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Von speziellen Tierarzt Diäten...

Alles rund um Trockenfutter & Naßfutter.

Moderator: DF-Mods

Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon BestFriend » 15.02.2012 10:39

Ich habe es jetzt schon des öfteren gelesen, das die Leute, die speziell auch von Tierarzt Diäten abraten (Hypoallergen, für Leber oder Niere, bei Hautproblemen etc.) Böses zu hören bekommen.

Die Hunde deren Besitzer dieses Gerede jetzt beachten, wären vielleicht todgeweiht und so manche Tierarztdiät hätte jedenfalls ihre Berechtigung.

Ich bin auch der Meinung das diese Futter weitestgehenhend überflüssig sind. Auf jeden Fall erfordern bestimmte gesundheitliche Situationen spezielle diätische Maßnahmen, keine Frage ! Blos bin ich der Meinung das man einem kranken Tier mit Hilfe eines kompetenten TA und einem Ernährunsplan der normale Lebensmittel beinhaltet besser helfen kann und Ihm damit viel mehr Gutes tut.

Mich ärgert es ziemlich das es eine Industrie geschafft hat, Tierhalter glaubend zu machen sie wären weder im normalen Leben und im Krankheitsfall ihres Tieres erst Recht nicht in der Lage dieses vernünftig selbst zu füttern.

Ich möchte jeden der speziell TA Futter füttert und diese verteitigt bitten mir ein Bespiel aus der Humanmedizin zu nennen wo ein Mensch wegen zB Neurodermitis, Allergien, Durchfall, Leber- oder Nierenproblemen (neben evtl. Medikamenten) ein spezielles Essen von seinem Hausarzt mitbekommen hat , oder ob nicht doch einfach nur empfohlen wird weniger Alkohol zu trinken, weniger Fett oder Salz zu essen oder bei Allergien bestimmtes eben weg zu lassen.

Klar gibt es extreme Situationen (akute Schübe bei Morbus Crohn oder IBD zB) wo Sondennahrung oder ganz spezielle Schonkost gegeben wird, aber mir geht es um die eher alltäglicheren Sachen in TA Praxen.

Mich hat in meinem Denken einer der ganz wenigen kritschen TA bestätigt, hier nur mal ein paar Artikel zu dem Thema:

http://www.kritische-tiermedizin.de/201 ... _Hund.html

http://www.kritische-tiermedizin.de/2009/Befund.html

(ab der Mitte des Textes wirds interessant um mal die monetären Strukturen näher zu beleuchten): http://www.kritische-tiermedizin.de/201 ... undes.html

Mir geht es hier nicht um einen generellen Schlachtzug gegen alles und jedes Fertigfutter, ein paar vernünftige Hersteller gibts ja auch. Mir geht es vor allem um die Leute die vielleicht sogar noch mit weniger Geld in der Tasche "unter Tränen" einen 5kg Sack Nierenfutter für 50 € kaufen weil der TA ihnen versichert hat das Ihr Hundchen sonst hinter der nächsten Ecke umfällt, pfui das ärgert mich.
Wenn der Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher. [Hubert Ries]

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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon Audrey II » 15.02.2012 11:52

BestFriend hat geschrieben: Mir geht es vor allem um die Leute die vielleicht sogar noch mit weniger Geld in der Tasche "unter Tränen" einen 5kg Sack Nierenfutter für 50 € kaufen weil der TA ihnen versichert hat das Ihr Hundchen sonst hinter der nächsten Ecke umfällt, pfui das ärgert mich.


