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Suprelorin, chemische Kastration Erfahrungsbericht

Alles rund um die Gesundheit Eurer Hunde.

Diese Rubrik ersetzt nicht den Tierarzt oder einen Besuch bei dem Selbigen.

Moderator: DF-Mods

Beitragvon naijra » 17.11.2008 23:18

Thallus, deine Beiträge hier bestätigen den bisherigen Eindruck, dass du dich mit der Kastrationsproblematik nie wirklich fundiert auseinander gesetzt hast, sondern nur mit Schlagworten polemisierst.

Klar, bei Kastration geht es um Eingriffe in den Hormonhaushalt, gewisse Hormoneffekte sollen ausgeschaltet werden - ansonsten könnte man sich die Übung ja wirklich sparen! Aber bevor man über gewisse Methoden lospoltert, sollte man eine Ahnung haben, was die wirklich beinhalten und bewirken. Davon habe ich deinen Beiträgen noch nie einen Hauch von Ahnung oder auch nur Interesse verspürt. Dir geht es ausschliesslich um Bestätigung deiner vorgefassten Meinungen, egal, was das für den individuellen Hund bedeutet.

Finnrotti, ich lese den Bericht mit Interesse! Ich finde die Wirkungsweise von der Biochemie her sehr vielversprechend, auch wenn man noch mehr über Langzeiteffekte wissen müsste. Gerade auch für Hündinnen fände ich es interessant - aber da gibt es noch zuwenig Daten, für die ist es noch nicht zugelassen.
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Beitragvon Thallus » 18.11.2008 20:23

Hallo!


finnrotti hat geschrieben:bitte zitiere doch mal genau, wo ich hier Werbung für dieses Medikament gemacht habe.

Ich habe das Gefühl, daß Du Schwierigkeiten beim Erkennen von Werbung hast! :rolleyes:

Du hast ein umfangreiches Zitat der Produktbeschreibung gebracht, ich verzichte darauf, das noch einmal zu zitieren, es bläht den Thread nur unnötig auf.
Meinst Du, der Hersteller verwendet einen objektiven Text?


finnrotti hat geschrieben:dann könntest Du Dich darüber informieren, dass durch den Chip KEINE zusätzlichen Hormone abgegeben werden.

Es ist "nett" umschrieben:

Deslorelin, der Wirkstoff in Suprelorin, wirkt wie das körpereigene natürliche Hormon Gonadotropin-
Releasing-Hormon (GnRH), das die Ausschüttung anderer Fruchtbarkeitshormone steuert.

"Wirkt wie das körpereigene natürliche Hormon..."
Im Klartext: es handelt sich um ein künstliches Hormon. Sonst müßte man nicht schreiben, es wirke WIE ein körpereigenes!
Das Produkt gibt also definitiv Hormone ab, mit denen die Körperfunktion verändert werden soll.
Und es wirkt eben NICHT wie vom Körper vorbestimmt!
Sonst wäre die Anwendung ja auch für die Katz! :rolleyes:
Das hat auch ein anderer hier offensichtlich erkannt! :smile:


Thallus.
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Beitragvon finnrotti » 18.11.2008 20:41

Thallus, ich bitte Dich jetzt nochmal einen separaten Thread aufzumachen, in dem Du über die Vor- und Nachteile der chem. Kastration diskutieren kannst.
Dieser Thread hier ist zur Information und ich werde Dich ab jetzt ignorieren, falls wieder etwas kommt, was eindeutig keine Frage ist oder nicht zur Wissenserweiterung des Medikaments dient.
Danke
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Beitragvon Thallus » 19.11.2008 00:24

Hallo!


Entschuldigung! Aber jetzt muß ich mich doch ein wenig wundern!

Du hast hier ein Medikament vorgestellt, mit dem ein Rüde chemisch kastriert werden soll.
In Anbetracht der Medizingläubigkeit denkt ja mittlerweile fast jeder, daß diese Produkte gaz toll sind und die erwarteten Ergebnisse auch auf jeden Fall eintreten.
Es mag ja sein, daß die Dareichungsform mittels eines Implantats seine Vorteile gegenüber einer Injektion hat. Die grundsätzliche Wirkungsweise ist jedoch die gleiche mit prinzipiell den gleichen möglichen Nebenwirkungen.
Es sollte erlaubt sein, darauf hinzuweisen.
Deine Reaktion bestätigt mir jetzt sogar meinen Verdacht der Werbung.

