Ein nachlassender Sexualtrieb und eine geringere Aggressionsbereitschaft gegenüber anderen unkastrierten Gleichgeschlechtlichen sind im Grunde die eigentlichen Argumente für eine Kastration (abgesehen von medizinischen Aspekten) und ja auch nicht völlig aus der Luft gegriffen. Erziehung ist die eine Seite aber gerade das Aggressionspotenzial, kann für manche etwas schlecht zu handhaben sein, vor allem wenn man zu der Sorte zählt die nicht immer aufpassen und rechtzeitig abrufen können. Wer also eher mittelmäßig um die Erziehung bemüht ist und trotzdem gern dort unterwegs ist, wo viele fremde Hunde kommen und gehen, für den ist in meinen Augen der Gedanke an eine Kastration zwischen 1-1,5 Jahren beim Rüden sinnvoll, dann wird in vielen Fällen der o.g. Effekt erzielt. Außerdem ist er körperlich ausgewachsen und geschlechtsreif aber noch nicht zu verfestigt in bestimmten Verhaltensmustern. Nach meiner Beobachtung haben sich Rüden eher problematisch entwickelt, je später sie kastriert wurden.
Also entweder relativ früh (1-1,5 Jahre) oder gar nicht und mit wachen Augen und ner konsequenten Erziehung die Probleme erkennen und in Griff bekommen, ist jedenfalls meine Meinung. Ich hab mich auch für den zweiten Weg entschieden aber trotzdem ist er ein selbstbewußter Rüde, der eher nicht kleinlaut abzieht, wenn z.B. ein größenwahnsinnniger Terrier Selbstmordgedanken hegt

, was bei einem sehr deutlichen Größenunterschied theoretisch auch mal ins Auge gehen kann, deshalb ist es schon sehr von Vorteil immer auf seinen Hund einwirken zu können ..Je nach Rasse und Persönlichkeit des Hunde kann man gerade gleichgeschlechtliche Aggressionen einfach nicht vollständig aberziehen aber ohne weiteres gut kontrollieren, was einen sehr aufmerksamen Hundehalter voraussetzt. Genauso wie mein Hund bei ner läufigen Hündin zwar abrufbar ist aber trotzem seinen Trieben freien Lauf lassen würde, wenn er denn dürfte
