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Pöbeln - wann eingreifen?

Alles rund um Probleme mit Euren Hunden.

Moderator: DF-Mods

Pöbeln - wann eingreifen?

Beitragvon MeinMarty » 02.02.2012 12:01

Hallo zusammen,

Paul (2Jahre alt, kastriert, 11 Kg) pöpelt seinen Spielkameraden Thy( 3 Jahre, kastriert, 35 KG) richtig massiv an. Das wird von Begegnung zu Begegnung immer schlimmer. Thy ist ein spanischer Jagthund, genaue Rasse weiß ich jetzt nicht. Jedenfalls ist er ein richtiges "Schaf". Er schmeißt sich jedem Hund erst mal vor die Füße und unterwirft sich.
Zu Anfang hatte Paul noch bissel respekt, weil Thy ein ziemlicher Tollpatsch ist und offensichtlich nicht weiß, dass er groß uns schwer ist und Paul so ein - zwei Mal umgerannt hat. Passiert ist dabei jedoch nichts.
Dann gab es eine Zeit, wo die beiden wirklich super miteinander gespielt haben. Paul ihm gegenüber Welpenverhalten zeigte, ihm am Maul leckte und so.
Mittlerweile weiß Paul, dass Thy sich nicht wehrt. Thy ist recht schnell kaputt und macht Pause, legt sich dann hin und Paul hat nichts besseres zu tun, als ihn zum spielen zu "annimieren", indem er ihn zwickt. Er zwickt ihn zum Beispiel in den Hintern, weil er genau weiß, dass Thy es gar nicht so schnell schafft, sich umzudrehen.
Auch sonst zwickt Paul den Thy ständig. Er zuft ihn am Ohr, sogar an den Lefzen und zu guter letzt ist er ihm auch schon an den Hals gegangen. Thy wehrt sich nicht. Er sucht sogar bei mir schutz, weil ich, wenn es mir zu doll wurde, oder ich Thy ne Pause gönnen will, Paul abrufe.
Die Halterin von Thy meint, wir sollten es laufen lassen, damit Thy lernt, sich zu wehren. Er müsste wirklich nur ein mal bellen oder knurren, denn darauf reagiert Paul vollkommen korrekt. Aber Thy lässt sich einfach alles gefallen.
Ich gehe nun meist 15 Min vorher aufs Feld und spiele mit Paul, um ihn schon mal ein wenig auszupowern, bevor Thy kommt. Das funktioniert jedoch leider nur die ersten 5 Min, dannach dreht Paul wieder hoch. Auch die Geräusche, die Paul macht, sind recht heftig. Bei anderen Hunden macht er das gar nicht. Da ist er eher ruhig und kommt auch nicht auf die Idee, zu pöpeln.

Ich weiß nicht, was nun richtig ist. Es die beiden wirklich unter sich ausmachen lassen, oder eingreifen? Ich meine, Thy ist manchmal vollkommen fertig, will sich so paar min keinen Meter bewegen und Paul zwickt in alles, was er bekommen kann. Po, Hinterläufer, Rücken.... und macht dabei einen riesen Lärm.
Selbst wenn Thy sich auf den Rücken legt, interessiert es Paul so überhaupt nicht. Er weiß offensichtlich genau, dass er das mit Thy machen kann.
Marty - zugelaufen am 24.07.2010 mit ca 5 Monaten - gestorben am 30.09.2011 durch Autounfall
Paul, geboren ca. 02.2010 - über den Tierschutz am 05.12.2011 von mir als Pflegehund aufgenommen - am 23.12.2011 von mir adoptiert
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon muecke » 02.02.2012 13:18

Na da hat Thy ja ein fürsorgliches Frauchen abbekommen... :???:

Paul würd ich sofort korrigieren, sobald er nur daran DENKT, den anderen zu nerven. Was soll es bringen, so ein Generve als Mensch zu ignorieren ? Ihr seid für eure Hunde verantwortlich. Thy braucht Schutz und der nervige Paul sollte langsam mal erzogen werden.

Mein Hund ist genau EINMAL von ner Schäferhündin in den Hintern gezwickt worden und Frauchen meinte auch, er sei selber Schuld, weil er sich ja nicht wehrt...klar. :headbash: danach stand ich VOR meinem Hund und die Zwickerin hätte an mir vorbei gemußt, die wollte nämlich immer wieder hin... :aufsmaul:
LG
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon MeinMarty » 02.02.2012 14:49

@Muecke

Und wie soll ich ihn korrigieren? Was heißt, dass Paul langsam mal erzogen werden sollte?
Irgendwie finde ich deine Antwort recht genervt.

Paul ist seit 2 Monaten bei mir und seit diesen 2 Monaten treffen wir uns regelmäßig mit Thy.