Ich komme mir allmählich vor, wie jemand, der auf einer Kaffeefahrt darauf hinweist, daß die Rheumadecke für 300 Euro aus einem Material besteht, das im Verdacht steht, Allergien hervorzurufen.
Die Reaktion des Verkäufers dürfte der Deinen sehr gleichen. :rolleyes:

Nein, ich möchte hier nicht provozieren, sondern lediglich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen. :???:


Thallus.
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Beitragvon Appelschnut » 19.11.2008 01:06

@Thallus

Ich finde Du bist ein bisschen übererregt!

Auch mein Hund "leidet" zur Zeit an einem Suprelorin-Chip! Ich habe ihm das "zugemutet", weil ich sicher sein wollte, dass sein Drang, jeden anderen Rüden zu besteigen etwas mit den Hormonen zu tun hat.

In unserem Fall ist die Antwort JA!

Aber auch die Erkenntnis, dass es nicht um ein Hormonproblem geht, hilft doch schon weiter. Zumindest wird dann nicht mal eben so auf Verdacht "herumgeschnippelt" (Entschuldigung für die Ausdrucksweise).

Das derzeitige "Leiden" meines Hundes an dem Suprelorin-Chip äußert sich darin, dass er wieder alle Hunde zum Spielen auffordert und Spaß hat. Das möchte ich aber wirklich nur als einen individuellen Erfahrungsbericht verstanden wissen.

Was ich mache, wenn die Wirkung in ca. zwei Monaten nachlässt und möglicherweise die alten Verhaltensmuster zurückkehren weiß ich noch nicht.

LG Appelschnut
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Beitragvon Chandrocharly » 19.11.2008 01:09

es bläht den Thread nur unnötig auf.


Das tust Du doch auch so ständig. Mittlerweile machst Du jeden Thread kaputt mit Deiner Einstellung. Da wetterst Du gegen Kastra,und wenn es die Möglichkeit gibt, es auszuprobieren,ob die Hormone Auslöser der Probleme sind, BEVOR MAN UNNÖTIGERWEISE KASTRIERT,ist es Dir auch wieder nicht recht. Mittlerweile habe ich das Gefühl,Du willst nur gegenanreden.
Ich akzeptiere Deine Einstellung in sofern,einer denkt so,einer so. Aber bitte gehe doch mit Deinem Hund so vor, und versuche uns nicht ständig zu belehren,was wir mit unseren Hunden tun und lassen sollen, höre bitte auf, uns ständig den Zeigefinger zu heben.
Wir haben jetzt alle Deine Ansicht der Dinge oft genug gelesen und wissen Bescheid,also weitere Aufklärung von Deiner Seite braucht es nicht mehr.
Es grüssen Sylvi, Chandro und Charly tief in unseren Herzen

Zu finden sind wir auf Seite 14 in der FOTOGALERIE DER USERHUNDE


Man kann in Tiere nichts hineinprügeln. Aber man kann alles aus ihnen herausstreicheln (Astrid Lindgren)


(Leonardo DaVinci)
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Beitragvon finnrotti » 19.11.2008 16:29

@ Appelschnut
das ist ja interessant. Dein Hund ist ein grosser Kerl, oder? Wie lange hat es denn bei Euch gedauert bis Ihr eine Änderung seines Verhaltens feststellen konntet?
Lg
Finnrotti
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Beitragvon cocogoldie » 19.11.2008 18:01

Hallo Finrotti,
unser Nilsson (2 Jahre) hat Anfang September den Chip bekommen. Weil zunächst ja mal der Testosterongehalt im Körper steigt, Suprelorin funktioniert ja via Rebound-Effekt, war er die ersten 14 Tage an der Leine noch viel unmöglicher als sonst und hat auch im Freilauf gern mal Rüden angepöbelt. Gegen Leinenaggression waren wir machtlos, im Freilauf läßt er sich zum Glück gut abrufen, auch wenn er auf Rüpel macht.

Dann das Wunder nach ca. 14 Tagen: Nilsson, der im letzten halben Jahr kaum noch gespielt hat, kaum noch mit Hunden Kontakt aufgenommen hat (außer um sich mal wichtig zu machen) und was mich v.a. belastete, der Nilsson, der fast schon lethagisch und ohne Lebensfreude nehmen mir hertrottete, war plötzlich wieder der "Alte". Er hat sichtbaren Spass an Gassigängen, spielt wieder mit Hunden egal ob Junge oder Mädl, ist viel aufmerksamer, daher auch gehorsamer und viel lebhafter. Er scheint mir vermenschlicht gesagt wieder viel glücklicher. Offenbar hat ihm das ganze Abchecken anderer Hunde bezüglich Status derart gestresst, dass er sich immer mehr zurückgezogen hat. Spannend wird's wenn der Köper nach ein paar Monaten wieder Testosteron produziert...

