von kaphoon » 03.02.2012 09:57
Danke Euch für die vielen Antworten und den Input.
Zum einen ist er ja nicht 8 Stunden am Stück alleine, sondern Mittags kommt der Herr, der selber HH ist und geht mit ihm in den Wald. Dennoch sehen wir das Problem, dass er grundsätzlich zu viel alleine ist. Mein Ziel ist es, ihn auf Dauer tagsüber mit ins Büro zu nehmen. Ich habe eine Stunde Mittagspause und kann dann draußen mit ihm toben. Im Moment ist dies leider noch nicht machbar, da er zwar "eigentlich" total gut hört, wenn jedoch genug Ablenkung vorhanden ist, ist er schwer abzurufen, manchmal auch gar nicht. Eigentlich ein Klassiker, den das Problem liegt ja eher bei uns als bei ihm. Von daher haben wir jetzt auch einen Trainer eingeschaltet und starten ab nächstem WE das professionelle Training. Ich selber trainiere mit ihm, wann ich kann. Er liebt Bälle, und wo er anfangs noch den Ball geholt hat und dann damit vor mir weggelaufen ist (Fang mich! Fang mich!) weiß er nun, dass ich den Ball wieder werfe, sobald er ihn mir vor die Füße legt.
Vielleicht sollte ich an diese Stelle auch kurz unsere Lebenssituation darstellen: Wir leben in der Innenstadt, es gibt einen kleinen Park in drei Minuten Entfernung, dort gehen wir immer spazieren. Leider die meiste Zeit angeleint, da er uns auch gerne mal abhaut - es sei denn Herrchen hat einen Ball, dann ist er voll und ganz auf mich fixiert. Neulich rannte er einem anderen Hund hinterher, der aus dem Park lief... über die Kreuzung in den Verkehr... zum Glück scheint er einen echt tollen Schutzengel zu haben.
Die Wintermonate sind echt doof. Es wird zu früh dunkel, als dass ich mit ihm nach Feierabend noch in den Wald fahren könnte. Dafür gehen wir am Wochenende für 1-2 Stunden mit ihm den Wald, spielen und leinen ihn dort na klar auch ab. Auch da haut er gerne mal ab, bis er nur noch ein kleiner Punkt am Horizont ist, doch er kommt immer wieder zurück - auch ein Grund für die Hundeschule (gegen die sich meine Freundin immer gesträubt hatte, weil "wir das ja auch alleine können" - mittlerweile sieht sie das aber genauso wie ich!). Dazu toben wir auch zu Hause sehr viel - er liebt es, mit mir Tauziehen zu spielen. Darüber hinaus machen wir auch Agility mit ihm, allerdings langweilt er sich furchtbar schnell, weil er meist die Tricks entweder viel zu schnell raus hat oder gar nicht drauf kommt - da ist dann wohl der Frustfaktor zu hoch.
Gestern Abend war im Übrigen alles toll. Ich kam als erster nach Hause und alles war in Ordnung, die Couch war unangerührt. Ich weiß nicht, was anders war...
Wenn wir mit ihm unter der Woche spazieren gehen, dann meistens so 30 Minuten, allerdings angeleint, einfach, weil die Umgebung und seine bisherige Erziehung nichts anderes zulässt (Ja, ich habe seit dem Ausbüchsen Angst, er tut das wieder). Ich hoffe auf die langsam länger werdenden Tage, auf das wir auch nach Feierabend noch genug Zeit haben in den Wald zu fahren, damit er sich dort austoben kann. Und wenn es dann zum Jahresende wieder früher dunkel wird, dann sollte er soweit sein, dass ich ihn ins Büro mitnehmen kann (das darf ich im Übrigen, im Büro freuen sich alle schon drauf)...
Gibt es unter Euch Menschen, mit ähnlichen Problemen in der Arbeitszeit? Denn hier sehe ich einen wichtigen Faktor... ich würde gerne aus der Stadt rausziehen, einfach dem Hund wegen, dann könnten wir ihne Probleme nach Feierabend raus auf die Weide. Ohne Leine. Wenn meine Freundin das nur unterstützen würde...