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Nervöses Bellen-was kann man tun?

Alles rund um Probleme mit Euren Hunden.

Moderator: DF-Mods

Nervöses Bellen-was kann man tun?

Beitragvon Gaara » 03.08.2007 20:38

Hallo,

Ich habe ein Problem mit meinem 3jährigen Golden Retriever Chad.
Er wird schnell unruhig und neigt zu Nervösität, besonders in Situationen in denen er zu warten hat, bevor er etwas tun darf.
Dies äußert sich meistens dadurch, dass er anfängt zu bellen in einer hohen, aufgeregten Tonlage. Vor allem auf dem Hundeplatz, wenn er warten muss bis er an der Reihe ist, fällt er in diese hektische Bellerei und macht sich quasi selbst verrückt.

Ignorieren bringt nichts, ich dreh im den Rücken zu und er bellt 10 Minuten in einer Tour durch. Selbst wenn er nur ganz kurz ruhig ist und ich ihn in dem Moment lobe, fängt er sofort wieder an.

"Bestrafen" (Also ein böse gezischtes "Nein") zeigt genauso wenig Erfolg->kurz ist Ruhe, dann gehts weiter... :/

Er bellt sich nahezu in Extase und ich weiß nicht wie ich auf ihn einwirken kann, ohne das es ihn noch nervöser macht...(ständiges Bestrafen würd ihn ja noch unsicherer machen)

Vielleicht kann mir jemand helfen, langsam bin ich mit meinem Latein am Ende :???:

Vor allem gehts mir um ihn, da ich nicht möchte, dass er sich selber immer so hochpuscht, sondern "runter kommt"

Lg Saskia mit Wauz


...ähm Hallo? Noch immer keine Antworten...???
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Beitragvon Joco und Co » 04.08.2007 14:23

Hi Saskia,

was machst Du mit dem Hund auf dem Hundeplatz? UO, Agility oder was?

Wie lastest Du ihn sonst aus?
Wenn er hyperaktiv ist, solltest Du sportlich etwas machen, was ihn nicht so hochpowert.

Schreibe mal etwas mehr, damit man sich ein Bild machen kann.


Viele Grüße
Conny
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Beitragvon Gaara » 04.08.2007 14:32

Auf dem Hundeplatz mach ich UO für Begleithundeprüfung und hab vor kurzem mit Agility angefangen.

Also hyperaktiv ist er nicht, ich mach mit ihm Dummytraining und n bisschen Fährteln, Kopfarbeit etc.

Er lässt sich auch ziemlich gut auslasten, nach 2 Stunden spazierengehen inklusive Spiel und Dummyarbeit sieht und hört man ihn im Haus nicht (bis zum nächsten Spaziergang)

Er zeigt dieses Verhalten auch nur in "aufregenden" Situationen (z.B. Spaziergang mit mehreren Hunden) und halt auf dem Hundeplatz, wenn er zu warten hat. Im Haus bellt er nicht und auch sonst ziemlich selten.
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Beitragvon conny06 » 04.08.2007 14:46

Darf dein Chad (übrigens ein toller Name) auch schwimmen gehen?
Ist nur ne Frage, hat nichts mit deinem Problem zu tun.


Bellt er wenn ihr euch mit den Hunden irgendwo trefft, oder wie muss ich mir das vorstellen?



LG Conny
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Beitragvon Joco und Co » 04.08.2007 14:48

Gaara hat geschrieben:
Er zeigt dieses Verhalten auch nur in "aufregenden" Situationen (z.B. Spaziergang mit mehreren Hunden) und halt auf dem Hundeplatz, wenn er zu warten hat. Im Haus bellt er nicht und auch sonst ziemlich selten.


Attila zeigte z.B. bei der Begegnung mit Bekannten ein ähnliches Verhalten. Das nervte mich enorm, zumal die Leute das auch noch bestätigten, indem sie ihn streichelten oder mit hoher Stimme anredeten.

Also zog ich die Konsequenz und leinte ihn permanent, wenn ich genau wusste, jetzt dreht er auf, an. Dann bekam er das kommando PLATZ und wurde nicht beachtet, solange bis er ruhig war.
Dann leinte ich ihn ab, hob das Kommando auf und gut war's.

Vielleicht eine Lösung für Dich. Lasse ihn einfach abliegen und ignoriere ihn.

Es ist nachzuvollziehen, dass junge Hunde in aufregenden Situationen aufdrehen :D , nur ist es unsere Aufgabe, das Verhalten zu ändern

Viele Grüße
Conny
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Beitragvon Gaara » 04.08.2007 15:22

@conny06

yepp er darf schwimmen (tut er auch gerne) :^^:

Andere Hunde bellt er nicht an.
Wenn wir am Wochende rausfahren um uns mit ein paar Freunden und deren Hunden zu treffen wird er total ungeduldig (hektisches Bellen) Wenns ihm nicht schnell genug geht (also er absitzen und warten muss o.ä.) fängt er an zu bellen. Das macht er aber auch nur in dieser bestimmten Situation-> er hat keine Geduld

Und auf dem Hundeplatz macht er es zum Beispiel, wenn er abliegen muss für eine längere Zeit (wie in der Begleithundeprüfung). Er fängt nach 10 Minuten an zu bellen und hört nimmer auf. Er macht sich dann selbst unruhig (->schlechte Konzentration) In solchen Situationen dreh ich ihm den Rücken zu und ignorier ihn, aber wie gesagt, dass klappt kaum.