berichte doch mal, wie es bei euch läuft
liebe Grüße
Christiane
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Beitragvon Appelschnut » 19.11.2008 18:31

finnrotti hat geschrieben:@ Appelschnut
das ist ja interessant. Dein Hund ist ein grosser Kerl, oder? Wie lange hat es denn bei Euch gedauert bis Ihr eine Änderung seines Verhaltens feststellen konntet?
Lg
Finnrotti


Hallo Finnrotti,

ja mein Hund ist ein relativ großer Kerl, obwohl für die Rasse (Neufundländer) eher zierlich. Bei uns hat es ziemlich genau die vom Hersteller angegebenen 6 Wochen gedauert, bis die Verhaltensänderung da war. Erst hatte ich schon gedacht, es bringt nichts und dann kam es beinahe schlagartig.

Ansonsten empfinde ich vieles so wie cocogoldie es beschrieben hat
Nilsson, der im letzten halben Jahr kaum noch gespielt hat, kaum noch mit Hunden Kontakt aufgenommen hat (außer um sich mal wichtig zu machen) und was mich v.a. belastete, der Nilsson, der fast schon lethagisch und ohne Lebensfreude nehmen mir hertrottete, war plötzlich wieder der "Alte". Er hat sichtbaren Spass an Gassigängen, spielt wieder mit Hunden egal ob Junge oder Mädl, ist viel aufmerksamer, daher auch gehorsamer und viel lebhafter. Er scheint mir vermenschlicht gesagt wieder viel glücklicher. Offenbar hat ihm das ganze Abchecken anderer Hunde bezüglich Status derart gestresst, dass er sich immer mehr zurückgezogen hat. Spannend wird's wenn der Köper nach ein paar Monaten wieder Testosteron produziert...


Ich warte auch drauf, was passiert, wenn die Wirkung nachlässt. Ich hoffe ein wenig darauf, dass sein Verhalten gegenüber anderen Rüden nur eine pubertäre Phase war und er nicht in die alten Verhaltensweisen zurück fällt.

LG Appelschnut
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Beitragvon Thallus » 19.11.2008 19:53

Hallo!


Chandrocharly hat geschrieben:Da wetterst Du gegen Kastra,und wenn es die Möglichkeit gibt, es auszuprobieren,ob die Hormone Auslöser der Probleme sind, BEVOR MAN UNNÖTIGERWEISE KASTRIERT,ist es Dir auch wieder nicht recht.

Ich habe das Gefühl, daß Ihr hier meine Antworten in Wirklichkeit regelrecht liebt, denn sonst würdet Ihr hier nicht immer etwas schreiben, das mich zu einer korrigierenden Antwort bewegt.

Ich weiß nicht, ich weiß nicht...

Vielleicht wirst Du lachen, aber Hormone sind sehr sehr oft Auslöser für irgendwelches Verhalten.
Vielleicht hast Du meine Meinung in anderen Threads auch falsch verstanden oder ich bin nicht richtig herüber gekommen... :???:

Ich schrieb und bin immer noch der Meinung, daß man unerwünschtes Verhalten nicht mittels Amputation/Verstümmelung in den Griff bekommen soll, sondern durch Erziehung.
Und komischerweise schaffen das ja auch manche Leute. Leute, für die Kastration nicht die Lösung darstellt!
Und so gesehen ist die "Kastrationspille" für die Katz (man entschuldige meine blumige Ausdrucksweise).
Die chemische Kastration verhindert nämlich keineswegs, daß der Hund/Rüde fruchtbar bleibt, auch wenn die Fruchtbarkeit wohl herabgesetzt wird.
Von daher existiert eigentlich kein Sinn für derartige Präparate!

Es setzt doch auch keiner Schlaufen ein, mit denen ein Bein eines Hundes abgebunden wird, um zu prüfen, ob er mit drei Beinen weniger Bewegung benötigt.
Wenn ja, dann kann ihm ja eines amputiert werden!

Ich finde, solche zugegebenermaßen kranke Vergleiche zeigen erst, wie krank manche Leute in bezug auf ihre Hunde denken.
Meine Güte!

Ich schrieb auch, das wurde offenbar auch ignoriert, daß eine chemische Kastration KEINESWEGS immer die gleichen Auswirkungen wie die "richtige" hat - so oder so.


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