Ich würde auch sagen,daß der Züchter eine Rolle spielt.
Unseren ersten Hund haben wir 1992 bei einem Züchter geholt.Wir haben die kleine Hündin auch erst mit 11 oder 12 Wochen geholt,da es vorher nicht ging,weil mein Opa gestorben war.
Unsere Hundedame stammte aus dem ersten Wurf des Züchters und war der erste Welpe,den er verkauft hat.Zu dem Zeitpunkt hatte er noch nicht viele Hunde,nur die Mutterhündin,den Vater der Welpen und noch 3 weitere Hunde.Die Welpen durften dann auch draußen rumlaufen,als sie alt genug waren,er hat sie mit in seinen Laden genommen,an Autos waren sie auch gewöhnt usw.Wir hatten also einen Welpen,der bestens mit Artgenossen ausgekommen ist und keine Furcht vor diversen Umwelteinflüssen hatte.
Außerdem hat der Züchter von Zeit zu Zeit angerufen,um sich nach seiner Hündin zu erkundigen.
Nach dem Tod dieser Hündin haben sich meine Eltern wieder eine Hündin bei diesem Züchter geholt,das war 2004.
In dieser Zeit war der Züchter in ein ländlicheres Gebiet gezogen,hatte seine Gärtnerei vergrößert und sich eine stattliche Zwingeranlage gebaut.Das Alphabet muß er in den 12 Jahren auch einmal durchgezüchtet haben,kein Wunder,denn Jack Russell Terrier sind in dieser Zeit mächtig in Mode gekommen.
Er hatte auch viel mehr Hunde als früher,zählen konnte man sie nicht, waren alle in Grüppchen auf die verschiedenen Zwinger unterteilt.
Ich fand es nicht mehr soo toll bei dem Züchter und habe meine Eltern geraten,doch noch mal woanders zu schauen.Na ja,aber wie das halt so ist mit Eltern,die wollen ja nie auf ihre Kinder hören.
Die neue Hündin haben meine Eltern auch erst mit 14 Wochen geholt.
Die kleine Dame,die meine Eltern dann holten,kam bestens mit Artgenossen klar,ebenso mit Pferden.Das lag wohl daran,daß der ganze Hundepulk nach Feierabend auf dem ganzen Gelände nebst Pferdestall frei laufen durfte und die Kleine bis zu ihrer Abgabe mit Mutter und Geschwistern tagsüber in einem Zwinger war.
Allerdings hatte sie Angst vor lauten Geräuschen und "merkwürdigen" Gegenständen aller Art.Sei es der Haarfön,Mixer,eine Mülltonne oder Autos auf der Straße.
Meine Mutter mußte z.B. ziemlich lange üben,ehe die Hündin ganz normal,ohne Furcht,an einer befahrenen Straße gelaufen ist.
Bis heute ist sie aber eher ein unsicherer Hund,was laute Geräusche und "unheimliche" Gegenstände angeht.Außerdem hat und hatte die Hündin seit meine Eltern sie haben, ein merkwürdiges Faible für Steine und Tannenzapfen...grenzt schon fast an eine Verhaltensauffälligkeit.
In diesem Fall wäre es vielleicht besser gewesen,die Hündin etwas früher zu holen,z.B. so mit 9-10 Wochen.Meine Eltern haben jetzt zwar einen super mit Artgenossen sozialisierten Hund,der dafür aber unsicher auf diverse Umwelteinflüsse reagiert.Mag vielleicht auch am Charakter der Hündin liegen.Vielleicht hätte man daran aber auch etwas ändern können,wenn man diese Tatsache früher erkannt und daran gearbeitet hätte.
LG,
Christiane