In erst genannter Situation ignorier ich ihn auch und geh erst weiter wenn er ruhig ist (er ist an der Schlepp weil wir zur Zeit im AJT sind), nach ein paar Minuten gehts auch, aber wie gesagt er macht sich selbst total wibbelig.

Wobei auf dem Spaziergang isses net so schlimm, ich warte halt und erst wenn Ruhe ist gehts los, aber wenn er vor Langeweile bzw. Ungeduld auf dem HP bellt, störts mich schon, weil er das in der Begleithundeprüfung nicht machen soll.
Vor allem wird er dadurch unkonzentriert.

Hoffe konnte es so einigermaßen verständlich schildern.
Lg,
Saskia mit Chaddy

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Beitragvon conny06 » 04.08.2007 15:50

Saskia ich vermute mal, das dich das Gebelle auch tierisch nervt.
Daaaas wiederum bemerkt dein Chad und macht munter weiter.
DU musst beim ignorieren, absolut ruhig und gelassen bleiben.
Ja, ja das ist leicht gesagt, aber glaub mir, es wird funktionieren.
Ich kenn das nämlich auch von meinem Charly ein DSH. Der hat den Psychoterror auch super bei Frauchen gemacht. Allerdings hab ich gelernt, souveräner mit ihm umzugehen. Und ob du es glaubst oder nicht, es klappt.
Also nicht ungeduldig werden und üben!
Dacht ichs mir doch, ein Goldie der nicht baden geht, ist kein Golden! :D



LG Conny
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Beitragvon Gaara » 04.08.2007 20:15

Ich versuch schon immer "cool" zu wirken, dreh mich um und summ mir ein Liedchen :pfeif:
Mmmhh aber wenn ich gerade so überlege, was mich dann doch wurmt ist, dass ich denke der Hund fällt den anderen aufm Platz auf die Nerven, bzw. Ich hätt ihn nicht unter Kontrolle :roll: doofe Gedanken, vielleicht muss ich doch noch "cooler" werden.

Ich würds ja mit ihm üben, aber ihn in andere Situationen zum Bellen zu bringen ist schwierig. Sobald ich jenseits vom Hundeplatz mit ihm übe bleibt er ne Viertelstunde sitzen ohne einen Mucks von sich zu geben...
Lg,
Saskia mit Chaddy

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Beitragvon staffy » 06.08.2007 10:18

Wenn er dieses Verhalten meist auf dem Hundeplatz zeigt, warum kann dir dann keiner der anwesenden Trainer helfen ? Die sehen den Hund doch live und könnten am ehesten Tipps geben ????

Wielange hast du deinen Hund ? Weißt du den Grund, warum er bellt ? Den gilt es doch erstmal herauszufinden ! Ist er einfach nur gestreßt und braucht ein Ventil, um sich "abzureagieren" ? Ist er mit der Situation überfordert ? Hat er nicht gelernt, sich auch unter Ablenkung (Anwesenheit von anderen Hunden) zurückzunehmen ?

Wenn er problemlos warten kann wenn ihr alleine trainiert, warum verlegst du deine Trainingseinheiten nicht in Gebiete, wo viele Hunde herumlaufen, machst auf Gruppenspaziergängen kleine Übungen, fängst die Sache langsam an !?

Gruß, staffy
Begegne einer Gemeinheit mit einem Lächeln, es beschützt einen Teil deiner Seele !
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Beitragvon marylou » 06.08.2007 15:21

Huhu

also ich würde jetzt so aus deinen Erzählungen auch einfach mal sagen, dass Dein Hund puren Stress hat auf dem Platz, besser gesagt das Warten bereitet ihm tierischen Stress und er baut diesen Stress ab, in dem er bellt. Er macht sich einfach Luft und hat mit der Zeit erlernt, dass ihm das bellen hilft, Stress abzubauen.Mit ignorieren kommst Du da nicht weitr, weil dem Hund das bellen einfach hilft, ob Du ihn nun beachtest oder nicht. Und anzischen mit Nein steigert seinen Stress wohl nur.
Hast Du mal versucht, Deinen Hund umzulenken?? Also ihm eine Alternative zu geben?zB an einem Spielseil knabbern lassen oder an einem Kong, also einfach sein Spielzeug auspacken und das Warten überbrücken? :hurra:
Ist aber aus der Ferne schlecht zu beurteilen...unsere Hündin fing aus Stress an, an uns aufzureiten, wenn die Trainerin mal was erklärte und Mary Lou zu lange warten musste. Die Trainerin hat uns geholfen, ihr Verhalten richtig zu deuten ( andere sagen schnell, der Hund ist dominant!) was in diesem Fall keinesfalls so war, sondern einfach ein Zeichen für Stress und nun lenken wir es um, indem wir dann mit ihr spielen. :D
Also erst verbieten wir das aufreiten und dann spielen wir.
d.h. das Spiel sollte vom Hund nicht als Belohnung für das Bellen gedeutet werden!

Viele Grüße
Nadine :zauberer3:

Ps . ich hab grad noch gelesen, dass Du schreibst, Du hast Angst, die anderen zu nerven mit dem bellen deines Hundes.Ich würde mir eher Sorgen bzw. Gedanken drum machen, WIESO mein Hund das macht und wie ich ihm dabei helfen kann :ka: :down:
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen!!!
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