greenleaf hat geschrieben:
Das war eine keine schöne Sache von deiner Mutter.
Schöne Geschichten gehen anders, da hast du wohl Recht. Aber leider hält das Leben nunmal nicht immer nur die schönen Geschichten für uns bereit.
Auch wenn man selbst schon in der Situation war oder ähnliches erlebt hat, heißt das nicht, dass man darüber urteilen kann, ob das Verhalten nun gut oder richtig war. Jeder geht mit sowas anders um und jeder hat andere Grenzen, wie weit er da überhaupt gehen kann. Und das ist völlig okay so.
Selbst mal in einer solchen oder eine ähnlichen Situation gewesen zu sein, sagt ungefähr gar nichts aus. Denn man selbst hat nunmal andere Limits, andere Eigenschaften, andere Möglichkeiten und auch andere Problembewältigungsstrategien als derjenige, über den man da gerade urteilt.
So sehr ich Bonni gewünscht hätte, dass sie bei Stephis Mutter glücklich wird und Stephis Mutter mit der Kleinen Bonni - es hat nicht sollen sein. Das ist traurig, das ist schade, aber nunmal leider nicht zu ändern. Und letztlich hätte man Bonni wohl auch keinen Gefallen getan, wenn man sich nun irgendwie am Riemen gerissen hätte, bloß "weil man das ja nicht macht, den Hund ohne dass er sich etwas hätte zuschulden kommen lassen, abgeben". Das wäre für Stephis Mutter einfach nur eine weitere seelische Belastung gewesen, Bonni gegenüber ziemlich unfair, denn sie hat ein Zuhause verdient, in dem sie wirklich "willkommen" und nicht nur geduldet ist und hätte der Beziehung der beiden untereinander doch unter keinen Umständen gutgetan sondern die ganze Sache höchstens schlimmer gemacht. Wer von denen, die die Abgabe nun so verurteilen, will mir erzählen, dass das in irgendeiner Form wünschenswert wäre?
Hoffen wir, dass Bonni bald jemanden findet, bei dem sie wirklich dauerhaft bleiben darf. Aber ich bin sicher, das wird nicht lange auf sich warten lassen, sie liest sich ja insgesamt als ein sehr toller Hund.
LG Henrike
Verbote sind für jene, die Angst vor der Freiheit haben.