von Joecee » 01.12.2005 00:23
Hallo!
Ich finde die Entscheidung, deine Hündin kastrieren zu lassen, gut. Ich bin Tierarzthelferin und kann diesen Eingriff nur befürworten. Ich habe zuviele Hündinnen gesehen, die bei Scheinschwangerschaften gelitten haben und dann aufgrund dessen mit Hormonen behandelt werden mußten. Oder die wegen der vielen Scheinschwangerschaften hinterher Gesäugetumoren bekommen haben und daher später eingeschläfert werden mußten.
Es geht also dabei nicht in 1. Linie um den Gebärmutterkrebs, sondern um Mammatumoren, d. h. Gesäugekrebs (Brustkrebs). Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, das das Risiko Mammatumoren bei seiner Hündin zu haben, bei einer kastration zwischen der 1. und 2. Läufigkeit um fast 80% sinkt! Und das, wo fast 75% der "sexuell intakten" Hündinnen im Alter Mammatumoren bekommen. Ich habe meine Hündin direkt nach der 1. Läufigkeit kastrieren lassen und nie probleme gehabt. Ich würde es immer wieder tun und finde, das man seiner Hündin das nicht antun muß, zwei mal im Jahr läufigkeit und eine (biologisch gesehen) physiologische (also normale) Scheinschwangerschaft durchmachen zu müssen, wenn sie nicht zur zucht verwendet werden soll.
Man muß nur aufpassen: in den ersten 6 Monaten nach der Kastration verstoffwechselt der Körper das Futter anders. Also ein bisschen aufs Gewicht achten. Danach wird bei fast allen wieder der "normale" zustand der Futterverwertung erreicht.