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Vorhautkatarrh u. Blasenentzündung - Zusammenhang?

Alles rund um die Gesundheit Eurer Hunde.

Diese Rubrik ersetzt nicht den Tierarzt oder einen Besuch bei dem Selbigen.

Moderator: DF-Mods

Vorhautkatarrh u. Blasenentzündung - Zusammenhang?

Beitragvon Bealein77 » 11.01.2011 16:34

Hallo,

ich hatte hier kürzlich schon über die akute Blasenentzündung meines Hundes geschrieben ob ich mir große Sorgen machen muss etc.

Nun ist mir in diesem Zusammenhang aber noch eingefallen, dass unser Hündchen auch immer mal wieder so einen "Wutzisabber" oder "Laternentripper" hat, zur Zeit wo er jetzt die Blasenentzündung hat auch ein kleines bißchen.
Weil er das schon öfter hatte, habe ich auch schon bei der Hundeschule und mit anderen erfahrenen Hundehaltern gesprochen, aber alle meinten bisher nur, dass Rüden das öfter mal haben, dass das ganz normal wäre und ich mir keine Sorgen machen müsste.
Da er aber nun eine Blasenentzündung hat, habe ich mich natürlich gefragt, ob hier vielleicht doch ein Zusammenhang besteht. Vielleicht durch aufsteigende Bakterien oder so?
Hat hier vielleicht jemand Erfahrung damit und kann mir dazu eine Antwort geben?

Die Blasenentzündung scheint übrigens schon besser, kein Blut mehr usw. aber der Wutzisabber ist nach wie vor vorhanden, wenn z. Z. auch nur leicht. Nur zur Info, bis einschließlich Donnerstag muss er auch noch Antibiotika nehmen...

Freue mich auf Eure Antworten!

Beatrice
Bealein77
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Beitragvon dieschweizer » 11.01.2011 16:45

Hallo Beatrice,

100%ig beantworten kann ich dir die Frage leider nicht.

Meine Rüden sind 8 und 9 Jahre, hatten schon oft "Wuzzisabber", aber noch nie eine Blasenentzündung.

Gruß
Leo
dieschweizer
 

Beitragvon Bealein77 » 11.01.2011 17:20

Hallo Leo,

trotzdem danke für Deine Antwort! Bisher haben mir ja auch alle gesagt der Wutzisabber sei nicht so schlimm, war ja auch nur so eine Idee, dass evtl. ein Zusammenhang bestehen könnte.

Die Globuli werde ich ihm übrigens gleich geben, sobald er mit dem AB fertig ist - hoffe mal es gibt dann wirklich keinen Rückfall...
Bealein77
(Themenstarter)
 
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Beitragvon Straddel » 11.01.2011 21:04

Hallo Beatrice,

beim Rüden ist ein (leichter) Vorhautkatarrh relativ normal. Es ist leider nicht möglich das Präputium (Vorhaut) keimfrei zu halten.
Ein möglicher Grund für wiederkehrende Katarrhe kann auch eine Vorhautverengung sein. Wie sieht es damit bei ihm aus?

Bei ständig wiederkehrenden Kartharren bei unkastrierten Rüden kann eine Kastration sinnvoll sein - eine solche behebt das Problem häufig.

Ansonsten kannst du versuchen den Katarrh mit Eukalyptus- oder Calendulatinktur (jeweils 1:10 mit Wasser verdünnt) zu behandeln.

Zu Blasenentzündung:
Ein Aufsteigen von Bakterien ist zwar theroretisch möglich - beim Rüden allerdings extrem selten, da die männliche Harnröhre (im Gegensatz zur weiblichen) wesentlich länger ist.

Ein großartig wirksamer Wirkstoff zur Behandlung von Blasenentzündung ist Arbutin. Der findet sich in z.B. echten Heidelbeeren und Bärentraubenblättern.
Arbutin säuert den Harn an und wirkt dadurch bakterizid und viruzid in der Blase und den ableitenden Harnwegen.

Wenn die leichte Vorhautentzündung erst nach bzw. während der Blasenentzündung aufgetreten ist, könnte vermehrtes Belecken die Ursache dafür sein.

Viele Grüße und gute Besserung an deine Fellnase!
Julia ;)
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Straddel
 
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Beitragvon Bealein77 » 11.01.2011 23:43

Hallo Julia,
vielen, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Danke auch noch mal für den Tipp mit den Bärentraubenblättern und dem enthaltenen Arbutin.

Ich selbst habe schon öfter Cystinol akut mit diesem Wirkstoff genommen, wusste aber auch nicht ob Hunde mit Arbutin behandelt werden können, es wäre ja vielleicht eine Möglichkeit dies nach der beendeten AB-Therapie noch weiter zu geben um einen häufig auftretenden Rückfall zu verhindern.
Gibt es hier vielleicht ein speziell für Hunde zugeschnittenes Medi was ich mir i. d. Tierarztpraxis abholen könnte?

Falls Du oder jemand anderes hierzu noch etwas weißt, wäre ich für eine kurze Antwort sehr dankbar!

LG Beatrice
Bealein77
(Themenstarter)
 
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Beitragvon Straddel » 12.01.2011 18:33

Also am wirksamsten ist immer die frische bzw. getrocknete Droge selbst (Apotheke oder Heilpflanzenverkauf).
Alternativ können auch Fertigpräparate wie z.B. ARCTUVAN Bärentraubenblätter Filmtabletten genommen werden (Dosis anpassen).

Cystinol könntest du deinem Hund auch geben - allerdings ist der Wirkstoffgehalt geringer als bei ARCTUVAN.

Spezielle Fertigarzneimittel für Hunde sind mir nicht bekannt.

Viele Grüße, Julia ;)
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