Tja....Tiernahrung ist "big business" ;)

Die großen multinationalen Tiernahrungshersteller sind alle mit der Pharmaindustrie und den Veterinärmedizinischen Instituten/Universitäten vernetzt. Es gibt zahlreiche Diätikseminare und Fachtagungen für TÄ, Studenten, Tierarzthelfern usw., die von Pharmakonzernen und großen Futterherstellern gesponsert werden und nicht selten entstehen eben wirtschaftliche Abhängigkeiten.
Viele TÄ überlassen das "Wissen" um die Ernährung von Hunden also der Industrie....sei es aus Überzeugung(...die organisierten Interessengruppen leisten da gute Arbeit!) oder eben weil sie sich schwerpunktmäßig auf andere "Themen" spezialisiert haben und diesen Teil ihrer ärztlichen Tätigkeit eher vernachlässigen. Nicht immer steckt eine böse Absicht dahinter, sondern schlicht und einfach Unkenntnis ;)

LG
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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon BestFriend » 15.02.2012 12:00

Audrey II hat geschrieben:Nicht immer steckt eine böse Absicht dahinter, sondern schlicht und einfach Unkenntnis ;)
LG


Und Unwissenheit schützt bekanntlich "vor Stafe" nicht ;)
Wenn die Ernährung eine der wichtigsten Säulen der Gesundheit ist (und dafür ist ein Arzt zuständig), finde ich es fast grob fahrlässig sich darüber nicht einmal kritisch selbst zu informieren (oder es zu wollen) wenn es auch noch der gewählte Beruf ist.

Wieviele von uns DF Usern sind nach ein paar Stunden nach der Anmeldung hier schon schlauer geworden !
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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon Murmelchen » 15.02.2012 12:26

Bin ich oder andere User hier Humanmediziner und kann/können dir daher Beispiele nennen? :???:

Ganz ehrlich? Ich finde es absolut anmaßend anderen HH zu unterstellen, sie hätten keine Ahnung!
Wenn man so gut Bescheid weiß, wieso macht man sich nicht selbstständig und hilft solchen Tierhaltern? Läßt man sich alle Ergebnisse schicken und macht nen Futterplan.

Und wenn selbst Experten, die exakt das tun was ich oben genannt habe, sagen 'da kann ich nichts tun', dann sollte sowas einfach mal akzeptiert werden.

Sag mir doch mal wie du diesen Hund gefüttert hättest:

Allergie gegen jede Art von Getreide, viele Fleischsorten (außer Fisch und Pferd), Milchprodukte, Gemüse/Obst (außer Banane und Karotte), Unverträglichkeit gegenüber Reis, Amaranth, Kartoffeln.
Hund hat massives Untergewicht und muß zunehmen. Darf aber keinerlei Fett fressen (Resorption gestört + Pankreatitis und Hepatitis).
Wird nur eine der oben genannten Komponenten gefüttert, verreckt der Hund (und ja, ich benutze das Wort gezielt, denn der Hund hat dann massiven Durchfall (Wasser, Blut, Darmschleimhautfetzen) und verliert in 3 Tagen mehrere kg!!).

Bitte einen exakten Futterplan..
Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern.
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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon BestFriend » 15.02.2012 12:55

Och menno, ich habe befürchtet das du die Gelegeheit nutzen wirst um voll an die Decke zu gehen, habe aber versucht das zu vermeiden indem ich genau gesagt habe das ich spezielle Extremfälle (wie Pepper es wohl definitv war) aus dieser Diskussion auschließe ! Aber das wolltest du nicht hören.
Du möchtest aber jedenfalls nochmal jeden zurechtstutzen, der dir unterstellt du hättest deinem Hund noch helfen können, oder noch schlimmer irgendwas falsch gemacht. Das wollte ich definitiv nicht sagen !

Murmelchen hat geschrieben:Bin ich oder andere User hier Humanmediziner und kann/können dir daher Beispiele nennen? :???:

Die Frage war mehr oder weniger rhetorisch, da Humanmediziner kein Fertigfutter für Menschen bereithalten. Und das weiß auch jeder, weil man bei schlechten Leber- oder Nierenwerten oder einer Allergie keine Dosen mitbekommt, sondern nur entsprechende Maßnahmen fürs die Nahrungszusammenstellung.

