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Unterschiede im Fusslaufen

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Unterschiede im Fusslaufen

Beitragvon Shiera » 25.11.2008 11:11

So langsam lese ich aus verschiedenen Beiträgen heraus, dass es doch ganz gravierende Unterschiede bezüglich der Haltung beim Fusslaufen in den einzelnen Sportarten gibt.
Ganz geschockt war ich ja mal im Retrieversport als ich da einen Uu zugeschaut habe, da schien es tatsächlich egal WIE der Hund läuft, hauptsache er läuft sicher.Lasch trabende Hunde mit entspannter Kopfhaltung sah man auf den vorderen Plätzen. (soll nicht abwertend sein, ich war nur erstaunt)

Jetzt interessiert mich aber tatsächlich:
Was ist der Unterschied im VPG und Obedience.(oder auch z.B beim Dogdancing) Ich dachte bis dahin immer, das wäre gleich (es geht hier nur um die Ausführung der Gänge und Kopfhaltung, dass die Lektionen anders sind ist mir klar)
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Beitragvon Murmelchen » 25.11.2008 11:15

Naja, wenn ich die BH des Retriever-Vereins ablege, dann wäre mir die Kopfhaltung des Hundes auch recht egal. Bzw. ich würde keinen Blickkontakt fordern, weil deren Aufgabe was ganz anderes ist. Eine Bekannte führt ihre Labbi-Hündin jagdlich, was bringt der ein Blickkontakt im Fuß? Der Hund hat zu schauen, wo was fällt etc.
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Beitragvon Shiera » 25.11.2008 11:17

ja , aber da gibs doch extra Kommandos wie ich das Hochschauen auflösen (z.B beim Makieren"schau")
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Beitragvon Murmelchen » 25.11.2008 11:21

Ja aber warum doppelt? Wenn der Hund lernt auf "Fuß" hin an meiner Seite zu bleiben, aber weiterhin aufmerksam die Umgebung zu beobachten, wieso dann umstellen/anders beibringen? Im Revier bringt mir das Fuß wie es z.B. im VPG gefordert wird, nicht wirklich was. Und dann mache ich mir ja im Grunde doppelte Arbeit für etwas, was ich gar nicht brauche..

Ich kenne übrigens keinen einzigen jagdlich geführten hund, der ein Fuß läuft, wie man es aus den ganzen UO kennt. Das haben sie nie gelernt.
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Beitragvon Lucy_Lou » 25.11.2008 11:31

Ich frage mich auch, was es bringt, dass der Hund einen permanent anschaut beim Fuß? Gerade bei jagdlich geführten Hunden, aber auch im Alltag, fällt mir da kein vernünftiger Grund ein :???: . Gerade im Alltag soll der Hund doch schauen, wo er hin läuft?! Wenn er auf Kommando Blickkontakt aufnimmt, reicht mir das.

Je nach Hundesport will man vielleicht 100% Aufmerksamkeit auf den Besitzer demonstrieren durch das permanente Anschauen?

Meine Hunde können auch "richtiges" Fuß mit anhimmeln und am Bein kleben. Es ist für uns eine nette und abwechslungsreich zu gestaltende Aufmerksamkeitsübung.
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Beitragvon Murmelchen » 25.11.2008 11:33

Lucy_Lou, so ist es bei mir auch. Beide kennen es und ich fordere es auch (nicht nur auf dem platz). Aber als Alltags-Kommando taugt das meiner Meinung nach nichts. Dafür finde ich es zu anstrengend auf dauer (wenn man das Fuß meint, bei dem der Hund klebt und immer hochschaut)..
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Beitragvon yane » 25.11.2008 11:37

Murmelchen hat geschrieben:Ich kenne übrigens keinen einzigen jagdlich geführten hund, der ein Fuß läuft, wie man es aus den ganzen UO kennt. Das haben sie nie gelernt.


wozu auch? Macht doch keinen Sinn.

BTW vor 30-50 Jahren sollte ein Schutzhund auch nicht seinen HF angeiern beim Fußgehen. Mit der gleichen Begründung. Hund soll aufmerksam auf seinen HF sein, aber gleichzeitig auch aufmerksam der Umgebung gegenüber. "Laternenpfahlhunde" waren damals nicht gewollt.

Und zwischen VPG und Obedience besteht auch ein gewaltiger Unterschied. Was im VPG häufig als "triebig", "aufmerksam" und "motiviert" beschrieben wird, gilt im Obedience als "unruhig", "hibbelig", "unsauber".

Anders ausgedrückt, je "sportlastiger" eine Ausbildung ist, desto mehr geht es in Richtung "Showeffekt" ohne praktischen Nutzen. Wobei der "Showeffekt" abhängig von der Sportart mehr in die eine oder mehr in die andere Richtung tendiert.

Meine Hunde bsp. laufen ausserhalb eines Hundeplatzes kein Fuß. Wozu? Brauche ich nicht, ist absoluter Unfug und sinnlos. Sprich, sie laufen eher so eine Art "Retriever-Fuß". Bei mir, Aufmerksamkeit durchaus auch bei mir, aber auch auf die Umgebung gerichtet.

Problem ist halt, irgendwann hat mal einer mit dem "Hochgeiern" und Anschauen angefangen und das sah dann eben besonders "aufmerksam" aus. Dass das letztendlich rein antrainiertes Verhalten ist und mit echter Aufmerksamkeit überhaupt nichts zu tun hat, begreifen leider die wenigsten. Ist wie beim Autofahren. Auch da kann man im "Stand-By-Modus" durch die Gegend fahren, weil man das irgendwann so verinnerlicht hat, dass man einfach fährt. Kritisch wird es dann bei unvorhergesehenen Situationen.

Und wie das halt so ist, einer macht es vor, andere machen es nach. Und irgendwann ist das Status quo und normal. Und alles, was dann von der Norm abweicht, gilt dann als "unnormal" bzw. "nicht korrekt".
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Beitragvon Shiera » 25.11.2008 14:20

Eigentlich wollte ich jetzt gar keine Wertung, welche Art der Freifolge besser und sinnvoller ist.
Sondern ich hätte mir so gerne gewünscht, dass Leute aus den einzelnen Diziplinen mal erklären, worauf es bei ihnen so wirklich ankommt.
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Beitragvon schnauzermädel » 25.11.2008 15:32

Wie man es macht ist eigentlich total egal :D .

Der Hund soll aufmerksam, freudig, in natürlicher Gangart immer mit der Schulter auf Kniehöhe des Hundeführers laufen.

Nirgendwo steht geschrieben, dass der Hund den HF permanent ansehen muss, niemand sagt, dass der Hund den Kopf grade nach oben, wie bei vielen Malis gezeigt, laufen muss.
Alles weitere sind "Modeerscheinungen", die durch die Richter bei den Prüfungen gebrägt wurden.

LG
das Schnauzermädel
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