Die Hunde sind echt ein Wahnsinn, die haben eine Power, also echt!
Nachdem wir Sonntag eine grosse Runde unterwegs waren, sind wir Montag noch mal die gleiche Runde gefahren (wir waren übrigens nur 40 Minuten unterwegs, nicht eine Stunde, haben uns wohl am Sonntag auf der Uhr verschaut)
Hab dann überlegt, ob ich heute nicht einen Tag Pause machen sollten. Gestern nach dem Training haben die Huskies erst mal alle nur gepennt, am Nachmittag aber schon wieder durch die Gegend getobt.
Also dachte ich mit: Probieren wir mal, wenn ich sehe, dass sie irgendwie müde sind/keine rechte Lust haben, drehen wir einfach wieder um.
Tja, beim Start der gleiche Stress wie immer, mit Müh und Not kriege ich Roots halbwegs ruhig. Jaakko ist der bravste, Daika lasst sich leider von Roots Geseier anstecken.
Wir waren einen neuen Weg erkunden, 65 Minuten unterwegs, 7.4km (laut Wanderkarte). Ganz tolle Wege durch die Felder, mit super Aussicht übers ganze Tal (da muss ich mal Photos machen), enge Wege, die sich durch den Wald ins Tal winden, und dann wieder hoch. Die Abfahrt war sehr, sehr haarig, ich bin da teilweise auf dem Roller mit blockierten Reifen (vor lauter bremsen) runtergesurft und habe gebetet, dass mir der Hinterreifen nicht seitlich wegrutscht. Die Hunde waren da aber vorbildlich: als sie gemerkt haben, dass bei mir was nicht stimmt, sind sie sofort langsamer gelaufen, und auf Stop! sofort stehengeblieben.
Am Anfang der Bergaufstrecken haben wir grosse Trinkpause gemacht, jeder bekam seinen Wassernapf und wir haben so geschätzte 5 Minuten verschauft. Insgesammt sind wir sicher alle 10 Minuten stehengeblieben, damit ich den Weg auf der Karte checke. War eine gute Übung für die Hunde. Am Anfang haben sie noch geseiert, als es nach 10 Sekunden nicht sofort weiter ging

, später dann waren sie glaub ich aber auch ganz froh über die kleine Verschnaufpause (auch wenn Roots trotzdem nach 30 Sekunden schon wieder leise zu winseln anfangt und weiter will).
Bergauf bin ich streckenweise vom Roller abgestiegen. Also das waren Wege

, sah irgendwie mehr nach Reh-Trampelpfad als nach Wanderweg aus. Wir müssen mehr Krafttraining machen, denn sobald es zu langsam wird, bleiben die Hunde gerne stehen und drehen sich um nach dem Motte "he da geht nix weiter, schieb oder steig ab!".
Das ganze war einfach genial, wir haben den Sonnenaufgang gesehen, und wie der ganze Nebel am Boden langsam sich aufwärmt und verschwindet. Echt genial!
Die Hunde haben mich auf "nach Hause!" die letzten 100 Meter des Hügels im flotten Trab hochgezogen und sind dann im Galopp die letzten 300 Meter zum Auto gedüst.
Jetzt liegen sie aber alle rum und pennen, ich glaube jetzt sind sie wohl doch müde ?? Ich kapier nicht, wie man bei denen merken soll, wann es zu viel ist. Ich glaube morgen lege ich einen Tag Pause ein, und beobachte. Wenn sie da weniger pennen, dann waren sie heute wohl wirklich fertig??
Ich trau mich nämlich wetten, wenn ich sie morgen wieder einspannen würde, würden sie genau wie heute die ganze Strecke durch Vollgas ziehen, egal ob das 2 oder 10 km sind.
Roots ist auf totaler Höchstform, er ist der, der alle mitzieht, auch wenn die anderen beiden schon nicht mehr recht wollen (wenn es stark bergauf geht). Jaakko muss sich zugtechnisch wohl erst bei uns einleben. Wenn er zieht, zieht er für zwei, aber oft habe ich das Gefühl er gibt nicht alles, "bummelt" ein bisschen. Wenn wir langsam fahren (bergauf) versucht er hin und wieder immer noch schnell mal sein Bein zu heben. Daika galoppiert für ihr Leben gerne, und muss das langsame bergaufziehen auch erst noch so richtig lernen. Auch sie denkt hin und wieder, dass wenn es so langsam geht, man ja auch mal schnell herumschnüffeln kann (und das Ziehen dem Roots überlassen

).
Im Moment trainiere ich echt mit Daumen mal PI, schade, dass ich irgendwie nirgendst eine konkretere Anleitungen finden kann. A la wie viele Kilometer / was für Dauer, wie oft in der Woche und wie schnell ich steigern kann. Sogar unsere Züchterin war da nur ganz wage (ja das hängt von dem Terrain ab, von den Hunden, vom Material,... keine konkreten Zahlen).
Aber Mitte/Ende Oktober werden wir sowieso Yurai besuchen (und bei ihm im Pinzgauer mitfahren, DAS wird ein Erlebnis

!!), da werd ich ihn fragen.
Bis dahin werde ich möglichst abwechslungsreich fahren (leichte Galoppstrecken, harte Bergaufstücke, und auch mal nur lockeres Traben) und einen Tag Pause machen, wenn ich das Gefühl habe sie sind müde (???? in der Hoffnung, dass ich auch erkenne, wenn sie müde sind!).