DogForum.de das große Hundeforum

Hallo Hundefreund,

Ob Rassehund oder Mischling, groß oder klein, wir heißen Euch alle herzlich willkommen. Die Benutzung vom Hundeforum ist absolut kostenlos. Als Mitglied könnt Ihr aktiv am Forum teilnehmen, hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.

Mitglieder Login

  Passwort vergessen?
ANZEIGE

Traurig

Alles rund um die älteren Hunde (Senioren).

Moderator: DF-Mods

Traurig

Beitragvon Schwede » 08.02.2010 23:56

Hallo
Muss einfach mit jemandem reden.
Mit meinem Hundi geht's zu Ende.
Nachdem er vor einer Woche plötzlich seine Leckerchen verschmähte, wurde ich unruhig. Da ich beruflich ins Ausland musste, ging meine Frau mit Ihm in die Tierklinik. Diagnose: Leberkrebs!
Der Tierarzt gibt Ihm noch 2 Wochen bis 6 Monate. Wenn ich sehe wie er sich verhält, glaube ich nicht an die 6 Monate. Auf Grund seines Alters, er ist jetzt 13 Jahre, wollte der Arzt Ihn nicht mehr Röntgen. Er meinte das wuerde die Diagnose nur bestätigen und die erforderliche Narkose ihn nur belasten. Er hat ein Schmerzmittel verschrieben und meiner Frau erklärt wie die weiteren Symtome aussehen.
Mir ist klar, das ich etwas tun muss wenn es soweit ist, habe aber totale Panik.
Hoffe das mir jemand einen Rat geben kann.
Der Schwede
Schwede
(Themenstarter)
 
neues Mitglied
 

ANZEIGEN

Beitragvon Ziggy » 09.02.2010 00:13

Lass dich mal virtuell ganz fest drücken. :streichel:

Es tut mir so leid.


Wie lange bist du denn noch im Ausland? Bist du sehr weit weg von zu Hause? Vielleicht kannst du schnell mal nach Hause fahren?

Deinem Nick nach zu urteilen bist du in Schweden?

Ich weiss noch als es bei Racker soweit war. Der TA gab ihm damals auch nur noch 6 Monate, welche er dann auch schaffte.

Es ging ihm dann innerhalb von 2 Tagen sehr schlecht, er frass auch nichts mehr. Ich ging damals zu meiner Freundin da ich diese Entscheidung nicht alleine treffen wollte.


Ich kann dir nur den Rat geben, geniesst die Zeit mit eurem Wuffel.

Versucht die Entscheidung ihn gehen zu lassen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Ich weiss das es erst mal schwer ist, weil man immer erst das Gefühl hat den falschen Zeitpunkt zu bestimmen.

So ging es mir jedenfalls.
LG von Emmy, Laila und Frauchen Kerstin
Jetzt mit Bildern von den "Monstern" In Farbe und bunt.

Merke: Dem Hund in der Nase popeln bringt gar nichts, da man so nicht die Anzahl seiner Geruchsnerven feststellen kann.
Benutzeravatar
Ziggy
 
Mitglied
 

Beitragvon Proeftel » 09.02.2010 00:23

Hallo Schwede,

das ist eine harte Diagnose.
Ich wünsche euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit des Abschiednehmens. :umarmen:
Macht euch noch ein paar schöne Wochen (und vielleicht ja auch Monate) mit eurem Hund. Wenn er gehen möchte, wird er es euch wissen lassen.

Mitfühlende Grüße

Proeftel
Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde. Mein Hund ist mir im Sturm noch treu, der Mensch nicht mal im Winde. (Franz von Assisi)
__________________________________________
Bona (DSH) *05.03.1997 †09.08.2009
Darci (ADSH) *11.12.2008
Emilie (ADSH) *31.12.2008
Benutzeravatar
Proeftel
 
Mitglied
 

Beitragvon rotti-frauchen » 09.02.2010 00:27

hallo schwede,

es tut mir sehr leid um deinen hund und ich kann dich verstehen. meine ist auch schon 12,5 jahre alt und ich habe schon eine weile angst, dass ich vielleicht bald auch vor der entscheidung stehe.

genieße jeden tag, den ihr noch zusammen habt und verwöhne deinen hund.

ganz traurige grüße marion
Benutzeravatar
rotti-frauchen
 
Mitglied
 

Beitragvon Tatze77 » 09.02.2010 06:13

Hallo,

das steht über kurz oder lang unserer Bessy auch bevor.
Sie hat eine dicke Beule in der Achsel und Tumore in der Gesäugeleiste.
Lasse sie nicht mehr operieren,lasse sie noch soweit es ihr gut geht.
In den letzten Tagen baut sie sehr ab, der Winter bekommt ihr nicht mehr so gut.
Sowas ist nie leicht!
Wünsche euch alles gute und Kraft.


