von Aleaforever » 27.01.2012 17:27
Hallo,
ich bin neu hier im Forum. Meine Eltern und ich mussten am Dienstag leider unsere über alles geliebte Hovihündin Alea einschläfern lassen. Wir sind Todtraurig und total am Ende. Sie hatte Krebs und durfte nur 9 Jahre alt werden. Zwei Tage vor ihrem Tod ging es ihr so schlecht, dass wir es für das Beste gehalten haben, sie gehen zu lassen, denn wir wollten nicht, dass sie leiden muss. Eigentlich wollten wir sie schon einen Tag vorher erlösen lassen, doch unsere Tierärztin machte uns noch einmal Hoffnung, jedoch ging es ihr am nächsten Tag so schlecht, dass wir keine andere Wahl mehr hatten. Sie konnte tage davor nicht mehr fressen und hat dauernd nur noch gebrochen, was aber am Morgen vor ihrem Tod aufgehört hat. Wahrscheinlich hatte sie dazu keine Kraft mehr. Bevor wir dann zu unserer Tierärztin gefahren sind, konnte sie auch nicht mehr laufen, so schwach war sie. Es tat so weh, sie so hilflos zu sehen. Es war schrecklich, wie sie dauernd versucht hat, aufzustehen, es aber nicht geschafft hat und dann herzzerreißend gejammert hat, so als wäre sie darüber frustriert. Es tat in der Seele weh, da wir Alea all die Jahre als fröhliche und temperamentvolle Hündin kannten, die durch nichts kaputtzubekommen war. Ein Glück kam dann auch ein Bekannter meines Vater, der uns geholfen hat, Alea ins Auto zu bringen, damit wir endlich zum Tierarzt fahren konnten. Dort angekommen, kam die Tierärztin runter in die Tiefgarage. Alea lag im Kofferaum und hat uns aus ganz traurigen Augen angesehen. Die Ärztin sagte, sie hätte sich selber aufgegeben, aber sie wollte noch einen letzten Versuch starten. Ich ging mit der Ärztin und ihrer Helferin hoch in die Praxis und wir versuchten zu dritt, Alea auf die Beine zu stellen. Sie sackte jedoch sofort wieder in sich zusammen. Da wussten wir dann sicher, dass wir sie gehen lassen müssen. Ich hab die ganze Zeit nur geweint. Als sie dann in der Praxis auf einer Decke am Boden lag, hab ich mich zu ihr runter gelegt, um mich ein letztes Mal an sie zu kuscheln und mich von ihr zu verabschieden. Sie hatte ihr Leben lang immer so gern geschmust. Ich hab so geweint. Als mein Vater dann auch da war, sagte er, er soll sie noch mal streicheln, aber er konnte es nicht. Er war so traurig, dass wir sie verlieren, dass er das nicht mehr geschafft hat. Später hat er sich deswegen die größten Vorwürfe gemacht. Sogar unsere Tierärztin und ihre Helferin haben geweint. Beide kannten Alea von klein auf und haben sie geliebt. Kurz drauf fragte sie, ob sie anfangen könne. Ich blieb bei Alea, weil ich wollte, dass sie weiß, sie ist nicht alleine. Schließlich war sie ihr Leben lang auch immer für mich da, wenn es mir schlecht ging. Mein Vater stand ein paar Meter hinter mir, ich musste das also ganz alleine schaffen, aber es machte mir nichts aus. Alea war mein Mädchen. Ich hab sie so geliebt. Als Benny starb, hielt mein Vater ihn damals im Arm. Ich hab die ganze Zeit ihr Köpfchen gestreichelt und leise mit ihr geredet. Sie hatte schon am Vortag eine Braunüle gesetzt bekommen und die Tierärztin verabreichte ihr drei Spritzen. Wir vertrauen unserer Tierärztin und wir wissen, dass sie unserem Hund nie weh tun würde. Nach der dritten Spritze passierte aber etwas komisches: Die ganze Zeit lag Alea still da, nur auf einmal hob sie plötzlich ihren Kopf, so als wäre sie erschrocken, aber dann sank er ganz langsam auf den Boden zurück und sie war tot. Was war das? War das eine Art letzter Reflex? Ich bekomm das Bild nicht mehr aus meinem Kopf. Als unser erster Hund eingeschläfert wurde, hat er das nicht gemacht. Er ist die ganze Zeit ruhig liegen geblieben und er wurde genauso eingeschläfert wie Alea. Reagieren da Hunde vielleicht unterschiedlich? Ich bin mir aber sicher, dass sie keine Schmerzen hatte, nur hat mich das schon erschreckt.