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Rückschritt trotz Training ...achtung lang !

Alles rund um Probleme mit Euren Hunden.

Moderator: DF-Mods

Rückschritt trotz Training ...achtung lang !

Beitragvon Sorcla » 05.05.2010 18:25

Hallo Ihr Lieben,


es wird etwas länger, aber ich bin gerade etwas ratlos und daher muss das jetzt raus ;-)

meine Hündin ist seit ca einem Jahr bei uns.

Sie ist 2 Jahre alt und wir haben sie aus einer Tierschutzorganisation in Spanien geholt.

Sie ist ein echt klasse Hund und wir hatten innerhalb kürzester Zeit eine wirklich feste Bindung und sie ist freundlich gegenüber allen Menschen.

Nur bei anderen Hunden leider nicht so wirklich.

Nun ist es so das ich seit dem ersten Tag mit einem Tiertrainer Einzeltraining mache um Ihre Unsicherheit gegenüber anderen Hunden in den Griff zu bekommen.

Stundenlanges Schleppleinen Training ...noch festere Bindung aufbauen...aufeinander Treffen mit Hunden, Schweiss und Geld sind in das Thema nun schon geflossen.

Sie machte tolle Fortschritte und so hat sie mittlerweile sogar ihr Rudel mit 7 Hündinnen und 3 Rüden in der Nachbarschaft.

Seit einer Woche hat Sie einen neuen besten Freund ...mit diesem waren wir heute auf einer Wiese spielen.

Von weitem kam eine Husyk Hündin....ich leinte sie an und lenkte sie erfolgreich mit freudigem spielen ab...Ihr bester Freund beschäftigste sich mit der Husky Hündin ...als diese dann wieder ausser Sichtweite war lies ich Ruby wie immer von der Leine und sie konnte wieder mit ihrem besten Freund toben...

stattdessen ..nahm sie die Spur auf der Hündin und rannte wie vom Blitz gestochen über 2 Strassen an Autos vorbei los....wir alle hinterher....kein Rufen ..kein Schlüsselbund Geräusch konnte sie halten...

als ich ankam ...hatte sie den Husky Hund gerade erwischt ..zum glück nicht gebissen ..das hat sie noch nie gemacht ..aber sie verbellt diese Hunde dann und schnappt warnend ...

Der Husky hat sich zum Glück gewehrt und sie unterworfen ...dann hört Sie eigentlich immer sofort auf.

Dennoch war der Schock natürlich groß ...

Ich habe sie dann natürlich gelobt als sie wieder zu mir lief und versucht ruhe auszustrahlen...

Aber innerlich war ich sehr enttäuscht....

Habe meine Trainerin angerufen, die sagte ich soll mit dem Training wieder einen Schritt zurück gehen ..also wieder an die Schleppleine noch mehr beobachten usw.

Nun brauch ich euren Rat...

Die Bindung zu mir / uns ist wirklich da ..wenn ich mit ihr alleine ohne andere fremde Hunde und ohne Leine laufe dann schaut sie nach mir und kommt auch sofort auf abruf zurück ..

Die Schleppleine hat da natürlich auch geholfen ..

Aber auf andere ihr fremde Hunde reagiert sie immer noch unsicher und will alles wegjagen was uns zu nah kommt....ausser der andere Hund geht auf Konfrontation und macht klar wer der Boss ist ..dann gibt sie Ruhe und freundet sich mit den Hunden meist an.


Was das heute war weiss ich nicht ...es war fast so als wäre sie im Nachhinein noch Eifersüchtig auf die Hündin und das sie sie noch stellen wollte.

Nun, jetzt habe ich natürlich gerade kein Vertrauen mehr zu Ihr und ehrlich gesagt weiss ich auch nicht was die Schleppleine nun noch bringen soll....sie macht alle Übungen mit der Schleppleine mit ..bleibt stehen wenn ich stehen bleibe ...schaut nach mir in welche richtung ich gehe usw....aber mit den anderen Hunden hat das wenig zu tun oder täusche ich mich.

