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Obedience Präzision oder Schnelligkeit? Wie haltet Ihr das?

Alles rund um Obedience.

Moderator: DF-Mods

Beitragvon beagle25 » 02.02.2010 19:48

dann kann aber nicht gesagt werden, nur gäloppierende hunde haben spaß.
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Beitragvon Qund Hintus^^ » 02.02.2010 21:53

Kann ein Hund der so alt/krank ist, dass er nicht mehr galoppieren kann, überhaupt Spaß an Obedience haben? Sollte ein so alter/kranker Hund nicht besser anders ausgelastet werden? Wenn die Bewegung schmerzt (alt/krank), dann wird er wohl kaum Spaß dran haben.

Ich persönlich habe auch noch nie einen Hund gesehen, der den Trab gewählt hätte, wenn er freudig/motiviert ein Ziel angesteuert hat.
Gründe zu traben wären:
- körperlich/geistig müde
- körperlich/geistig nicht in der Lage
- Meideverhalten (negative Erfahrung, schlecht aufgebaut,...)
Mir fällt kein positiver Grund ein, warum der Trab gewählt werden würde! Nennt doch mal einen Konkreten...
blubb
Qund Hintus^^
 
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Beitragvon beagle25 » 02.02.2010 22:20

in unserem verein ist eine 6 jährige schäferhündin mit hd. der hund möchte gefordert werden, kann aber aufgrund der hd nicht schnell laufen, springen etc. sie ist immer mit freude dabei.

woran macht ihr aus, dass ein galoppierender hund spaß hat und ein trabener nicht?
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Beitragvon Christl » 02.02.2010 22:54

HD ist aber nun ja kein "positiver Grund", ich würde das zu "körperlich nicht in der Lage" zählen....

Ich persönlich habe auch noch nie einen Hund gesehen, der den Trab gewählt hätte, wenn er freudig/motiviert ein Ziel angesteuert hat.


ich auch nicht... ein freudiger und motivierter (gesunder) Hund trabt nicht zu einem Ziel, sofern konfliktfrei aufgebaut wurde...
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Beitragvon beagle25 » 02.02.2010 23:01

dann muss mein hund ja furchtbar unglücklich sein. ich glaub er würde sich umbringen wenn er könnte. :ironie2:. mein hund trabt fast nur. außer wenn er jagd, leute am zaun verbellen will, odermal etwas essbares beim zubereiten runterfällt.
beagle25
 
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Beitragvon wattebausch » 03.02.2010 11:27

:headbash: Also ich denke auch ob ein Hund mit Freude im Schweinsgalopp oder im Zuckeltrab das Holz zurückbringt ist doch den zuschauern und Anderen Hundführern eagal Hauptsache der Hund hat Spaß und das Gesamtbild der Prüfung stimmt,damit meine ich das ganze Team zählt und das von Beginn der Prüfung an.Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht das es leider unter den Richtern unterschiede gibt :hust: OBWOHL es eine Prüfungsordnung gibt--Da kommen dann Ausreden wie-- das ist noch ein junger Hundeführer-oder das ist seine erste Prüfung--Oder das ist NUR ne Vereinsprüfung--oder das MUß :gott: ein dreier Hund können,ach und wenn ich sehe was für Hundeführer Richter sind wird mir ganz übel :headbash:
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Beitragvon Schopenhauer » 03.02.2010 14:33

yane hat geschrieben:Kann mir keiner weissmachen, dass ein Hund, der durch die Gegend trottelt dass man fast denkt, man müsse ihn tragen oder Hund bricht zusammen, mit Spass bei der Sache ist.


Sicher nicht, die Frage ist aber, warum er das tut. Ist er krank? Ist zuviel Druck da? Ist er zuwenig motiviert?

Wenn du meinen Hund in manchen Prüfungen siehst, würdst du denken, der Hund hat keinen Spaß. Hat er an dem Tag vielleicht auch nicht, weil ich aufgeregt bin. Es ist das Spiegelbild meiner selbst. Dennoch hat der Hund im Training Spaß, auch wenn er nicht mehr galoppieren kann, er tut es so wie er es kann und das mit Freude und zu meiner Zufriedenheit. Und wenn mein Hund in einer Prüfung nicht galoppiert ist, gab es lediglich etwas Abzug.

Qund Hintus^^ hat geschrieben:Kann ein Hund der so alt/krank ist, dass er nicht mehr galoppieren kann, überhaupt Spaß an Obedience haben? Sollte ein so alter/kranker Hund nicht besser anders ausgelastet werden? Wenn die Bewegung schmerzt (alt/krank), dann wird er wohl kaum Spaß dran haben.

Ich persönlich habe auch noch nie einen Hund gesehen, der den Trab gewählt hätte, wenn er freudig/motiviert ein Ziel angesteuert hat.
Gründe zu traben wären:
- körperlich/geistig müde
- körperlich/geistig nicht in der Lage
- Meideverhalten (negative Erfahrung, schlecht aufgebaut,...)
Mir fällt kein positiver Grund ein, warum der Trab gewählt werden würde! Nennt doch mal einen Konkreten...


Ein ganz klares JA!!! Ein Hund kann am Obe Spaß haben wenn er gehandicapt ist. Nicht wenn er richtige Schmerzen hat, aber wenn er gehandicapt ist, kann er Spaß haben. Und auch alte Hunde können Obe machen und sogar noch erfolgreich sein.

