Die Leinenlänge hängt von vielem ab, bei unvermeidbaren, engen Begegnungen kannst du ja nicht anders, als den Hund kurz zu nehmen. Und natürlich nie so lang, daß sie dem fremden Hund zu nahe kommen kann.
Gemeint ist ersteinmal, die Leine nicht automatisch nachzufassen bei einer Hundesichtung (das macht man nämlich meist ohne nachzudenken). Die richtige Länge kannst du nur selber ausprobieren. Manche bleiben von vorne rein ruhiger, wenn man sie 1 m von sich weg laufen läßt, sie also keinesfalls eingeschränkt werden.
Je nach Situation den Hund hinter sich (also vom anderen weg) nehmen, aus zwei Gründen: Du demonstrierst damit, daß DU vorgehst, entscheidest, bzw für nichtig erklärst und du kannst so bedeutend besser auf den Hund einwirken. Sprich: Sobald er nur den Ansatz von fixieren, versteifen, knurren, ... zeigt, reagierst du mit einem "Nein, Lass, ..", setzt evtl. den nächsten Schritt schräg vor deinen Hund, um diesen auszubremsen.
Gehst du weiter, der Abstand vergrößert sich und der Hund geht nicht (mehr) ins Ende der Leine, dann würd ich sie länger lassen, ihm einen Blick hinterher zugestehen, locker weiterlaufen und mit einem fröhlichen "Komm, auf !" locken (bzw. hinterherzerren wenn er meint ewig glotzen zu müssen

).
Also nur so kurz wie umbedingt nötig (um Einfluß nehmen zu können) aber so lang wie möglich, damit der Hund uneingeschränkt und "freiwillig" mitläuft.
Probier das mit der längeren Leine doch mal mit viel Abstand bei ruhigen Hunden aus. Wenn sie normal bei 10 m loslegt, dann lauf auf 12 m mit lockerer 3 m Leine vorbei, kommentier jeglichen Ansatz mit "Lass es" und lob für braves mitlaufen ...
Gruß, staffy
Begegne einer Gemeinheit mit einem Lächeln, es beschützt einen Teil deiner Seele !