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Schwarze Hunde

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Moderator: DF-Mods

Schwarze Hunde

Beitragvon Prunus » 25.09.2013 22:18

Hallo Zusammen,
eines würde mich mal interessieren - wieso eigentlich gibt es so große Verbehalte gegen schwarze Hunde.

Sie müssen am längsten im Tierheim ausharren
Leute die sowieso Angst haben, haben besonders große Angst vor ihnen
In der Mythologie sind schwarze Hunde negativ behaftet
Schwarze Hunde gelten sogar bei manchen Hundebesitzern als aggressiver

Welche Erfahrungen macht Ihr mit Euren schwarzen Hunden, werden Euch auch solche Voruteile zugetragen.

LG
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon Sunti » 25.09.2013 22:33

Mir wurde von einer älteren Dame erklärt, dass gerade in ländlichen Gebieten die ältere Generation noch Angst vor schwarzen Hunden habe, weil man sich noch an die Hofhunde erinnere. Diese seien häufig schwarze Mischlinge gewesen, die meistens nicht ohne gewesen sein sollen. Dies wird dann halt auf jeden Hund übertragen, wenn man als Kind öfter von Nachbars Hund gescheucht wurde.
Hinzu kommt, dass es bestimmte dunkle Rassen gibt, die ursprünglich Schutzaufgaben hatten, ich denke da z.B. an Dobermann und Rottweiler. Da Menschen zum Generalisieren neigen, werden in dem Fall eben häufig alle schwarzen Hunde über einen Kamm geschoren.

Im Tierheim sitzen die rein Schwarzen oft länger, weil das menschliche Auge gern an Auffälligkeiten hängen bleibt. Schwarze Hunde werden deshalb durchaus einfach übersehen, wenn sie kein anderes auffälliges Merkmal haben. Ich habe von Tierheimen gehört, die ihren schwarzen Hunden bunte Halsbänder umbinden, um ihnen einen optischen Blickfang zu geben.

In der Mythologie wird der schwarze Hund halt meistens nicht so freundlich dargestellt. Zerberus, der Höllenhund, war vermutlich schwarz. Harry Potters "Grim", der Vorbote des Todes, ist auch ein schwarzer Hund. Schwarz war in früheren Zeiten die Farbe des Teufels bzw. seiner Verbündeten, man denke nur an Raben, schwarze Katzen etc. Dass das auch für Hunde gilt, ist da eigentlich ziemlich logisch.

Ich kannte eine Hundehalterin mit einem wunderschönen schwarzen, großen Hund, die derartig angefeindet wurde, nur weil ihr Hund schwarz war, dass sie mir erzählte, sie würde sich nie wieder einen schwarzen Hund anschaffen.

Persönlich finde ich schwarze Hunde toll, hier lebt jetzt der zweite Schwarze, der ist allerdings nicht rein schwarz, sondern black/tan, also in der "bösen Rottweiler-Farbe". Seine bernsteinfarbenen Augen und sein Charme lassen jedoch die Leute über seinen schwarzen Pelz hinweg sehen, sie finden ihn durch die Bank super, wunderschön, toll etc.
"I've learned to trust my instincts and commit fully to my choices, that there are no "bad" decisions and that even wrong decisions aren't fatal."
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon KleinWhoopi » 25.09.2013 22:34

Ich habe eine 15 Jahre alte Labrador-Mix Hündin, sie lebt seit sie 10 Wochen alt ist bei uns und leider müssen wir noch diese Woche Abschied nehmen, aber ich habe in den 15 Jahren auch die Erfahrung gemacht das schwarze Hunde als "böse" verschrien sind.
Unsere Hündin hat in den 15 gemeinsamen Jahren weder einem unserer Kleintiere, eine unserer Katzen, eines unserer Kinder samt dessen Freunden oder sonst wem irgendwas getan, dennoch hieß es immer "was ein böser Hund" !
Ich denke das Menschen mit hellen Farben und auch dem Licht etwas positives empfinden, und dunkle Farben und die Nacht eher negativ mit Ängsten besetzt sind.
Evtl. ist es eine Art Urangst, weil alles Böse auch in der Literatur und in den Medien mit dunklen Farben und düsterer Musik besetzt ist.
Eine Art anerzogene Angst, die oft schon in der Kindheit geprägt wird !

Ich für meinen Teil muss sagen, das ich noch nie einen treueren Begleiter und eine liebere Seele wie meine "gefährliche" schwarze Hündin hatte, und daher auch mein nächster Hund wieder ein angsteinflößender in der Hauptfarbe, schwarzer Hund sein wird !

Noch ein positiver Effekt: Ich kann ohne Angst die Haustüre unverschlossen lassen, und Zeugen Jehovas kommen auch nimmer :lol:
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.

Ernst R. Hauschka
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon Sunti » 25.09.2013 22:41

Nachtrag: Mir wurde von einer Schaffnerin im Zug gesagt, dass ich wahrscheinlich mit meinem schwarzen Hund eher von den Kollegen dazu aufgefordert werden würde, dem Hund den Maulkorb anzuziehen, als dies mit einem blonden Hund, besonders Golden Retriever, passieren würde. Sie selbst fände das zwar doof, aber sie habe es bei Kollegen schon erlebt.
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon Kriba » 25.09.2013 22:44

