterin sitzt, die panische Angst vor Hunden hat, darf man seinen Hund zum Beispiel nirgendwo mehr von der Leine machen. Völlig egal ob man einen Wesenstest, BH-Prüfung oder sonst was vorzulegen hat. Die Menschen dort werden Hunden gegenüber immer mehr aggro. Hatte dort schon mehrmals die Erfahrung das mein Hund getreten wurde...einfach so...weil es ein "scheiß Köter" war. Einmal kam mir eine Frau mir Rad aus einer Einfahrt entgegen die meinem kleinen Terriermix, mit dem Rad eins überziehen wollte. Hätte ich ihn nicht mit der Leine weggezerrt, weil die Dame schon so auf uns zukam, wäre er vermutlich beim Tierarzt gelandet. Wie Krank können Menschen in ihren Hirnen eigentlich sein, das man ein Erwachsenenfahrrad nach dem Hund wirft? :grumbleshield:

Stell aber auch immer mehr fest, das in der Stadt die Hundezahlen scheinbar zurück gehen. Tierheime sind dort immer voll...die Leute schaffen natürlich nur wegen dem Geld ihre Tiere ab. HAHA fast jeder Hundehalter den ich dort kenne musste schon mind. 1mal ein fettes Bußgeld zahlen. Denn wenn einen das Ordnungsamt dort kontrolliert, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, das wenige Tage später ein Brief da ist über 73,50€ weil man die Hinterlassenschaften seines Hundes nicht weggeräumt hat. Völlig egal ob´s stimmt oder nicht, zahlen muss man sowieso. Weil wem wird wohl geglaubt? Dem HH, meist ohne Zeugen, oder den Damen vom Ordnungsamt die immer zu zweit unterwegs sind? :/

Könnte mir gut vorstellen das genau aus solchen Gründen die Tiere abgeschafft werden. Ich musste damals 10 Sozialstunden machen, weil ich das Bußgeld nicht zahlen konnte. Da ging es noch um meinen 14Jahre alten Collie, der oh schreck, ohne Leine durch den Park gehumpelt ist. Sie hatte so ein lockeres Lederwürgehalsband...das ist ihr über den Kopf gerutscht als mich die Polizei ranrief um zu Prüfen ob der Hund angemeldet ist. Hat natürlich gepasst....

Naja lange Rede kurzer Sinn...auf jedenfall passieren dort ständig Sachen, das der Hund angefeindet wird...und man kann froh sein nur vollgekeift zu werden, ohne das der Hund gleich nen Tritt mitkriegt.
Man kann ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht.
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Re: Wenn Passanten eure Hunde schlagen...

Beitragvon jUli&Nero » 20.05.2011 12:47

ich finde irgendwie auch das Deutschland immer hundefeindlicher wird. :/
Überall werden Hundesteuern erhöht, Leinenzwang ist auch schon in kleineren Gemeinden nichts neues mehr und Anfeindungen bekommt man als HH auch sehr oft zu spüren.
Wohnungssuche mit Hund ist heutzutage auch ein Lotteriespiel :hilfe:
Den Hund irgendwo mitnehmen können? Steht doch überall "Hunde verboten" auch in Naturparks oder einigen öffentlichen Grünanlagen.
Die Medien wie die "BLÖD" hetzen auch sehr gerne gegen Hunde (zB. das neulich in Hamburg)..
Ne Bekannte wurde neulich mit ihrer Rottihündin von einer Passantin mit Steinen beworfen weil ja ihr "Kindertöterhund" nichts anderes verdiene...
es grüßen Juli mit
Samojede Unikat Nero of Whiteline & American Staffordshire Terrier Fila!
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Gegen Rassendiskriminierungen - auch bei Hunden!
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Re: Wenn Passanten eure Hunde schlagen...

Beitragvon Juggernaut » 20.05.2011 14:04

Boahr beim Lesen so mancher Geschichten ist mir echt der Hemdkragen geplatzt! Ich kann jeden einzelnen, voreingenommenen Hundehalter verstehen, der die Erfahrung von sinnloser, unangebrachter Gewalt an seinen Schützlingen gemacht hat.

Ich verstehe auch Menschen die Hunde nicht mögen, doch wenn man sich gegenseitig umgeht ist alles okay. Diese Provokationen hingegen (Dem Goldie mal eben in den Bauch treten, provokant mit Stöcken drauf zu ect) wären in meinem Fall in einem Blutbad geendet. Ich kann verstehen dass ich gerade stehen muss, wenn sich meine Hunde nicht gut verhalten, aber wenn meine Hunde provoziert und angegangen werden, ohne dass diese Interesse am Aggressor zeigten, klinkts bei mir aus und mein böser böser Kampfhund müsste MICH in diesem Fall zurückhalten.

Ich bin froh, zum Wohle meiner Hunde, mir und meiner Umwelt, dass mir sowas noch nicht widerfahren ist! Zum Glück sind die Menschen so hart voreingenommen dass sie nicht den Stafford eines großen, tättoowierten Glatzkopfes angehen. Das Klischee in den Köpfen solcher Menschen, bewahrt uns in diesem Fall vor Eskalationen.

Mir tuts leid für jeden Hund und jeden Halter in diesem Thread, der solche Erfahrungen sammeln musste :(
Viele, die ihr ganzes Leben der Liebe widmen, können uns weniger über sie sagen, als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat.

American Staffordshire Terrier Batista *07.01.2010
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