Eigentlich verstehen die beiden sich sehr gut. Sobald Thy sich erholt hat, annimiert er dann Paul wieder. In der Gesamtheit ist es ein Wechselspiel, nur dass Thy halt nicht pöpelt.

Und mit anderen Hunden weiß Paul sich auch zu benehmen. Wenn Paul es zu wild treibt, oder ich sehe, dass Thy nicht mehr kann, rufe ich Paul ab und lasse ihn bei mir ablegen. Solange, bis Thy wieder ankommt.
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon Sleipnir » 02.02.2012 14:56

Eingreifen sollte man dann, wenn der andere Hund zeigt, dass ihm die Situation missfällt, er aber damit überfordert ist selbst klare Grenzen zu setzen...und das scheint ja in eurer Situation gegeben zu sein.
Konditioniere ein gut sitzendes NEIN und stopp ihn damit...das wirst du am Anfang wahrscheinlich unzählige Male machen müssen, bist du aber deutlich und konsequent genug wird er das Generve einstellen...
Liebe Grüße,
Björn und seine Gassimeute
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon Lakasha » 02.02.2012 15:14

Ich weiß nicht, was nun richtig ist. Es die beiden wirklich unter sich ausmachen lassen, oder eingreifen? Ich meine, Thy ist manchmal vollkommen fertig, will sich so paar min keinen Meter bewegen und Paul zwickt in alles, was er bekommen kann. Po, Hinterläufer, Rücken.... und macht dabei einen riesen Lärm.
Selbst wenn Thy sich auf den Rücken legt, interessiert es Paul so überhaupt nicht. Er weiß offensichtlich genau, dass er das mit Thy machen kann.

Noch so ein Mobber ;) Wie Sleipnir schon geschrieben hat: konditioniere ein Nein und unterbinde Puals verhalten, wenn er in die Richtung "dich mobb ich bis zum bitteren Ende"
Du kannst Paul auch immer aus der Situation nehmen, ihm selbst ne kurze Auszeit gönnen und wenn er sich wieder etwas beruhigt hat, dann kannst du ihn wieder freigeben.
Simone mit Lucky & Akasha

Lucky, Terrier-Mix, 06.06.2000
Akasha, Shar Pei-Mix, 16.06.2003
Baha, Basenji, 14.12.2009
*Engelchen: Roxy (28.10.1990-01.08.2000)*

Meine vierbeinigen Ungetüme: Lucky&Akasha
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon MeinMarty » 02.02.2012 16:36

Ok, dann mach ich das erst mal so, dass ich ihn, sobald er anfängt, sofort abrufe.

Danke erst mal.
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon Ingo35 » 02.02.2012 20:54

Hallo,

Joschi ist auch so ein Pöbler, eine etwas unsichere Hündin, die wir häufig sehen, wurde von ihm immer umrundet, angebellt, angeschubst. Die Hündin fand das gar nicht gut.

Ich unterbinde das sofort in seinen Ansätzen. Mittlerweile akzeptiert er das auch. Habe auch eine Wasserspritze zur Hilfe genommen. Seitdem ist das Miteinander viel entspannter.

Liebe Grüße,

Ingo
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon jogi2010 » 03.02.2012 18:57

Das Problem ist das Paul nicht versteht das Thy anscheinend ein toller, suveräner Hund ist und Paul einfach nur ignoriert.

Wenn die Besitzerin von Thy nicht eingreift musst du es tun. Ansonsten kann es schnell passieren das Paul mal an den Falschen gerät.
LG Tanja mit dem halben Wolfshund Milow *18.04.2010, Fotos findet ihr <3 Mein Liebling Milow <3
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon MeinMarty » 04.02.2012 12:31

jogi2010 hat geschrieben:Das Problem ist das Paul nicht versteht das Thy anscheinend ein toller, suveräner Hund ist und Paul einfach nur ignoriert.

Wenn die Besitzerin von Thy nicht eingreift musst du es tun. Ansonsten kann es schnell passieren das Paul mal an den Falschen gerät.


Wie müsste denn die Besitzerin von Thy eingreifen? Was müsste sie tun?

Wir sind da beide leider etwas ratlos. Wir würden uns wünschen, Thy würde ihn nur ein Mal maßregeln, ich denke, dann wäre es gut.

Ich werde auf alle Fälle eingreifen. Heute treffen wir uns wieder. Mal sehen.
Marty - zugelaufen am 24.07.2010 mit ca 5 Monaten - gestorben am 30.09.2011 durch Autounfall
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Re: Pöpeln - wann eingreifen?

Beitragvon jogi2010 » 04.02.2012 14:04

Sie müsste Thy zu sich rufen oder sich zu ihm Stellen und deinen Hund blocken.
LG Tanja mit dem halben Wolfshund Milow *18.04.2010, Fotos findet ihr <3 Mein Liebling Milow <3
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