Murmelchen hat geschrieben:Ganz ehrlich? Ich finde es absolut anmaßend anderen HH zu unterstellen, sie hätten keine Ahnung! Wenn man so gut Bescheid weiß, wieso macht man sich nicht selbstständig und hilft solchen Tierhaltern? Läßt man sich alle Ergebnisse schicken und macht nen Futterplan.


Da kann einem zB der erwähnte Dr. Schrader aus Hamburg weiterhelfen. Mir gehts eher um den Schritt zu erkennen, das in vielen Fällen diese Futter nicht gut sind und jemanden zu kontaktieren der einem Alternativen bietet.


Murmelchen hat geschrieben:Und wenn selbst Experten, die exakt das tun was ich oben genannt habe, sagen 'da kann ich nichts tun', dann sollte sowas einfach mal akzeptiert werden.

Sag mir doch mal wie du diesen Hund gefüttert hättest:

Allergie gegen jede Art von Getreide, viele Fleischsorten (außer Fisch und Pferd), Milchprodukte, Gemüse/Obst (außer Banane und Karotte), Unverträglichkeit gegenüber Reis, Amaranth, Kartoffeln.
Hund hat massives Untergewicht und muß zunehmen. Darf aber keinerlei Fett fressen (Resorption gestört + Pankreatitis und Hepatitis).
Wird nur eine der oben genannten Komponenten gefüttert, verreckt der Hund (und ja, ich benutze das Wort gezielt, denn der Hund hat dann massiven Durchfall (Wasser, Blut, Darmschleimhautfetzen) und verliert in 3 Tagen mehrere kg!!).

Bitte einen exakten Futterplan..


Und ich unterstelle weniger anderen HH sie hätten kein Ahnung, sondern möchte nur dahingehend etwas zum Denken anregen, das man bei vielen (im Vergleich zu Pepper) einfacheren Fällen wie Nieren- oder Leberproblemen oder einer Allergie gut selbst füttern kann und dem Hund damit besser helfen wird als mit dem Fertigkrams.

Mir geht es um die Qualität der Rohstoffe in dieses Tütchen, die Machenschaften dahinter und schlussendlich den oftmals völlig fiesen Preis dafür.
Wenn der Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher. [Hubert Ries]

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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon Audrey II » 15.02.2012 12:56

Murmelchen hat geschrieben:
Ganz ehrlich? Ich finde es absolut anmaßend anderen HH zu unterstellen, sie hätten keine Ahnung!


Wen meinst du jetzt?
Ich unterstelle eher vielen TÄ Ahnungslosigkeit....und nicht den HH. Im Falle deines Hundes ist die Ernährungssituation sehr extrem...ohne Zweifel, aber es gibt auch genug Fälle, wo bei einem leicht übergewichtigen Hund gleich Adipositas diagnostiziert wird + "Verordnung" eines entsprechenden Light-Produktes.

Eine "natürliche" Diät mit frischen Nahrungsmitteln + entsprechender Bewegung wäre die bessere Alternative, aber da wird eben meiner Meinung nach zu schnell zum Fertigprodukt gegriffen.

LG
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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon Murmelchen » 15.02.2012 13:12

;D Ich meine User hier/Menschen draussen, die meinen sich hinstellen zu müssen und die Frechheit zu besitzen zu sagen 'Boah du bist so grottendumm! Dein Hund ist krank weil er TA-Futter bekommt und dein TA will eh nur Geld!' ;)

Ich habe in der Tat so ziemlich jeden Menschen in DE angeschrieben, der Ahnung hat. Und jeder meinte, es sei sinnlos. Ich geh nicht an die Decke, ich finde es einfach nur falsch. Um sowas beurteilen zu können, muß man alles von dem Hund wissen. Außer den Haltern tut das hier im Forum keiner. Woher also das Recht nehmen, zu sagen es sei Blödsinn TA-Futter zu füttern?

