Huhu

Also, grundsätzlich sollte es schon möglich sein, für deine familiäre Situation einen passenden Pflegehund zu finden. Genau wie Nischen schon geschrieben hat, ist das schon mal ein Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt: Hier sollte seitens der Orga/des Vereines genau auf deine Situation geguckt werden, um schon mal einen bestmöglichen Kanditaten zu finden. (Stichwort grundsätzliche Katzenverträglichkeit oder aber auch die Frage nach dem "Wie kann der Hund prinzipiell mit Kindern?"- klar ist kein Test im Voraus eine Garantie dafür, dass später im Alltag alles super läuft, aber man ist einfach ein bisschen auf der "sichereren" Seite)
Was in deiner Situation natürlich optimal wäre, wäre ein Tierheimhund/Pensionshund einer Orga, etc. aus deiner Nähe, den du mit den kompletten Familie in Ruhe kennenlernen kannst und über dessen Charakter und Verhalten man dir schon möglichst viel berichten kann.
Ganz wichtig finde ich es, dass die dahinterstehende Orga der PS wirklich mit Rat und Tat zur Seite steht und man auch einen Plan B hat, wenn es aus irgendwelchen Gründen irgendwann einfach nicht mehr gehen sollte. Es gibt so viele Wanderpokale, die gaaaaaaaaaaaanz dringend von einer PS in die nächste gesetzt werden müssen und die es häufig einfach nicht bräuchte, wenn man sich seitens der Orgas/Vereine vorab um Alternativen kümmert.
Bezüglich der Unterstützung, die die dahinterstehenden Orgas/Vereine gewähren (können), gibt es wirklich wahnsinnige Unterschiede:
Ich kenne Orgas, die gar keine Kosten übernehmen können oder wollen (dann meist aber Spendenaufrufe zur Unterstützung der PS machen), es gibt Orgas, die TA-Kosten und Versicherungen bezahlen und darum bitten, dass die PS die Futterkosten selbst übernimmt. Es gibt aber auch Orgas, die der PS tägliches Pflegegeld zahlen, welches dann dafür gedacht ist, Körbchen, Leine und Co. auch noch zu finanzieren.
Finde ich alles vollkommen okay, wenn es im Vorfeld genau abgeklärt ist. Wenn dir jemand in Bezug auf Kostenübernahmen (wie auch in Bezug auf einen Plan B) irgendwelche Wischi-Waschi-Aussagen macht, würde ich persönlich die Finger davon lassen. Wenn man dir aber klipp und klar sagt, dass beispielsweise TA-Kosten nicht getragen werden können, man sich aber um Hilfe bemühen wird und das für dich so auch in Ordnung und finaziell tragbar ist, ist das schon wieder etwas anderes. Nachhaken würde ich immer, wenn es heißt "kleinere Beträge" sollen selbst getragen werden, das Verständnis von "geringeren Beträgen" ist ja oft sehr unterschiedlich.

Sowohl die PS als auch der Verein/die Orga tragen eine gehörige Verantwortung. Es soll dir als PS mit einem möglichst geeigneten Hund gut gehen, der Hund soll bei dir ein liebevolles Quasi-Zuhause finden, du sollst bei Problemfällen (angefangen von Knatsch zwischen eigenem und Pflegehund bis hin zu gesundheitlichen Problemen) immer Ansprechpartner seitens der Orga parat haben und ggf. sollen eben auch die Kosten abgedeckt werden.
Du bist natürlich in der Pflicht auf den dir anvertrauten Hund zu achten, ihn ggfs. noch zu erziehen, für ihn zu sorgen und ihn einfach zur Familie gehören zu lassen und ganz wichtig: Ihn hoffentlich irgendwann dann auch in eine liebevolle Endstelle zu vermitteln- es sei denn der Pflegestellenversager-Virus schlägt zu und die Nase darf bleiben. (Für mich u.a. ein Grund keine PS zu werden und bei unserem einen, eigenen Wuffel zu bleiben...ich glaube, ich könnte keinen Hund wieder hergeben

)
Zu letzterem noch ein kurzer Gedanke: Angenommen du spielst vorab schon mit dem Gedanken, den Pflegi eventuell für immer zu behalten, bitte einfach ganz offen sagen. Viele Orgas sehen das als ein "längeres Wohnen auf Probe" und finden das auch vollkommen okay. Nur gibt es auch Orgas, die evtl. damit rechnen oder darauf hoffen, eine längerfristigere Stelle für vielleicht ein paar Nasen mehr gefunden zu haben.
Hast du denn evtl. schon jemanden (einen bestimmten Hund/ Orgas/Verein etc.) im Auge???
