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Wann wird Hündin das erste mal Läufig?und wann kastrieren?

Alles rund um Welpen & Junghunde.

Moderator: DF-Mods

Wann wird Hündin das erste mal Läufig?und wann kastrieren?

Beitragvon Bellissimare » 24.01.2009 00:33

Hallo,
kann mir jemand sagen wann eine Hündin das erste mal Läufig wird?
Ausserdem Frage ich mich wann lasse ich meine Hündin kastrieren?Vor der ersten Läufigkeit?Was hat das für Vorteile und Nachteile?Bleibt sie dann Kindisch? Bekommt Sie trotzdem ihr Erwachsenen Fell? Fragen über Fragen
Liebe Grüsse
Andrea

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Beitragvon MephistaMF » 24.01.2009 00:37

Zum ertsen Mal läufig wird eine Hündin imzwischen dem 6. und 20 Monat irgend l...wie bei uns Menschen gibt es auch unter den Vierbeinern solche, die etwas früher dran und eben Spätzünder...
Smilla war auf den Tag genau 12 Monate
zum thema kastrieren gibt es hier schon soooo viele Threads...schau dich einfach mal um... :roll:
Alles Schöne im Leben ist illegal, unmoralisch oder macht dick
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Beitragvon Krabbi » 24.01.2009 00:41

Kleine Hunde sind ja eher ausgewachsne als die Großen, werden auch meistens recht früh das erste mal Läufig.

Maya, Havanesermädchen hatte die erste Hitze mit 8 Monaten.......heißt aber nicht, dass sie danach erwachsen war. Ein krass verändertes Verhalten sehr zum positiven hatte sie erst so kurz vor ihrem zweiten Geburtstag im letzten August.......zwei Monate vor ihrer vierten Hitze.



LG Doris
Krabbi
 
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Beitragvon Peewee » 24.01.2009 08:54

Hallo,

meine Schnöggi (Malteser-Mix) wurde mit 7 Monaten das erste Mal läufig. Anzeichen dafür gab es überhaupt keine, morgens noch mit 2 intakten Rüden gelaufen und ein paar Stunden später fing sie an zu bluten.

Wegen der Frage zur Kastration wirst Du mit Sicherheit viele Antworten bekommen, da halte ich mich lieber raus.
Peewee
 

Beitragvon MissMarple » 24.01.2009 10:15

Hallo,

kleinere Hunderassen werden (glaube ich) eher läuig als größere Rassen.

Leja war auf den Tag genau 9 Monate alt.

Auf die Frage zur Kastration wirst Du mit Sicherheit viele verschiedene Antworten bekommen.

Ich möchte da mal (wertungsfrei) beginnen.

Unser TA meinte zu uns, dass es neue Erkenntnisse über die Kastration vor der ersten Läufigkeit geben soll. Es soll wohl so sein, dass diese Erkenntnisse eine Frühkastration befürworten.

Das gleiche habe ich ein paar Monate später durch Zufall von einer anderen Hundehalterin gehört, die einen ganz anderen TA hat.

Für uns währe es eh´nicht in Frage gekommen, da Leja zu dem Zeitpunkt schon Läufig war.

Der ideale Zeitpunkt, wurde uns gesagt, ist so 2-3 Monate nach Beginn einer Läufigkeit, das hat irgendwie mit den Hormonen zu tun und dass sich da die Gebärmutter in "Ruhephase" befindet (mir ist grade kein besseres Wort eingefallen).
Viele Grüße Kerstin und
Prinzessin Leja

Ich mag die doch sehr eigene Art von Labbis. So eine Mischung aus Zirkusclown, Mittelstreckenrakete, Biotonne, Schmusekatze und Esel. Dazu ein Augenaufschlag, der Kühlschranktüren zu öffnen vermag.
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Beitragvon Söckchen » 24.01.2009 10:15