Vorallem kann man bitte schön keine AI-Krankheiten mit etwas vergleichen, dass geheilt werden kann. Beim 1. geht es um Vermeidung einer Reaktion. Das ist was komplett anderes, als eine Krankheit zu heilen.. Ich kann einen IBD-Hund nicht so behandeln, wie einen Hund der wegen falscher Fütterung irgendeine Leberstörung o.ä. hat.
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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon Quebec » 15.02.2012 13:15

Ich möchte Hunde, die an einem vielfältigem Krankheitsbild leiden, hier ausdrücklich ausklammern.

Aber in der Sache gebe ich BestFriend Recht.

Ich habe das Glück TÄ zu haben, die in der Ernährung viele Dinge ähnlich wie ich sehen. Als Idefix seine erste schwere Bauchspeicheldrüsen Entzündung hatte, wurde mir zu einer speziellen Diät geraten.

Ich bekam von meinen TÄ je eine Dose Hill´s und Royal Canin, jeweils eine Tütchen Trockenfutter, mit der Bemerkung, vielleicht frißt er es ja. Und ich bekam zwei Rezepte zum Selberherstellen von Diätfutter.

Diese beiden Rezepte habe ich nach gekocht und Idefix die letzten Jahre seines Lebens gefüttert. Hill´s und Royal Canin hat er nicht angerührt, weder das trockene noch das Naßfutter.

Man sieht es geht auch bei TÄ. Man muß nur die richtigen finden.

Gaby und ihre schweren Jungs
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beruht einzig darauf,
dass ich weiß, was ich nicht weiß**

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**Die meisten, wenn sie dich um Rat fragen,
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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon Dingsda » 15.02.2012 13:23

Und es gibt auch einfach Tierbesitzer, die aus diversen Gründen keine Ration selbst zubereiten können (Und sei der Grund nur "keine Lust". Man kann als Tierarzt schlecht sagen, derjenige MUSS aber jetzt unbedingt den Hund bekochen). Und was spricht dann dagegen, wenn solche Menschen ein angepasstes Futter füttern? Wenn es dem Hund damit gut geht?

Und sicher, für viele Krankheitsbilder gibt es Alternativen zu dem Futter. Und es gibt sicher auch einige Menschen in Deutschland, die nen angepassten Ernährungsplan erstellen können (Das traue ich übrigens nicht jedem zu, sei er Tierarzt oder nicht). Und es gibt sicher auch viele Menschen, die bereit sind, nach einem speziell angepassten Plan zu füttern.
Aber es gibt eben auch Krankheitsbilder, wo es keine Alternativen gibt (siehe Murmels Beispiel) oder eben Leute, die nicht selbst was zusammenstellen wollen.
Liebe Grüße
Sabrina mit Ali und Bajo

Meggy (1997-2011) - unvergessen.

“Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Ausreden."
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Re: Von speziellen Tierarzt Diäten...

Beitragvon tromba » 15.02.2012 13:27

Dingsda hat geschrieben:Und es gibt auch einfach Tierbesitzer, die aus diversen Gründen keine Ration selbst zubereiten können (Und sei der Grund nur "keine Lust". Man kann als Tierarzt schlecht sagen, derjenige MUSS aber jetzt unbedingt den Hund bekochen). Und was spricht dann dagegen, wenn solche Menschen ein angepasstes Futter füttern? Wenn es dem Hund damit gut geht?


das frag ich mich auch.

und inzwischen gibts auch für menschen dosenessen, angepasst an bestimmte diäten oder krankheitsbilder...genauso wie es pillchen für allesn und jeden gibt.

vergleichbar ist sowas für mich mit verschiedenen vitaminpillen und obst...wieso viel obst essen wenn man sich täglich eine pille reinschmeissen kann.
Liebe Grüße,
Marta und das Knödeltier Daala

Wenn Gott einen Hund misst,
zieht er ein Band um das Herz statt um den Kopf.
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