SigridM hat geschrieben:Aber man muß halt auch die Rasse berücksichtigen,man kann von einem großen schweren Hund nicht die geschwindigkeit wie von einem Border Collie erwarten.
Ein grosser schwerer Hund muss nicht die Geschwindigkeit eines Border Collies erreichen. Wobei auch Border Collies sich in der Geschwindigkeit deutlich unterscheiden.
Aber auch ein grosser Hund kann schneller als nur "etwas schneller als sehr langsam" arbeiten.
Ich sehe auf Prüfungen viele Hunde, die zwar die Übungen von der technischen Abfolge her korrekt ausführen. Aber eben nicht präzise und korrekt. Denn zum präzisen korrekten Ausführen gehört für mich auch eine gewisse Geschwindigkeit dazu. Die auch bei einem grossen Hund über "langsamen Zuckeltrab" bsp. beim Apport hinausgehen sollte. Zumindest galoppieren sollte ein Hund. Dass dabei ein schwerer Berner Sennenhund nicht genauso flitzig aussieht wie mein kleiner Zwergpudel - nun, das dürfte jedem Richter klar sein.
Aber eben - ich weiss aus persönlicher Erfahrung, dass auch bsp. Berner Sennenhunde rennen - galoppieren - können. Also denke ich, man kann diese Bewegungsform auch von einem Berner erwarten. Jetzt nur mal als Beispiel.
Deshalb verstehe ich es absolut nicht, wie es nach wie vor Richter geben kann, die einem Hund, der bsp. einen Apport in langsamem Zuckeltrab absolviert, dafür nur 0,5 Punkte ziehen, einem Hund der dagegen Apport in rasanter Geschwindigkeit absolviert und einmal beim Apportel nachfasst, deutlich mehr Punkte ziehen.
Beides ist nicht korrekt. Wobei für mich persönlich das einmalige Nachfassen deutlich weniger tragisch ist wie der langsame Zuckeltrab. Denn letzteres steht entgehen der grundlegenden Einstellung "der Hund soll FREUDIG arbeiten". Ein Hund im Zuckeltrab arbeitet nicht freudig. Und kann daher per definitionem schon gar kein Vorzüglich für diese Übung mehr erhalten.