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Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an?

Alles rund um Probleme mit Euren Hunden.

Moderator: DF-Mods

Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an?

Beitragvon BonnyAndCharlie » 03.02.2012 09:43

Hallo zusammen,

da ich nun Weibchen und Rüde habe, dazu noch Geschwister, müssen wir uns entscheiden Kastration oder Sterilisation und ob bei Ihm oder Ihr. Wollen ja keine Vermehrer werden :-) ! Und dazu noch Inzüchter!
Laut meinem Tierarzt ist frühestens ab dem 6.Monat da was zu machen. (So ein Mist das die Tierchen so Frühreif sein können :verzweifelt: )

Haben uns nach langer Überlegung für die Sterilisation des Rüden entschieden.

Leider musste ich feststellen das mein Tierarzt nur Kastrationen durchführt und dies in Deutschland wohl auch üblich ist.

Meine Frage nun:

Warum ist es in Deutschland üblich? Bringt die Sterilisation bei Rüden auch ein erhötes Krebsrisiko mit wie bei den Weibchen, oder gibt es andere Gründe?

Und wie habt ihr eure Hundepärchen gegen vermehrung geschützt und weshalb habt ihr euch so entschieden?
Ich persönlich tendiere ja eher zu kastration des weibchens, da meiner Meinung nach somit einmal die halbjährliche periode ausbleibt, das weibchen eh die frechere von beiden ist und wir somit wirklich sicher vor eigenem Nachwuchs sind, aber meine Frau sagt wegen der schwere des Eingriffs (Bauch-OP) spielt sie da nicht mit.
Naja Eierweg ist auch nicht schön und ich sehe keinen Grund Charlie ruhiger zu stellen da er eh der liebere von beiden ist, also deshalb der kompromiss sterilisation des Rüden.

Nun Gut jetzt kennt ihr meine Meinung und ich bin gespannt auf Eure.

Gruss BonnyAndCharlie
Du sollst nicht erzürnen über diese Welt. Sie kümmert sich nicht drum. So ordne, was da kommt, in deine kleine Welt, und du wirst glücklich sein.
Plutarch von Chäronea (etwa 50 - 120 n. Chr.)
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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon Helfstyna » 03.02.2012 10:10

Im Grunde genommen hat die Sterilisation beim Rüden keine Gesundheitlichen Nachteile - bei der Hündin auhc nicht wirklich, auch wenn gerne mit dem Schreckgespenst Krebs gedroht wird.
Allerdings sitzt in den Köpfen immer noch fest, dass die Kastration ageblich soviele verhaltenstechnische Vorteile hätte :muede:

Viele TAs bieten die Sterilisation nicht an, weil in der Regel nicht mehr danach gefragt wird.

BonnyAndCharlie hat geschrieben:Laut meinem Tierarzt ist frühestens ab dem 6.Monat da was zu machen. (So ein Mist das die Tierchen so Frühreif sein können :verzweifelt: )


Aber auch bei einer Sterilisation würde ich auf jeden Fall noch länger warten und nicht einen 6 Monate alten Hund in Narkose legen lassen.

BonnyAndCharlie hat geschrieben:Und wie habt ihr eure Hundepärchen gegen vermehrung geschützt und weshalb habt ihr euch so entschieden?


Ich hab Türen.
Obsequium amicos, veritas odium parit

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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon muecke » 03.02.2012 10:13

Hier gibt es einige, die intakte Päärchen halten. Also so unmöglich ist das nicht :D

Ich persönlich würd wahrscheinlich auch eher auf Management statt auf OP setzen.
LG
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In meiner Welt bin ich normal...
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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon DarkAngel89 » 03.02.2012 10:16

Helfstyna hat geschrieben:Viele TAs bieten die Sterilisation nicht an, weil in der Regel nicht mehr danach gefragt wird.

Kann ich so unterschreiben. Habe meinen TA deswegen auch mal angesprochen. Es ist mittlerweile recht unüblich geworden zu sterilisieren.

BonnyAndCharlie hat geschrieben:Und wie habt ihr eure Hundepärchen gegen vermehrung geschützt und weshalb habt ihr euch so entschieden?

Meine Hündin ist kastriert, das war sie aber auch schon bevor der Rüde hier einzog bzw. überhaupt bekannt war das ein Rüde hier einzieht. Grund dafür war zum Einem das ich während ihrer Läufigkeit öfter mal freilaufende Rüden an mir kleben hatte und zum Anderen sie fast jedes Mal nach der Läufigkeit scheinschwanger war.
Liebe Grüße von mir
und meiner tierischen Bande
*Klick*

Man hat mir gesagt das irgendwann die schönen Erinnerungen überwiegen
Aber Niemand hat mir verraten dass das Irgendwann so lange dauern würde

In ewiger Erinnerung an all meine Vorausgegangenen
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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon pheaven » 03.02.2012 10:18

muecke hat geschrieben:Hier gibt es einige, die intakte Päärchen halten. Also so unmöglich ist das nicht :D

Ich persönlich würd wahrscheinlich auch eher auf Management statt auf OP setzen.