Viele Grüße
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.
Bessy:Schnauzer-Retriver Verstorben am 12.08.10
Kuddel:Jack Russel Terrier 6 Jahre
Lina:Australian Shepherd 1 Jahr
Donny:Hannoveraner 3 Jahre
Benutzeravatar
Tatze77
 
Mitglied
 

Beitragvon EliBaBa » 09.02.2010 08:01

Hallo Schwede,

auch mein Oldie hatte Leberkrebs, man merkte ihm aber bis zum Schluß nichts davon an, unser erster Puli aus dem TH schwächelte er sehr schnell, verweigerte das Fressen. Bei Bogi, er starb vor drei Monaten altersbedingt, wurde dies bei einem Ultraschall fest gestellt, selbst beim Röntgen würde unser TA keine Narkose machen. Ein Röntgenbild ist schnell "geschossen", ein Ultraschall dauert ein bissele länger, aber mit gutem Zureden von Herrchen oder Frauchen, dürfte dies kein Thema sein.

Ob du dieses Untersuchungen machen lassen willst, mußt du entscheiden, wir ließen dies bei einer Herzschallung gleich mitmachen und wußten seither Bescheid, auch daß der Tumor nicht sehr groß war.

Dein Hund bekommt Schmerzmittel? Eigentlich ist Leberkrebs schmerzlos, die Hunde werden nur schwächer, so kenne ich es von meinen Pulis.

Alles Gute für euch!
* I love Pulis *
Benutzeravatar
EliBaBa
 
Mitglied
 

Beitragvon Iris + Berny » 09.02.2010 08:21

Ich weiss, so eine Situation ist echt schlimm.

Aber sag dir, dass sie für dich sicher schlimmer ist als für deinen Hund. Denn solange der halbwegs schmerzlos ist, geht für ihn sein Leben weiter, Tag für Tag.

Mit Berny (gut 13) geht es auch steil bergab. Bei ihm ist es der gesamte Gehapparat. Vor einem Jahr war es noch "nur" sehr, sehr starke Arthrose, dieses Jahr hat er seine Hinterbeine kaum noch unter Kontrolle. Ich halte ihn schon beim Fressen, weil er da vor lauter Übereifer seine Füsse schlecht hinstellt und dann das Gleichgewicht verliert und nicht mehr an den Napf kommt.

Noch vor einem Monat, dachte ich mir, wenn er noch bis zum 15ten Geburtstag kommt, wäre es schön. Inzwischen bin ich fast schon froh, wenn wir es bis zum 14ten Geburtstag schaffen (im Mai).

Ich wünsche dir viel Kraft bei dem Ganzen. Und besprich mit deiner Freundin wirklich genau, ab wann ihr euren Hund gehen lassen wollt. Ich finde das macht es einem dann leichter. Wir haben uns geeinigt auf "wenn er nicht mehr selber fresse, pinkeln und kacken kann", und solange das noch geht, auch wenn er total mühsam geht, helfen wir ihm so gut es geht.
Grüsse,
Iris + Huskies Jaakko (Rüde, 13 Jahre), Roots (Rüde, 11 Jahre), Daika (Hündin, 3 Jahre), Ebi(shkaja) (Hündin, 2 Jahre) und Ewok (Rüde, 1.5 Jahre) und Katze Isis
Berny, Riesenyorkie-rüde, mit 15 Jahren in den Hundehimmel gegangen
Photos und News der Hundebande
Benutzeravatar
Iris + Berny
 
Mitglied
 

Beitragvon Chris2406 » 09.02.2010 08:30

Hallo,
es tut mir immer wieder leid, sowas zu lesen.

Ich kann Dir nur versichern, dass wir Tierhalter an diesen schweren Momenten wachsen - Ihr werdet es wissen, wenn Euer Hund nicht mehr kann und dann das einzig Richtige tun, ihn einschläfern lassen. Wir KÖNNEN das, wenn es dem Hund zuliebe sein muss.
Dann schaffen wir es, unseren eigenen Schmerz erstmal beiseite zu schieben und nur für den Hund da zu sein. Vertrau darauf, das ist so.

Rein medizinisch habe ich allerdings noch Fragen/Tipps:
Wie ist denn die Diagnose Leberkrebs gestellt worden?
Das Röntgen wäre ja vermutlich zur Feststellung von Metastasen gedacht gewesen?
Das mit dem Schmerzmittel ist schon angesprochen worden, es gibt in der Medizin den Spruch "Der Ikterus (=Gelbfärbung durch Leberfarbstoff Bilirubin) ist der Schmerz der Leber", heißt also, dass Lebererkrankungen an sich schmerzfrei sind.

