Ich würde mich dann fragen, warum er es nicht macht. Allzu viel Möglichkeiten gibt's da nicht.
- das Kommando ist noch nicht ausreichend generalisiert, d.h. bei Ablenkung oder in ungewohnten Situationen klappt es nicht, weil das noch nicht ausreichend geübt wurde. Hunde sind sehr schlecht darin zu verallgemeinern. D.h. was Dein Hund zuhause oder ohne Ablenkung kann, kann er noch lange nicht in anderen Situationen.
- er hat bereits mehrfach die Erfahrung gemacht, dass es sich aus seiner Sicht lohnt, das Kommando nicht zu befolgen. Wenn Du nicht sicher bist, ob Dein Hund macht, was Du willst und nicht sofort dafür sorgen kannst, z.B. über Schleppleine, dann gib ihm das Kommando nicht.
- dein Hund hat allgemein den Eindruck, dass es sich nicht lohnt, Deine Kommandos zu befolgen.
Ich arbeite mit meinen Hunden über Belohnung (Spiel, Futter) und baue die Belohnung nach und nach ab, je besser der Hund das Kommando beherrscht. Aber das dauert und z.B. beim Komm-Kommando belohne ich immer noch relativ häufig durch Spiel. Wichtig ist natürlich, dass man von Anfang an dem Hund die Belohnung wichtig gemacht hat. Ein satter Hund, dem das Spiel mit seinem Menschen nicht wichtig ist, den kann man nur schlecht belohnen. Beim Spiel kommt es natürlich darauf an, auf was der Hund abfährt. Bei meinen sind es Apportierspiele.
Das Abrufen ist meiner Meinung nach das Wichtigste, das ein Hund sicher können muss und selbst mit meinen älteren Hunden (6 und 9 Jahre) übe ich das bei jedem Spaziergang viele Mal. Und sie finden das klasse, weil sie wissen, dass bei mir etwas Spannendes passiert, wenn ich sie rufe.



