Hallo Byron
Danke für deine Antwort
Ja mein Hund ist ca 1,5 Jahre und ja er spielt sich manchmal etwas auf, jedoch zügel ich ihn da grundsätzlich. Ich habe auch kein Problem damit, wenn er von einem älteren in die Schranken gewiesen wird, und er hat im Grunde genommen gelernt, sich in solchen Situationen unterzuordnen, wenn der Hund beispielsweise deutlich älter ist, da wir seit über einem Jahr sein Sozialverhalten trainieren und das auch nicht das eigentliche Problem darstellt.
Das Problem ist, dass es bei uns viele Hundehalter gibt, die ihre Hunde schlecht einschätzen können.
Beispielsweise folgende Situation
Wir sind auf eine weitläufigen Feld unterwegs, Milo im Freilauf. Ich sehe eine Hundehalterin kommen, deren Hund ebenso im Freilauf sind, rufe Milo jedoch zurück, da ich nicht möchte, dass er einfach zu fremden Hunden hinrennt, ohne dass ich gefragt habe, ob es in Ordnung ist und ob die Hunde verträglich sind.
So also Milo im Platz und Bleib. Ich gefragt, ob es in Ordnung ist, dass ich ihn laufen lasse. Es kam ein Ja zurück.
Daraufhin meinte ich noch, es ist aber ein unkastrierter Rüde. Ja ja, das ist ok.
Also habe ich Milo ins Lauf geschickt und er ist auf den anderen Rüden zugegangen, Rute auf Halbmast, seitlich und ruhig, Ohren nach hinten geneigt, nicht ganz angelegt, aber eben nach hinten geneigt. Der andere Rüde hatte die Rute hocherhoben, starre Körperhaltung, hat den Kopf aufgelegt.
Milo blieb stehen, nun in der Unterordnung, dh Rute unten, Ohren zurück, Knie nicht mehr durchgedürckt. Der andere Rüde um ihn herum und hat am Hinterteil meines Hundes geschnuppert. Milo stand immer noch an Ort und Stelle und immer noch unterwürfig.
Dann ging die Keilerei los. Der andere Rüde auf Milo los, der lag mittlerweile auf dem Rücken, der Rüde hat keine Anstalten gemacht abzulassen, obwohl ich bei Milo keinerlei Gegenwehr erkennen konnte. Als der Hund dann immer noch nicht abgelassen hat, habe ich eingegriffen.
Ich wollte diesen negativen Erfahrungen entgegenwirken. Meine Hundetrainin hat mir eben ans Herz gelegt, dass es wichtig ist, da etwas zu machen, da er ansosnten selbst solche Verhaltensweisen annimmt, da er ja hier lernt, dass es nichts bringt sich unterzuordnen und er anfangen wird sich zu wehren.
Wie seht ihr das?
Ich sehe es halt als gute Möglichkeit ihm positiven Kontakt zu anderen verträglichen Rüden zu ermöglichen. Ich will jedoch nicht künstlich Situationen herstellen, in denen ich ihm helfen muss, nur um meine Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Ich habe sehr viel gelernt aus diesen einfach schlecht gelaufenen Situationen, ich hoffe sehr dass ich mein Gelerntes in solchen Extremsituationen umsetzen kann.
Edit:
Es gab natürlich auch Situationen, in denen er zusammengefaltet wurde, da er sich aufgespielt hat, und ich nicht reagiert habe, aber eben zusammengefaltet und nicht angegriffen. Ich hatt aber hier jetzt wirklich nur die Situationen gemeint, in denen er angegriffen wurde. Aber Danke für den Hinweis, ich denke es ist wichtig, dass ich hier wieder besonders darauf achte und nochmal genau trainiere

Ich bin wirklich sehr dankbar für jeden Tip!!!