Sie ist eine echt tolle Hündin und ich werde auch in Zukunft alles mit Ihr erarbeiten was hilft, aber ist die schleppleine da wirklich noch hilfreich ? . Wie gesagt ohne Leine laufen klappt ja..solange kein anderer Hund da ist den sie noch nicht kennt.

Das sie einem fremden Hund aber wirklich hinterher rennt ...das ist neu...und für mich ein Rückschritt.


Gott sei Dank ist keinem der Hunde was passiert!


:gott:
Über aufmunternde und ernstgemeinte Ratschläge freue ich mich !
Sorcla
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Beitragvon staffy » 05.05.2010 20:22

Wie kommst du darauf, daß dein Hund unsicher ist ??

Warum lenkst du sie ab, wenn ein anderer Hund kommt ?

Ich kenn ja deinen Ausgangszustand nicht, aber nach einem Jahr Training mit Einzelstunden sollte manches in deiner Beschreibung anders aussehen.

Gruß, staffy
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Beitragvon segugio » 05.05.2010 20:27

Hi Sorcla,

mach Dir nichts daraus! Rückschläge gibts immer.Betrachte die Schleppleine doch einmal anders. Sie ist nicht dazu da, Deinen Hund zu begrenzen, sondern um Dir etwas Sicherheit zu geben.

LG
segugio
 
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Beitragvon Sorcla » 05.05.2010 20:49

wie ich darauf komme das sie unsicher ist ?

das war von anfang an so und ein problem das mir schon bei übergabe genannt wurde...sie zieht den schwanz ein und hat angst ...irgendwann wurde daraus dann das bellen und knurren von weitem schon....

sie ist sich auch immer tierisch unsicher was sie tun soll...soll sie mitspielen ..soll sie knurren ..weg laufen es ist immer eine mischung aus allem ..und ers wenn sie oder der andere hund die rangordnung geklärt hat ist es ok.

und einiges sieht auch schon anders aus....das sie mit 7 anderen hündinnen ohne leine im rudel spielt ist für mich ein riesenfortschritt ..das war am anfang überhaupt nicht möglich !

Immerhin haben wir schon den Schritt von : ich lasse gar keinen hund an mich ran ..zu ..ich kann kann mich mit hunden anfreunden auch wenn ich etwas länger brauche .. geschafft!


Ich lenke sie ab weil mir das im training so gezeigt wurde und es auch sinn macht ...sie soll sich auf mich konzentrieren oder auf das was bei uns passiert und nicht schon von weitem den anderen hund fixieren um sich dann darauf zu stürzen ...


@segugio ...

danke für die worte..die sicherheit war eben bis heute da..nun ist ist sie wieder weg ,_) ..egal ..weiter gehts ;-)
Sorcla
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Beitragvon PocoLoco » 05.05.2010 21:24

Warum muss sie sich mit anderen Hunden anfreunden? Wäre es nicht eher das Ziel, andere Hunde zu ignorieren und dann vielleicht erst langsam Freundschaften aufzubauen? Hunde müssen sich nicht mit jedem anderen Hund anfreunden, sondern sie als normale Begebenheit betrachten, mit der Möglichkeit zu mehr. Ich kenne eine Hündin, die sehr unsicher fremden Hunden gegenüber ist und nur wenige Hunde kennt, die ihr keine Angst einjagen. Sie üben seit einem Jahr daran, dass sie andere Hunde nur als Nebensächlichkeiten akzeptiert.

Oder habe ich das nun bei dir missverstanden?
Der Pocodilly Circus.

"du opfa dein dregs familihe gehöt geschlagen du hundefi**a ich geb dir klatsch und du fligst von hier bis nach schille" (Kommentar eines Youtubers)
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Beitragvon staffy » 05.05.2010 21:41

Sorcla hat geschrieben:Ich lenke sie ab weil mir das im training so gezeigt wurde und es auch sinn macht ...sie soll sich auf mich konzentrieren oder auf das was bei uns passiert und nicht schon von weitem den anderen hund fixieren um sich dann darauf zu stürzen ...