Ich nicht, das wäre mir zu stressig und unsicher.
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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon BonnyAndCharlie » 03.02.2012 10:20

Helfstyna hat geschrieben:Aber auch bei einer Sterilisation würde ich auf jeden Fall noch länger warten und nicht einen 6 Monate alten Hund in Narkose legen lassen.


Naja ich wurde selber schon mehrmals schlafen gelegt, meine Vorhunde auch, da mach ich mir echt keine Sorgen drum. Das mit der Nakose haben die wohl im Griff, mir macht eher sorgen das der Hund von mir hingebracht wird beduselt aufwacht dann schmerzen hat. :omg:

Helfstyna hat geschrieben:Ich hab Türen.

Auch ne Variante, aber mit 10 Jährigen Kindern? Ich weis net. Das hört sich an als wenn ich ein Kondom auch umdrehen kann! :omg:
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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon Trollmann » 03.02.2012 10:23

Gerüchteweise habe ich gehört, dass sich für einen Tierarzt eine Sterilisation nicht rechnet.
Der Verrechnungssatz, der in der Ordnung genannt wird, steht nicht im Verhältnis zum Aufwand.

Aber wie gesagt, dass ist mir gerüchteweise zu Ohren gekommen.
Ich will raus - mit Riku, meinem Schapendoes
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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon Helfstyna » 03.02.2012 10:25

Naja so harmlos ist eine Narkose auch nicht und ich hoffe, dass kein TA einen Hund kastrieren/sterilisieren wird in dem Alter.

Das mit den kindern hätte man sich eben im Vorfeld überlegen müssen, bevor man sich ein Pärchen holt.
Und auch wenn einer der beiden sterilisiert ist, heißt dass nicht zwingend, dass du nicht trotzdem trennen musst. Selbst wenn die Samenleiter durchtrennt sind, kann es gut sein, dass dein Rüde weiterhin sexuell aktiv ist und bei jeder Gelegenheit versucht die Hündin an den Stehtagen zu decken.
Trächtigkeit wird nicht folgen, Ruhe und Entspannung sieht aber auch anders aus.
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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon *Baghira* » 03.02.2012 10:59

BonnyAndCharlie hat geschrieben:Hallo zusammen,

da ich nun Weibchen und Rüde habe, dazu noch Geschwister, müssen wir uns entscheiden Kastration oder Sterilisation und ob bei Ihm oder Ihr. Wollen ja keine Vermehrer werden :-) ! Und dazu noch Inzüchter!
Laut meinem Tierarzt ist frühestens ab dem 6.Monat da was zu machen. (So ein Mist das die Tierchen so Frühreif sein können :verzweifelt: )

Wenn schon, dann bitte nicht so früh : / Lass der Hündin oder dem Rüden wenigstens Zeit erwachsen zu werden, bei einer Hündin habe ich im Kopf 3 Läufigkeiten *grübel

Haben uns nach langer Überlegung für die Sterilisation des Rüden entschieden.
ggf ginge auch ein Chip fürs Erste?

Leider musste ich feststellen das mein Tierarzt nur Kastrationen durchführt und dies in Deutschland wohl auch üblich ist. In Deutschland ist es gesetzlich verboten einem Tier wissentlich Schmerzen zuzufügen (nette Frage im Sachkundenachweis.grins) Daher ist eine Amputation eines gesunden Organs eh recht fragwürdig und verboten (im Grunde....man verbessere mich)

Meine Frage nun:

Warum ist es in Deutschland üblich? Bringt die Sterilisation bei Rüden auch ein erhötes Krebsrisiko mit wie bei den Weibchen, oder gibt es andere Gründe? Ich kanns nciht mehr hören, krebsrisiko, Mumpitz...gibt hier viele Threads, wo die maginalen Unterschiede gelistet sind, kastra oder nicht. Und schonmal an mögliche Nebenwirkungen gedacht? Hudn wird als asexuel gesehen, Hündin könnte inkontinent werden, etc.pp

