Lillan hat geschrieben:Mhm... ihr seid ja alle sehr auf Konfrontation aus. Eine wahre Kampfmannschaft.
Sehr überzeugend klingt das nicht, einfach nicht verständnisvoll sondern nur anprangern und Schuldzuweisungen.
Traurig.
Sorry, kein Mensch hat was gegen eine Kastration, wenn der Hund ein Testosteronproblem hat und selbst da ist es oft auch eine Erziehungsfrage. Ich kenne Hunde, die nach der Kastra wesentlich ruhiger wurden, nicht mehr fiebten und nicht mehr auf Rüden losgingen. Wie wenn ein Schalter umgelegt wird. Ja, das gibt es. Und wie gesagt, das kann man testen. Denn eine Kastra kann auch das Gegenteil bewirken oder gar nichts bringen. Also, warum die Eier wegmachen,w enns nichts bringt?
Ansonsten ist alles auch eine Frage der Erziehung. Ein Hund kann lernen Hunde zu ignorieren. Du bists doch. Du bist der der HF, der interessanter sein sollte, als alles auf der Welt.
Und klar, dein Hund ist in der Pupertät und in der Flegelphase. TTH = Total tauber Hund

Weißt du noch, wie du in der Pupertät warst? Selbst ein kastrierter Hund zeiht da das volle Programm ab. Kastra heißt doch nicht, dass man die Emotionen eines Hundes lahm legt.
Ich weiß, von einem Therapiehund wird viel verlangt, sonst scheidet er aus. Sie sollen ruhig sein, nicht bösartig reagieren und sich immer vorbildlich verhalten. Man nimmt ihnen jegliche hündische Sprache weg.
Ich bin kein Kastragegener, kenne zuviele gute Gründe und kastrierte Hunde, wo es notwendig war und die trotzdem im Hundesport zu Höchstleistungen kamen. Das eine schließt das andere nicht aus. Und selbst kastriert hatten die Rüden noch interesse an der kastrierten Hündin....

Selbst meine kastrierte Hündin, die kaum Hundekontakt will, fährt total auf richtig potente Rüden ab.
Und was das Alter deines Hundes angeht. Dein Hund wird erst erwachsen und wird erst zeigen, was aus ihm werden wird. Vorbei die nennten Zeiten. Jetzt wirds anstrengend. Der Hund ist total jung. Erwachsen wird ein Hund zwischen zwei und drei Jahren, außer bei Kleinhunden. Und selbst dann ist es noch ein junger Hund.
Ein eingespieltes Team werdet ihr erst über Jahre.
Das ist die Arbeit von vielen Jahren mit Geduld erreicht. Trotz ihrer Herkunft und Rassedisposition. Das ist Erziehung. Und die kannst du durch ne Kastra nicht erreichen.
Komm und spiel mit mir", schlug ihm der kleine Prinz vor. "Ich bin so traurig ..."
"Ich kann nicht mit dir spielen", sagte der Fuchs. "Ich bin noch nicht gezähmt!"
"Ah, Verzeihung!" sagte der kleine Prinz.
Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu:
"Was bedeutet 'zähmen'?"
"Du bist nicht von hier", sagte der Fuchs, "was suchst du?"
"Ich suche die Menschen", sagte der kleine Prinz. "Was bedeutet zähmen?"
»Nein«, sagte der kleine Prinz, »ich
suche Freunde. Was heißt 'zähmen'?«
»Das ist eine in Vergessenheit geratene
Sache«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet:
sich 'vertraut machen'.«
»Vertraut machen?«
»Gewiß«, sagte der Fuchs. »Du bist für
mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der
hunderttausend kleinen Knaben völlig
gleicht. Ich brauche dich nicht, und du
brauchst mich ebensowenig. Ich bin für
dich nur ein Fuchs, der hunderttausend
Füchsen gleicht. Aber wenn du mich
zähmst, werden wir einander brauchen. Du
wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich
werde für dich einzig sein in der Welt...«
aus "Der kleine Prinz", es beschreibt genau das, was ich unter Bindung und Vertrauen beim Hund verstehe