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Myelinschaden beim Welpen

Alles rund um die Gesundheit Eurer Hunde.

Diese Rubrik ersetzt nicht den Tierarzt oder einen Besuch bei dem Selbigen.

Moderator: DF-Mods

Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon jopunia » 17.02.2012 21:54

Hallo!

Zusätzlich zur angeborenen Myasthenia Gravis wurde nun auch ein Myelinschaden bei meinem Welpen festgestellt....
Kennt sich damit jemand aus? Gibt es vielleicht irgendeine Möglichkeit dieses Myelin wiederherzustellen? Ich bin über jede Hilfe dankbar. Viele Grüße!
jopunia
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Re: Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon flying-paws » 17.02.2012 22:11

Multiple Sklerose beim Hund? Dürfte nicht heilbar sein, ist es beim Mensch zumindest nicht.

Ist es sicher, dass es zusätzlich zur Myasthenia Gravis ist oder vielleicht "stattdessen"?

Viele Grüße
Corinna
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Re: Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon Sandschiffchen » 17.02.2012 22:21

Also....Myelin kann sich schon regenerieren, aber ich würde es davon abhängig machen, wodurch der Schaden überhaupt entstanden ist?!?

Bei z.B. Multipler Sklerose (Mensch) bleiben oft Schäden durch Vernarbung des Nervengewebes zurück, die für bleibende Beeinträchtigung sorgen kann.

Edit: richtig, nicht heilbar...aber es bleiben nicht immer Schäden zurück die sich bemerkbar machen.
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Re: Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon jopunia » 17.02.2012 23:07

Hallo! Danke erstmal für Eure schnellen Antworten. Leider ist es zusätzlich zur Myasthenia Gravis. Wodurch es entstanden ist weiß ich nicht. Ich bin nun einfach auf der Suche nach Möglichkeiten wie sich dieses Myelin evtl. wieder herstellen lässt. Vielleicht gibt es Möglichkeiten? - Sandschiffchen- wo hast Du denn davon gehört oder gelesen, dass sich Myelin regenerieren kann?
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Re: Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon Sandschiffchen » 17.02.2012 23:14

Google mal unter remyelisierung.

Das ist aber meist nicht das "Problem", sondern bereits entstandene Schädigung/Vernarbung des Nervengewebes. Die Leitfähigkeit der Nervenimpulse ist dadurch zurückgesetzt und es kann zu merklichen Beeinträchtigungen kommen, die (momentan noch) irreparabel sind.
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Re: Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon jopunia » 17.02.2012 23:46

meinst Du mit - momentan noch- das daran geforscht wird? Ich bedanke mich erstmal für Deine Antworten. Mal gucken, was sich darüber rausfinden lässt.
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Re: Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon Chris2406 » 18.02.2012 00:04

Die Remyelisierung steckt leider selbst beim Menschen noch eher in den Kinderschuhen - es gibt zwar durchaus Nachweise dafür, dass autoregulative Mechanismen bei einzelnen Individuen dazu führen, dass Myelinschäden wieder "ausgebessert" werden, dies aber therapeutisch gezielt anzugehen, ist bisher noch nicht wirklich gelungen. Bei der Therapie der MS setzt man in erster Linie darauf, weiter Schäden zu vermeiden. Wäre eine Reparatur möglich, würden hunderttausende von MS-Patienten in Freudentaumel geraten.

Therapeutische Ansätze zur Remyelisierung z. B. via Stammzellen, etc. haben selbst beim Menschen noch experimentellen Charakter. Leider.

Hier ist ein relativ aktueller Artikel für eine möglichen Ansatz in der Humanmedizin - alles noch im Konjunktiv.
http://www.reuters.com/article/2011/07/ ... BW20110703

Eure Strategie wird sich in erster Linie darauf beziehen müssen, weitere Schäden zu verhindern. Dazu gehört natürlich Ursachenforschung - beim Hund wäre nach weiteren Autoimmun-Erkrankungen zu suchen und auch nach Infektionen des ZNS (Staupe, Zecken-Erkrankungen, etc.) Wobei der therapeutische Ansatz der MG mittels Immunsuppression auch gegen entzündlich bedingte Demyelinisierung wirkt.

Die MG ist absolut sicher?
Schau mal in diesen Artikel -wenn auch wieder aus der Humanmedizin - Zusammenhänge von AI-Erkrankung, MG und perniziöser Anämie mit Demyelisierung als Folge eines hgr. Vitamin-B-12-Mangels:
http://anaemie.eu/arzt/grundlagen/vitam ... iziosa.htm

LG, Chris
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Re: Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon Sandschiffchen » 18.02.2012 00:09

Geforscht sowieso.

Remyelisierung bzw. Die Myelinschicht wird durch bestimmte Zellen (Oligodendrozyten) gebildet, welche auch zerstörte Schichten wiederherstellen können.

Bei MS z.B. sind diese Zellen nur noch vermindert vorhanden / werden zerstört.

Generell ist eine Wiederherstellung durch den Körper durch die Zellen wieder gegeben - bei manchen Menschen besser, bei manchen weniger. Insofern gibt es MS-Patienten wo sich die Schichten nach einem Schub wieder vollständig regenerieren können. Schwierig aber durch die Zerstörung der wichtige Zellen.

Die bereits eventuelle Schädigung von Nervengewebe bei fehlender Myelinschicht ist irreparabel (keine Ahnung ob die Forschung da was finden könnte....), da das Gewebe wie bei einer Wunde vernarbt und die Nervenimpulse dadurch verlangsamt werden /Umwege nehmen müssen / nicht mehr ankommen.

Wenn die Zellen bei dem Hund noch vorhanden sind /nicht durch Fressgelagen zerstört werden, gibt es die Möglichkeit, dass sich die Schicht wieder vollständig herstellt, je nach Veranlagung. Welche Schäden es an den Nerven bereits gibt....?!?! Käme wohl auch auf die Ursache an.

In der MS Forschung ist man nicht sonderlich weit. Bei akuten Schüben / Entzündungen wird cortison intravenös verabreicht über mehrere Tage und in erhöhter Dosierung. Ansonsten kann / wird Interferon als Prävention eingesetzt, wobei da langzeitstudien nicht ganz so aussagekräftig sind um die Schübe zu verlangsamen.

Das ist jetzt alles mehr auf MS (Mensch) bezogen, frage ist ja, was Hund hat.
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Re: Myelinschaden beim Welpen

Beitragvon Sandschiffchen » 18.02.2012 00:18

Editieren kann ich nicht mehr, Chris ist gut im fundierten erklären :gut:

Wie wurde der schaden überhaupt festgestellt? Hat er offensichtliche "Ausfälle"?
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