Kommt aufs Ziel an !

Wenn du deinen Hund Zeit seines Lebens von anderen ablenken möchtest, du den anderen immer zuerst siehst und jedesmal einen TamTam drum machen willst, dann wäre der Weg richtig.
Mein Ziel wäre, daß der Hund andere wahr nimmt, aber ruhig bei mir bleibt. Ich würde schon das Fixieren unterbinden, soweit sollte es erst gar nicht kommen - ob mit oder ohne Ablenkung.

Wenn deine Hündin tatsächlich sooo unsicher ist, dann rennt sie bestimmt nicht hinter einem fremden Hund her und geht zu diesem hin. Dazu gehört ein bisschen mehr ...

Ich würde deinen Hund (nach deiner Beschreibung) nicht als souverän bezeichnen, aber ich glaube der fehlt einfach die Möglichkeit, sich auseinanderzusetzen und die Lösung für ihre Unsicherheiten.

Wenn jetzt ein fremder Hund auftaucht, dann solltest du absolut sicher, souverän und überzeugend sein. Dich von dem Hund in keinster Weise beeinflußen lassen, deinen Weg gehen und deiner Hündin damit vorleben, was du auch von ihr erwartest. Bei dir ist sie sicher, da brauch sie keine Konfrontation, genauso erwartest du von ihr entsprechendes Verhalten.

Derzeit (zumindest in der beschriebenen Situation) lenkst du deinen Hund und dich die ganze Zeit ab, anstatt ruhig zuzuschauen und die Situation für völlig normal zu erklären. Wundert mich nicht, daß sie danach so frustriert und hochgepuscht war, daß sie hinterhergeschossen ist.

Vielleicht überdenkst du deinen Trainingsansatz mal !?

Gruß, staffy
Zuletzt geändert von staffy am 06.05.2010 08:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Sorcla » 05.05.2010 21:54

hej staffy

ja das könnte auch sinn machen was du da schreibst ..

sie ist mein erster hund und da macht man sicher noch vieles falsch ...

daher höre ich halt auf das was mir der trainer sagt...

wobei es jetzt nicht so ist das ich sie hysterisch ablenke und ein riesen tam tam mache..aber ich laufe halt einen bogen und lobe sie dabei..

in dem fall heute war keine möglichkeit an dem hund vorbei zu laufen daher bin ich eben zurück in die andere richtung...

wie gesagt das sie dann sogar die spur aufnimmt und hinterher rennt das war nie fall..

wenn ich hundebesitzer treffe die sich zeit nehmen und nicht sofort ängstlich sind..dann lasse ich sie sogar ab und an in absprache aufeinander zu laufen das endet zwar auch meist in klärung der rangordnung aber hat nach 30 sek ein friedliches ende..also nichts ungewöhnliches unter hündinnen wie man mir sagt ..


es ist eben so schwer weil sie sich ständig anders verhält....zicken ansich tut sie ..aber bei einem mehr beim anderen weniger..das heute war extrem ..zumal sie dann ja nicht mal ( zum glück ) was getan hat ...


vlt rede ich aber noch einmal mit meiner trainerin die ich bis jetzt eigentlich für gant gut empfinde.....sicher mach auch ich noch fehler die das ganze evt bestärken.

es schien mir heute fast so ein bisschen wie wenn sie sagen wollte ..hej du fässt meinen besten freund nicht an ... :???:

naja morgen ist ein neuer tag und das mit dem trainingsansatz kläre ich mal.


danke für den tipp
Sorcla
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Beitragvon Sorcla » 05.05.2010 21:57

PocoLoco hat geschrieben:Warum muss sie sich mit anderen Hunden anfreunden? Wäre es nicht eher das Ziel, andere Hunde zu ignorieren und dann vielleicht erst langsam Freundschaften aufzubauen? Hunde müssen sich nicht mit jedem anderen Hund anfreunden, sondern sie als normale Begebenheit betrachten, mit der Möglichkeit zu mehr. Ich kenne eine Hündin, die sehr unsicher fremden Hunden gegenüber ist und nur wenige Hunde kennt, die ihr keine Angst einjagen. Sie üben seit einem Jahr daran, dass sie andere Hunde nur als Nebensächlichkeiten akzeptiert.