Tja, keine Ahnung warum sich das in den Köpfen vieler Leute so festgesetzt hat, dass schwarz gleich böse bedeutet.
Mein schwarzer Schäferhundmischling war der liebste Hund, den man sich vorstellen kann, zu Menschen total sanft und verschmust. Was ich mir zum Teil für Sachen anhören durfte :mute: .
Einmal war ich mit anderen Hundehaltern und deren Hunden unterwegs. Es kamen zwei Kinder mit ihren Eltern angelaufen und haben ganz artig gefragt, ob sie den Terrier eines Freundes streicheln dürfen. Da dieser Hund aber keine Kinder mag, habe ich dann angeboten, dass sie ja meinen streicheln können. Daraufhin hat die Mutter ihre Kinder weggezogen und gemeint, das wäre ihr bei diesem großen, schwarzen Hund zu gefährlich. Hat mich schon etwas gewundert, da der Terrier ein paar Meter weiter wild kläffend in der Leine hing, aber den hätten die Kinder von der Mutter aus streicheln dürfen :headbash: .
Naja, da hilft wohl nur seinen Hund gut zu erziehen und den Leuten immer wieder zu zeigen, dass auch die großen schwarzen Monster ganz brav und freundlich sind.
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon QuoVadis » 25.09.2013 22:59

Ich liebe schwarze Hunde, hatte bisher auch zwei, Rotti und Mixhündin in Schäferhundgröße, und habe keine Vorbehalte zu spüren bekommen.
Sie waren gut erzogen und sind überall nur positiv aufgefallen!
Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon Wuffle » 25.09.2013 23:51

Ich habe einen "orangen" Pitbull-Mix und einen schwarxen Labrador-Mix. Obwohl man dem orangen den Pitbull deutlisch ansieht, aber die Leute mehr Angst vor dem scharzen Labi.
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon GiRoPri » 26.09.2013 01:25

Kann ich mit meinem Gordon Setter eigentlich nicht bestaetigen. Eine liebe Freundin hatte einen sehr gut erzogenen, fast weissen Golden, und ziemlich viele Probleme mit den "lieben"Mitmenschen, wurde beschimpft, angepoebelt wegen dem Hund. Das ist mir sowohl mit meinen fast immer sehr grossen roten und auch schwarzen Setter-Rueden kaum einmal passiert. Rodin hat sowieso ein Gesicht und einen Augenaufschlag, dass ihm niemand "boese" sein kann, geschweige denn ihn fuerchtet. ;) Und Primo, braunschimmelig mit viel Weiss hat seine eigenen Fans, aber aufgrund seiner "wuerdevollen, unschuldigen" Optik. |) ;)
Ich hab das Gefuehl, dass neben der Farbe, auch noch andere Faktoren eine Rolle spil(t)en, wie spitze, aufrecht stehende Ohren, gelbe Augen, kupierte Ohren und Ruten, etc.? Gaebe es den Rottweiler oder Dobermann etc. auch in hell, sandfarben, rot, wuerde das schwarze "Boese" nur mehr halb so "wild" gesehen werden.

Liebe Gruesse
Gini, Rodin & Primo
Die Wahrheit ist leicht zu verstehen, wenn sie erst entdeckt ist, das Schwierige ist nur, sie zu finden,
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon BosseBaby » 26.09.2013 06:53

Guten Morgen!
Ich habe die Erfahrung auch gemacht, dass schwarze Hunde eher als gefährlich angesehen werden. Der Setter ist vielleichtbwegenndes langen Fells eine Ausnahme (nur eine Idee von mir). Unser letzter Hund war ein schwarzer Bardino-Schäferhund-Mix und ein Seelchen von Hund (abgesehen von 1 bis 2 Intimfeinden). Auch der wurde oft als gefährlich angesehen, obwohl er Menschen einfach nur geliebt hat. Die Kombination von groß, kurzhaarig und schwarz scheint irgendwelche Urängste in den Menschen auszulösen.
Ich hingegen liebe schwarze Hunde. Treffe ich unterwegs mehrere Hunde oder sehe sie im Fernsehen, fahre ich immer auf die schwarzen ab :smile: . Irgendwie habe ich sowieso einen anderen Hundegegeschmack als viele andere Leute in meinem Bekanntenkreis :D . Mir gefällt alles, was irgendwie besonders ist.
Unser jetziger Hund ist zwar braun, hat aber eine schwarze Maske und sieht "schmutzig" aus.
LG, Eva
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Re: Schwarze Hunde

Beitragvon SibyllemitHund » 26.09.2013 07:09

Wir hatten einen schwarzen Laboreiro, 70 cm hoch, 40 Kilo schwer.
Und ja, ich rannte immer gegen eine Wand von Vorurteilen.
Der beste Spruch war vom einem Tut- Nix Besitzer: Wegen meinem Hund müssten alle Hund hier in der gegen an der Leien bleiben. Es wäre ja bekannt, dass er agressiv sei.
Das nachdem sein Hund auf meinen Hund (der an der leine Fuß ging) losgegangen war und er selbst über 100 Meter entfernt war. Mit uneinsehbaren Kurven dazwischen.
Zum Glück hat ein Tierheimkontrolleur seine Garten hier und hat alles gesehen sich eingemischt und sich als Zeuge angeboten sollte etwas sein.
Jogger wurden schon von weitem sichtlich nervös wenn sie uns sahen, Frauen mit Kinderwagen wechselten die Strassenseite.

Bellte er hinterm Zaun wurde er als gefährlich und agressiv betituliert.
Und am besten: Rief ich ihn vom Zaun zurück, er war immer abrufbar, galt er als abgerichtet und somit noch gefährlicher!

Der Hund war eine Seele von Hund. Der hat sich jeden Tag überlegt,ob er in sein Futter reinbeisst.

Im Tierheim waren sie damals ehr dankbar, als wir ihn nahmen.
Sie meinten er hätte keine Chance vermittelt zu werden.
Langhaarige schwarze Hunde seien ganz gut vermittelbar,kurzhaarige eher nicht.

Mein Do Khyi war grösser, hatte einen Riesenschädel, war auch schwarz mit Abzeichen, aber langfellig. Ihm wurde nie so begegnet.
SibyllemitHund
 
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