Hallo

Emma (Foxterrier) wurde mit 8 Mon. das erste mal Läufig und das dann ganz genau 5 Wochen lang . Ich dachte ja erst die Dauer wäre nicht normal ,aber mein TA beruhigte mich das es beim ersten Mal durch aus vorkäme.
" Erwachsen " sprich ruhiger /lieber /ausgeglichener wurde sie aber erst so mit knapp 2 Jahren und das nicht schleichend :D sondern eher so von heut auf morgen. Am Anfang kam es mir als so vor als hätte ich einen ganz andern Hund vor mir.
Zum Thema Kastration äußere ich mich nicht (gibt ja auch schon eine Menge Diskussionsthreads hier darüber )da man sich da sowieso (meiner Meinung nach ) nur auf seine eigenen Erfahrungen beziehen kann. Und die sind immer sehr weit gefächert.
LG Ute mit Emma
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Beitragvon *Sascha* » 24.01.2009 12:21

Nah ihr seid lustig. Jetzt diskutieren wir zwar nicht über das Thema Kastration und schlagen uns auch nicht die Köpfe ein, aber der Themenstarterin hilft das für ihre Entscheidungsfindung alles wenig.


Meine Frage an bellissimare wäre zunächst einmal:
Warum willst du sie kastrieren lassen?
LG, Jana und Sascha

„Ethik ist nicht nur ein Verhalten zum Nebenmenschen im Hinblick auf die Ermöglichung einer möglichst geordneten und glücklichen menschlichen Gesellschaft, sondern ein aus innerer Nötigung kommendes Erleben der Verantwortung gegen alles Lebendige.“
(Albert Schweitzer)
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Beitragvon Bellissimare » 24.01.2009 15:48

Hallo Sascha,
ich möchte meine Hündin kastrieren weil ich nicht wahllos Jungtiere in die Welt setzen will wo es in den Tierheimen schon genügend gibt und ich habe die Erfahrung mit meiner Alten Hündin gemacht das bevor die Kastriert wurde bei jeder Läufigkeit eine Scheinschwangerschaft folgte wobei sie sowas von verstört war das sie Homone gespritzt bekommen musste.Ich will das Risiko für Gesäuge Krebs etc so niedrig wie möglich halten.Ausserdem hatten wir dann immer ein Rüden Gefolge im Schlepptau.Auch die Hündin meiner Eltern die nicht kastriert war ,war dauernd Scheinschwanger
Liebe Grüsse
Andrea

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Beitragvon *Sascha* » 24.01.2009 16:36

Also, das Risiko für Gesäugekrebs kannst du nur dann entscheident verringern, wenn du deine Hündin spätestens nach der ersten Läufigkeit kastrierst. Bei einer Kastration vor der ersten Läufigkeit geht das Risiko nahezu gegen Null.
Allerdings erhöht sich durch eine Kastration (insbesondere durch eine Frühkastration) das Risiko für einige andere (Krebs)erkrankungen.
Die Userin tagakm hat für ihre Doktorarbeit z.B. folgende Aufstellung recherchiert, die die gesundheitliche Problematik einer Kastration/Nicht-Kastration darlegt.

tagakm hat geschrieben:Rein gesundheitliche Aspekte.....

Vorteil einer Kastra bei Rueden

- eliminiert das schmale Risiko ( < 1%) an Hodenkrebs zu sterben
- reduziert das Risiko fuer nicht-krebsartige Prostata Probleme
- reduziert sehr wahrscheinlich das Risiko Diabetes zu entwickeln (daran wird noch geforscht)

Nachteile:

- wenn der Hund vor dem 1. Lebensjahr kastriert wird erhoet sich das Risiko fuer Knochenkrebs
- erhoehtes Risiko fuer Herztumore
- verdreifacht das Risiko fuer Hypothyreose
- erhoehtes Risiko fuer "Altersdemenz"
- verdreifacht das Risiko fuer Uebergewicht
- vervierfacht das Risiko fuer Prostatakrebs
- verdoppelt das Risiko fuer Harnwegkrebs
- erhoeht das Risiko fuer Orthopaedische Schaeden
- erhoeht das Risiko auf Impfstoffe eine schlechte Reaktion zu entwickeln