Was ich persönlich - wenn es für den Hund keinen Streß bedeutet - grundsätzlich immer machen würde, wäre mir eine 2. Meinung einzuholen. Man fühlt sich einfach besser und hat im Nachhinein nicht mit den ganzen "Ach hätt ich doch`s" zu kämpfen, die einen sonst häufig treffen, wenn man sich später Fragen stellt, ob man nicht noch irgendetwas anderes hätte tun können.

Genießt die Zeit mit Eurem Hund. Manchmal werden aus Tagen noch Wochen und aus Wochen noch Monate.
Aus der Ferne ist das für Dich sicher besonders schwer - aber, Dein Hund weiß irgendwie, dass Du bei ihm bist und an ihn denkst.

LG, Chris
Alte Hunde - sie machen einen einfach wahnsinnig und wir lieben sie dafür und irgendwann brechen sie uns das Herz, wenn sie gehen müssen.
Benutzeravatar
Chris2406
 
Moderator
 

Beitragvon kaenguruh » 09.02.2010 09:12

Auch ich reihe mich ein. Es tut mir sehr Leid für Euch, dass die Zeit des Abschieds langsam beginnt. Ist sicher nochmal besonders schwer, wenn man nicht vor Ort sein kann. Ich wünsche Euch viel Kraft und Eurem Wuffel einen wunderschönen Lebensabend.

Hier findest Du / ihr ganz viele Menschen, die in einer ähnlichen Situation stecken und noch viel mehr Menschen, die eine ähnliche Situation bereits bewältigen mussten. Manchmal hilft es, wenn man weiß, man ist nicht allein.

Ganz liebe Grüße,
Kängu
"Im Seniorenalter entschied ich mich, mich noch einmal der Erziehung von Menschen zu widmen ..."
sagt der alte Herr Leon

Er hat seine Tierheimkumpels nicht vergessen:
Anton (*2001) Bluthund-Mix
Django (*1999) schwarzer Wusel
Bibo (*1999) der große liebe Wolf

Benutzeravatar
kaenguruh
 
Mitglied
 

Beitragvon Kampfzwerg01 » 09.02.2010 09:56

Iris + Berny hat geschrieben:Ich weiss, so eine Situation ist echt schlimm.

Aber sag dir, dass sie für dich sicher schlimmer ist als für deinen Hund. Denn solange der halbwegs schmerzlos ist, geht für ihn sein Leben weiter, Tag für Tag.




Chris2406 hat geschrieben:Hallo,
es tut mir immer wieder leid, sowas zu lesen.

Ich kann Dir nur versichern, dass wir Tierhalter an diesen schweren Momenten wachsen - Ihr werdet es wissen, wenn Euer Hund nicht mehr kann und dann das einzig Richtige tun, ihn einschläfern lassen. Wir KÖNNEN das, wenn es dem Hund zuliebe sein muss.
Dann schaffen wir es, unseren eigenen Schmerz erstmal beiseite zu schieben und nur für den Hund da zu sein. Vertrau darauf, das ist so.


Das kann ich nur bestätigen, es ist unendlich schwer den geliebten Vierbeiner seinen letzten Weg alleine weitergehen zu lassen und tut mir unendlich leid für Euch, vor allem Deine räumliche Trennung macht es natürlich nich gerade leicher.

Nur ein schwacher Trost mit der jetztigen Situation umzugehen ist vielleicht sich folgendes bewusst zu machen:
Tiere kennen den Begriff des nächsten Morgens nicht, sie leben jetzt und im Augenblick, daher macht Euer Hund sich keine Gedanken wie es mit ihm weitergeht.

Er wird zwar spüren wenn es mit ihm zu Ende geht und Euch zeigen, wenn er bereit ist zu gehen, aber Sorgen macht er sich keine.
Ihr werdet merken wann dieser Zeitpunkt gekommen ist und dann wünsche ich Euch Kraft Eueren Hund wohin auch immer vorausgehen zu lassen.

Bei uns hieß es auch na ja ein halbes Jahr vielleicht noch und dann durfte uns unsere Maus uns noch ein gutes Jahr begleiten.
Im Nachhinein ist es eine sehr intensive und bewusste Zeit gewesen, aber das können wir auch erst heute so sehen.

Fühlt Euch gedrückt vom Kampfzerg mit Pucki, Kira, Dachsel, Schnuffi, Gero, Silva, Zita und Tom im Herzen.

Ihr seid nicht alleine und könnt Euch hoffentlich gegenseitig trösten, ansonsten findet Ihr hier auch gerne ein offenes Ohr.
"Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat der Mensch keine Zukunft!"
Albert Schweitzer
Benutzeravatar
Kampfzwerg01
 
Mitglied
 

Sämtliche Beiträge geben die Meinung des jeweiligen Autors wieder.
Für den Inhalt dieser Beiträge sind ausschließlich die Autoren verantwortlich.
Nächste



Zurück zu Senioren



 


  • Ähnliche Topics
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste