Das ist ja ne interessante Frage....
Ich nehme, ähnlich wie viele andere hier, am Wort
"Hundefüher" so meinen Anstoß, eben weil auch ich finde, dass das irgendwie sehr negativ belegt ist (Drill, bedingungslose Unterordung, Alphagehabe, Starkzwang) - dennoch sehe ich mich in gewisser Weise als solchen. Schließlich "führe" ich meinen Hund durchs Leben, ich leite ihn, gebe ihm einen Weg vor, nehme ihm (zur eigenen Sicherheit und um ihm Stress zu ersparen) alle wichtigen Entscheidungen ab.
Vielleicht trifft es aber auch
"Rudelführer" etwas besser - ich leite das Rudel (wenn auch nur aus 2 Mitgliedern bestehend) und mein ewigwährender Schnösel Skadi ist frei von Verantwortung.
Orientiere ich mich in diesem Zusammenhang an einem Wolfsrudel bin ich damit verbunden natürlich auch
"Mama".
Natürlich bin ich liebevoll wie eine Mutter und auch mütterlich besorgt. Ich bezeichne mich ab und an auch scherzhaft als solche.
Ich distanziere mich jedoch von (fast) allem vermenschlichenden mammrigen Getue.
Als
"Frauchen" bezeichne nur ich mich selbst in der Öffentichkeit- und das auch nur weil's der gängige Begriff ist...."Hundehalter" bin ich vor allem für alle "Nicht-Hundehalter".
Als
"phöses Frauchen" bezeichnet mich Skadi mit Sicherheit ab und zu.
Ich bin mit Sicherheit häufig
"Chef" oder
"Boss" , jedoch versuche ich ein gerechter, humorvoller und nachsichtiger Vorgesetzter zu sein.
Den Begriff
"Abteilungsleiter" halte ich in Bezug auf meine Situation mit Hund und den Umgang mit Hunden im Allgemeinen für zu menschlich, steif und bürokratisch.
Zum Begriff
"Freizeitkrauler" habe ich irgendwie keine Meinung. Vielleicht versteh ich den Begriff auch einfach nur nicht...
"Tierfreund" bin ich mit Sicherheit - lasse mich aber in keine Fall auf
"Dosenöffner" oder
"Kacktütchenträger" reduzieren - weder von meinem Hund, noch von Außenstehenden.
Wie man sieht, bin ich in meinen Augen vieles, wenn auch nicht alles