Und wie habt ihr eure Hundepärchen gegen vermehrung geschützt und weshalb habt ihr euch so entschieden?
Ich persönlich tendiere ja eher zu kastration des weibchens, da meiner Meinung nach somit einmal die halbjährliche periode ausbleibt, das weibchen eh die frechere von beiden ist und wir somit wirklich sicher vor eigenem Nachwuchs sind, aber meine Frau sagt wegen der schwere des Eingriffs (Bauch-OP) spielt sie da nicht mit. Muss immer schmunzeln, die meisten Kerle schnibbeln lieber am Weib rum,als dem Kerl seine Eier zu nehmen... Läufigkeit ist nicht so schlimm, mMn. Alles händelbar.
Naja Eierweg ist auch nicht schön und ich sehe keinen Grund Charlie ruhiger zu stellen da er eh der liebere von beiden ist, also deshalb der kompromiss sterilisation des Rüden. Kastra und verhalten ändern klappt auch nicht immer zwingend, ich würde die Hunde dann eher erziehen ^^

Nun Gut jetzt kennt ihr meine Meinung und ich bin gespannt auf Eure.
Liebe Grüße aus der Sicht einer Hündinnenbesitzerin, unkastriert, beide x D
Gruss BonnyAndCharlie


EDIT:

kastration-oder-sterilisation-bei-hundin-t128761.html

und vllt interessant:
auslastung-aussie-welpe-t133530.html
laufig-was-benutzt-ihr-t133039.html
Viele Grüße Sabrina
mit Zwergwidder-Extremschmusern Linus & Merlin, Schattenhund Baghira und Seelenpferd Sky

Man kann in Tiere nichts hineinprügeln, aber erstaunlich viel aus ihnen herausstreicheln.

Baghira hat nen Fotofred...
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Re: Warum bietet mein Tierarzt nur Kastrationen von Rüden an

Beitragvon *Baghira* » 03.02.2012 11:03

ich zitiere mal wen :)

SheltiePower hat geschrieben:
my-bounty hat geschrieben:
Ich bin bei dem Thema jetzt auch nicht so firm wie andere hier, aber es gab da mal ne super Aufstellung über Vor-und Nachteile einer Kastration von tagakm, glaub ich zumindest, die hat mir sehr geholfen! Vielleicht findet die jemand und kann sie hier reinkopieren!?



Gefunden!

Hier:


tagakm hat geschrieben: Rein gesundheitliche Aspekte der Kastration:

Vorteil einer Kastra bei Rueden


- eliminiert das schmale Risiko ( < 1%) an Hodenkrebs zu sterben
- reduziert das Risiko fuer nicht-krebsartige Prostata Probleme
- reduziert sehr wahrscheinlich das Risiko Diabetes zu entwickeln (daran wird noch geforscht)

Nachteile:

- wenn der Hund vor dem 1. Lebensjahr kastriert wird erhoet sich das Risiko fuer Knochenkrebs
- erhoehtes Risiko fuer Herztumore
- verdreifacht das Risiko fuer Hypothyreose
- erhoehtes Risiko fuer "Altersdemenz"
- verdreifacht das Risiko fuer Uebergewicht
- vervierfacht das Risiko fuer Prostatakrebs
- verdoppelt das Risiko fuer Harnwegkrebs
- erhoeht das Risiko fuer Orthopaedische Schaeden
- erhoeht das Risiko auf Impfstoffe eine schlechte Reaktion zu entwickeln


Huendinnen, Vorteile

- wenn vor dem 3. Lebensjahr kastriert reduziert es das Risiko fuer Mammartumore
- reduziert fast gaenzlich das Risiko fuer Pyometra (rund 23% aller unkastrierten Huendinnen entwickeln Pyometra)
- redziert das Risiko fuer perianale Abszesse
- reduziert das (schmale) Risiko fuer Gebaehrmutter-, Eierstock- und Gebaehrmutterhals-krebs

Nachteile fuer Huendinnen:

- wenn es vorm 1. Lebensjahr gemacht wird erhoeht es das Risiko auf Knochenkrebs
- erhoeht das Risiko auf Milzhaemangiosarkom (Krebs) und Herzkrankheiten
- verdreifachtes Risiko fuer Hypotheorese
- erhoehtes Risiko auf Uebergewicht
- verursacht Inkontinenz in 4-20% aller kastrierten Huendinnen
- erhoeht das Risiko fuer Harnwegsentzuendungen
- erhoehtes Risiko fuer vaginale Dermatitis, Vaginitis, vor allem wenn vor der Pubertaet kastriert wird
- verdoppelt das Risiko fuer Harnwegtumore
- erhoeht das Risiko fuer orthopaedische Krankheiten
- erhoeht das Impfstoff Risiko wie bei Rueden



Schöne Grüße noch
SheltiePower
Viele Grüße Sabrina
mit Zwergwidder-Extremschmusern Linus & Merlin, Schattenhund Baghira und Seelenpferd Sky

Man kann in Tiere nichts hineinprügeln, aber erstaunlich viel aus ihnen herausstreicheln.

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