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Traurige Geschichte.....

Alles rund um sonstige Tiere/Haustiere.

Moderator: DF-Mods

Traurige Geschichte.....

Beitragvon Erica » 01.05.2007 09:45

Habe diese Geschichte im Internet gefunden und wollte sie mit Euch teilen....mir kullern die Tränen und ich kann fast nicht aufhören....

"Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.
Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.
Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn.
Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern.
Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.
Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig.
Meine Milchzähne waren kaum durchgestossen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht.
Arme Mama, es ging ihr so schlecht.

Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen.
So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.
Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst.

Niemand kam, um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt.
Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen.
Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen.
Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.

Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.
Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig.
Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten.
Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh.
Oft hören wir sagen
"oh, sind die süss, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben.

Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.
Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme.
Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft !

Jetzt wird alles gut !

Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben.
Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen.
Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süsses und braves Hundchen.
Ich heisse jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar.
Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe.
Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.
Erster Besuch beim Tierarzt.
Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte.
Ich bekam einige Spritzen.
Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich.

Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus.
Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von zwei Herzen.
Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien.
Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.
Jetzt bin ich sechs Monate alt.
Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh.

Die Schmerzen gehen nie weg.
Ausserdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will.
Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht.

Vater und Mutter sprechen über mich.
Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hiess es "genetisch" und "nichts machen".
Ich möchte draussen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen.

Es geht nicht.

Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je.
Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.
Sie tragen mich ins Auto.
Alle weinen.
Sie sind so seltsam, was ist los ?

War ich böse?

Sind sie am Ende böse auf mich ?

Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich.
Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten !

Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand.
Der Tisch beim Tierarzt ist kalt.

Ich habe Angst.
Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben.
Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.

Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.
Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich...
Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück.


Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer grossen grünen Wiese.
Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück.
So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise:
mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.

Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen.

Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.

Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware. Lea

©1999 J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Wittwer


Ich bin unfähig, sonst was zu schreiben.

Berührte Grüsse, Erica
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Erica
(Themenstarter)
 
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Beitragvon littledog » 01.05.2007 09:54

Mir laufen gerade die Tränen!
Eine wirklich traurige Geschichte, die wiedermal
zum Nachdenken anregt.
Susanne & Mara
~~~
"Leben ist das, was passiert, während
Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen."

(John Lennon)
~~~
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littledog
 
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Beitragvon schnegge » 01.05.2007 10:07

ich kenne die Geschichte schon aber ist immer wieder zum :( und lässt mich nach denken.
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schnegge
 
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Beitragvon DogTears » 01.05.2007 10:09

hab nen richtigen kloß im hals.... :/
Bei Ausgrabungen in den Ruinen von Pompej wurde in der vulkanischen Asche ein Hund gefunden, der über einem
Kind lag.
Der Hund, dessen Name Delta war, trug ein Halsband auf dem zu lesen war, daß er seinem Besitzer
Severinus dreimal das Leben gerettet hatte....
DogTears
 
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Beitragvon Ronjaxx » 01.05.2007 10:15

Eine schrecklich traurige Geschichte :( die mich sehr betroffen und wütend macht!
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Ronjaxx
 
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Beitragvon Askja » 01.05.2007 11:06

Ich kannte die Geschichte auch schon, aber mir stehen trotzdem
jedes Mal wieder die Tränen in den Augen.....:(
LG Claudia mit Askja
Mandy immer in Gedanken und im Herzen bei uns
(03.06.1993 - 09.08.2006)

Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage. Aber nicht dafür, was du verstehst!!
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Askja
 
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Beitragvon Luthien » 01.05.2007 18:32

Askja hat geschrieben:Ich kannte die Geschichte auch schon, aber mir stehen trotzdem
jedes Mal wieder die Tränen in den Augen.....:(


ja geht mir genauso!
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.............
BIS BALD
NICOLE & FELIX

"KOPF HOCH, AUCH WENN DER HALS DRECKIG IST!
Luthien
 
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Beitragvon Poison » 01.05.2007 18:41

ich weiß nicht was ich sagen soll..... ich finde das so traurig und .... es macht mich wütend und nachdenklich zugleich!
Liebe Grüße Elke und Werner
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Poison
 
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Beitragvon Veralina » 01.05.2007 18:43

:( Nur Menschen können so grausam sein :(
Viele Grüße
Verena mit Stanley & den Katern Wiski & Frisbee
~~~
Früher war ich Schizophren, heute sind wir zu dritt
~~~
Fotogalerie der Userhunde, Seite 9
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Veralina
 
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Beitragvon wolfskin » 01.05.2007 18:57

Traurige Geschichte. Sehr schwer dazu was zu sagen, mir fehlen die Worte.
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wolfskin
 
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