Ich habe einen Hund, der wegen der Gesundheit nur noch Obe machen kann. Wenn wir kein Training haben, dreht sie nach kurzer Zeit ab und macht Mist. Trainieren wir nur eine Stunde in der Woche ist alles ok. Mein Hund kann oft nicht mehr galoppieren und arbeitet dennoch mit viel Freude. Sie braucht diese Kopfarbeit. Nur ein Richter bei der Prüfung wird ihr Handicap nicht berücksichtigen und sie richten wie einen gesunden Hund. Das muss mir aber egal sein, sonst brauche ich erst gar nicht zur Prüfung gehen. Trotzdem wächst mein Hund an einer Prüfung.

Ein mir gut bekannter Hund ging mit 10 Jahren zu seiner ersten Obe Prüfung, stieg sofort auf und wurde bei der Prüfung auch noch Erster. Der Hund hat Spaß und wird aber auch ohne Druck trainiert.
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Beitragvon finnrotti » 03.02.2010 18:23

Im Endeffekt ists doch auch egal, hauptsache man hat Spass am Sport. Und ausserdem kann man auch bei "Abzug wegen Langsamkeit" immernoch ein vorzüglich bekommen. Das ist dann eben so, nobody is perfect.

Wir können uns ja vllt darauf einigen, dass ein Hund, der trabt durchaus Freude an der Arbeit haben kann, aber bei einer Prüfung eigentlich nicht die volle Punktzahl bekommen sollte?

Ich persönlich kriege auf jedenfall lieber Punktabzug deswegen, als wenn mein Hund die Übungen offensichtlich gar nicht verstanden hat.
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Beitragvon yane » 03.02.2010 19:11

beagle25 hat geschrieben:hast du auch schon daran gedacht, dass es kranke und alte hunde gibt, die obi machen?


Ich habe selbst einen alten und kranken Hund - und ja, sie trainiert.

Aber sie läuft garantiert KEINE Prüfungen mehr. Denn das möchte ich meinem Hund nicht zumuten. Alte, kranke Hunde noch auf Prüfungen zwingen - :zensur:

Meiner Meinung nach ist es falscher Ehrgeiz, einen alten, kranken Hund noch auf Prüfungen zu schleifen. Rein menschlicher Egozentrismus. Mehr nicht.
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Beitragvon yane » 03.02.2010 19:31

Christl hat geschrieben:ein freudiger und motivierter (gesunder) Hund trabt nicht zu einem Ziel, sofern konfliktfrei aufgebaut wurde...


genau - und ein kranker Hund hat auf Prüfungen nichts verloren.

Und bevor jetzt wieder jemand kommt .... ich habe hier eine 9jährige Hündin, die zeit lebens mit Begeisterung Agi gemacht hat. Sie rast heute noch rum wie verrückt. Erst vor kurzem, als wir im Vereinsheim "indoor Training" gemacht haben, meinte eine Frau was von wegen "junger Hund". Sie ist fast vom Glauben abgefallen, als ich meinte das Nelchen sei inzwischen 9 Jahre alt und ausserdem schon viel ruhiger geworden.
Trotzdem, obwohl dieser Hund noch lange auf den Agi-Platz gezogen hat - sie trainiert kein Agi mehr. Obwohl unser TA Training freigegeben hat - sie hat an 3 Zehen beider Vorderpfoten gerissene Bänder. Wie auch immer sie das geschafft hat. Und sie hat damit offensichtlich KEINE Probleme.

Aber mir ist mein Hund zu wichtig, als dass ich sie zu einem Sportgerät degradiere, das selbst im Alter und krank noch unbedingt einen Sport machen muss, der für sie zu belastend geworden ist.

Ja - sie trainiert jetzt Obedience. Und trotz ihres Alters und ihres Gesundheitsstatus galoppiert sie. Sicher nicht so schnell wie ein Border - dazu sind die Strecken zu kurz. Sie war schon immer eher ein Langstreckenläufer. So ab 60 m aufwärts geradeaus können wir dann mal von Geschwindigkeit reden - sprich, ihr fehlt es einfach an Beschleunigungsfähigkeit. Womit wir mal wieder beim Thema "Körperbau" wären (Insiderwitz, Qund Hintus weiss, was ich meine :lol: ).



Dennoch hat der Hund im Training Spaß,


Ja und? Meine alte Hündin hat mit ihren 12 Jahren am Training immer noch Spass. Sie kommt nicht mehr so gut rum in GS, sie setzt sich langsam - beides bedingt durch ihre partielle Hinterhandlähmung und den Koordinationsverlust in den Hintergliedmaßen. Sie darf noch trainieren - muss sie aber deshalb unbedingt auf Prüfungen gehen? Ist das wirklich notwendig? Ich weiss nicht - meinen Hunden sind Prüfungen egal. Im Gegenteil. Prüfungen sind Ausnahmesituationen - ganze Umgebung im Stress, häufig noch fremde Umgebungen, Frauchen gestresst, 15 min Konzentration ohne Leckerlies ...........
Muss ich das einem alten, nicht mehr fitten Hund wirklich zumuten?
yane
 
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