Oder habe ich das nun bei dir missverstanden?


Das hast Du missverstanden ...

ziel ist nicht mit jedem hund freund zu sein ...aber die grenze zwischen ich sage bescheid und halte mir einen hund auf distanz oder ich renne drauf los und starte einen angriff kennen zu lernen ..das war und ist das ziel....Auf lange sicht wäre es eben ein traum auch ohne leine laufen zu können wenn andere hunde da sind oder auf eine hundewiese zu können ...

das sie sich darüber hinaus mit manchen hunden angefreundet hat ist eine angenehmer nebeneffekt und es kann ja nicht schaden wenn sie ein paar sozialisierte freunde hat.
Sorcla
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Beitragvon Carmen1984 » 07.05.2010 18:25

Hallo!

Hab genau das gleiche Problem. Wir haben einen Hund aus der Slowakei geholt. Unsere Trainerin meinte auch, dass wir ihn ablenken sollten. Naja klappt ja ganz gut... :???: :D
Klappt nur, wenn der Hund 50 m entfernt ist, ansonsten klappt es gar nicht... wir können ihn im Moment noch nicht frei laufen lassen, deshalb sind Hundebegegnungen für uns immer ziemlich "turbulent", wenn wir nicht im Bogen ausweichen können. Wie bringe ich meinen Hund dazu einen anderen Hund zu ignorieren? Das wäre eine wichtige Sache, denn andere Hunde sind ja vieeeeeeeeeeeeel interessanter als ich - egal wie ich mich benehme *G*
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Carmen1984
 
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Beitragvon Sorcla » 07.05.2010 23:26

Hej Carmen,

puhh :???: dann weisst du ja genau was ich meine...

es ist so ein schwieriges thema weil die trainer einerseits sagen man soll die hunde auf sich ablenken ..gleichzeitig soll der hund aber mit anderen in kontakt kommen ....

war heute noch mal bei einem anderen trainer ...der sagte dann das es quatsch wäre das ich noch mehr an der bindung arbeiten muss...

ich sehe das auch so ..ich habe eine super bindung zu meinem hund...wie gesagt solange kein anderer fremder hund da ist lässt sie sich von allen situationen problemlos abrufen ..folgt mir..sucht mich schaut nach mir usw...

der neue gedanke ist das sie wohl einfach alles beschützen muss was sie kennt und mag ...denn wenn sie einen hund akzeptiert hat was ja nach dem ersten gezicke meist der fall ist ..dann wird auch dieser beschützt...

genau deshalb ist sie wohl auch abgehauen bzw der hündin hinterher...sie wollte eben ihren neuen hundebuddy schützen..

eben war ich mit beiden hunden spazieren ..ihr und ihrem buddy ..uns kamen hunde entgegen und sie machte von weitem ein theater ohne ende, sie wollte am liebsten wieder vorraus rennen und alles beschützen ..


ob das nun wirklich der grund ist weiss ich nicht ...ich kann ja nicht in ihren kopf schauen ..aber es klingt plausibler und ist auffällig ...

mal sehen was für einen neuen trainingsansatz ich finden kann ...

so ganz tragisch ist es ja nciht ...in ihrem rudel kann sie spielen ..und wenn neue hunde kommen erstmal an die leine ..oder sie regeln das unter sich ..

ein hundewiesenbesuch ohne leine oder ein freies laufen am strand wäre natürlich ein traum..aber wer weiss vlt. in 1- 2 jahren möglich .


wie ist es bei deiner ? ..gewöhnt sie sich an andere hunde oder geht es gar nicht...??


lg
sorcla
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