von Shoppy » 20.02.2007 16:15
Hallo Anneliese,
wenn du den Superpfiff aufbaust, benutzt Du ihn erst wenn Dein Hund die Reaktion darauf (umdrehen, zu Dir rennen) automatisiert hat.
Ich habe meinen so aufgebaut: Martina mit Hund allein zu Haus, Martina mit Pfeife um den Hals und mit Lieblingsleckerchen (Katzenfeuchtfutter in 100g Dosierungen) bewaffnet. Hund direkt neben mir: Pfeifen, unter wilden Begeisterungsstürmen meinerseits dem Hund das Leckerchen geben. 2 Mal über den Tag verteilt wiederholen.
Das hatte zur folge, dass Crispen am 2 Tag an mir "klebte" sobald ich die Pfeife umgehängt hatte...
Das ganze habe ich Anfangs noch ein paar mal zuu Hause gemacht, manchmal stand er schon direkt neben mir, manchmal, wenn er in einem anderen Raum war.
Nachdem er IMMER sofort angesaust kam, habe ich das ganze auch draußen gemacht (erst mit keiner bis wenig Ablenkung).
Immer wenn ich Pfeife, bekommt er eine Belohnung, wenn er angesaust kommt, damit sich die Konditionierung nicht abnutzt.
Du mußt beim Konditionieren (und später beim Benutzen) darauf achten, dass Dein Hund den Pfiff nicht mit irgendeinem speziellen Verhalten oder einem Ereigniss verknüpft. z.B. solltest Du nicht ausschließlich Pfeifen, wenn Hund hinter Wild her flitzt, denn dann wird der Pfiff zu Signal für: Jagen gehen... also zwischen durch auch mal in völlig anderen Situationen Pfeifen - andererseits aber auch wieder nicht zu oft, denn dann verliert der Superpfiff seine "Einmaligkeit" - mit ein bißchen Fingerspitzengefühl bekommst Du das gut in den Griff.
Pia erklärt das (und viiiiiiele andere Sachen) ganz hervoragend!!
LG
Martina mit Crispel & Gandhi
"Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten." Dr. Ute Blaschke-Berthold