Huendinnen, Vorteile

- wenn vor dem 3. Lebensjahr kastriert reduziert es das Risiko fuer Mammartumore
- reduziert fast gaenzlich das Risiko fuer Pyometra (rund 23% aller unkastrierten Huendinnen entwickeln Pyometra)
- redziert das Risiko fuer perianale Abszesse
- reduziert das (schmale) Risiko fuer Gebaehrmutter-, Eierstock- und Gebaehrmutterhals-krebs

Nachteile fuer Huendinnen

- wenn es vorm 1. Lebensjahr gemacht wird erhoeht es das Risiko auf Knochenkrebs
- erhoeht das Risiko auf Milzhaemangiosarkom (Krebs) und Herzkrankheiten
- verdreifachtes Risiko fuer Hypotheorese
- erhoehtes Risiko auf Uebergewicht
- verursacht Inkontinenz in 4-20% aller kastrierten Huendinnen
- erhoeht das Risiko fuer Harnwegsentzuendungen
- erhoehtes Risiko fuer vaginale Dermatitis, Vaginitis, vor allem wenn vor der Pubertaet kastriert wird
- verdoppelt das Risiko fuer Harnwegtumore
- erhoeht das Risiko fuer orthopaedische Krankheiten
- erhoeht das Impfstoff Risiko wie bei Rueden


Ich kann dir also auf keinen Fall dazu raten deine Hündin frühkastrieren zu lassen. Zu den gesundheitlichen Aspekten kommen noch einige psychische Aspekte hinzu, wenn man eine noch nicht ausgereifte Hündin kastrieren lässt. Und selbst bei einer ausgereiften Hündin kann es zu erwünschten oder unerwünschten Begleiterscheinungen kommen, da sich auch eine Hündin durch eine Kastration hormonell verändert. Es ist nicht so, wie häufig angenommen, dass sich eine kastrierte Hündin nun dauerhaft im Anöstrus befindet. Eine intakte Hündin produziert im Schnitt selbst im Anöstrus fast doppelt so viele weibliche Hormone wie eine kastrierte. Einige Hündinnenhalter bekommen auch gerade durch eine Kastration das Problem, dass ihre Hündin für viele Rüden nun interessanter riecht. Frag mich aber nicht, woran das liegt. Das ist eine Feststellung meiner Hundetrainerin, die ich auch hier im Forum schon bestätigt bekommen hab. Es kann also sein, dass deine Hündin gerade durch die Kastration Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Hunden bekommt bzw. eben besonders interessant wird.
Hinzufügen will ich noch, auch wenn es dich wahrscheinlich nicht betrifft, dass von der Kastration einer eher aggressiven Hündin in jedem Fall abzuraten ist.

Scheinschwangerschaften sind natürlich ein Problem, wenn sie in einem Ausmaß auftreten, in dem die Hündin gesundheitliche Probleme bekommt oder auch wenn das Zusammenleben unter diesen Umständen für den Menschen unzumutbar wird. Generell wird jede Hündin nach der Läufigkeit Scheinschwanger, aber bei den meisten Hündinnen verläuft diese Scheinschwangerschaft so, dass der Besitzer relativ wenig bis gar nichts davon mitbekommt. Dass du nun bei deiner eigenen Hündin und bei der Hündin deiner Eltern zweimal das andere extrem erlebt hast, heißt nicht automatisch, dass deine jetzige Hündin ebenfalls solche Probleme haben wird. Es gibt viele nicht-kastrierte Hündinnen, die Zeit ihres Lebens niemals Probleme mit Scheinschwangerschaften haben. Sollte es bei deiner Hündin zu Problemen kommen, so ist eine Kastration immer noch möglich.
LG, Jana und Sascha

„Ethik ist nicht nur ein Verhalten zum Nebenmenschen im Hinblick auf die Ermöglichung einer möglichst geordneten und glücklichen menschlichen Gesellschaft, sondern ein aus innerer Nötigung kommendes Erleben der Verantwortung gegen alles Lebendige.“
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Beitragvon Bellissimare » 24.01.2009 16:43

Hallo Sascha ,
wie versteht sich das jetzt mit z.B. der Inkontinenz? Wenn die Hündin älter als ein Jahr bei der Kastration ist wird sie nicht inkontinenz?
Liebe Grüsse
Andrea

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