von Sundri » 06.05.2009 07:32
Moin,
ich denke auch, solche Vorfälle entstehen aus falsch verstandener Situation des Hundes oder aus Vermenschlichung.
Meine Mutter kaufte sich, nachdem wir Kinder aus dem Haus waren, einen Malteser. Den fand sie ja sooo süß. Wenn Malti also knurrte, weil sie sich seinem, grade hingestellten, Futternapf näherte, dann sagte sie "och guck mal, wie niedlich, er passt auf sein Futter auf." Das ich meinem Hund beibrachte, sich die volle Futterschüssel wieder wegnehmen zu lassen, ohne Aufstand, fand sie schrecklich.
Malti durfte im Bett schlafen und manchmal verteidigte er meine Mutter gegen meinen Vater, der durfte dann nicht an sie heran rücken. Meine Mutter fand`s niedlich. Ich entsetzlich. Er verteidigte auch seinen Sofaplatz, da durfte niemand anders hin. Samt Knurren und Zähnefletschen. Meine Mutter fand`s niedlich.....
Dann hatte er ein Teddybärchen, das er unaufhörlich bestieg und abrammelte...... ich weiß nicht, wie oft meine Mutter das zusammen nähte und den Hund bedauerte, das er keine Liebste hatte. Zum Glück kam sie nie auf die Idee, ihm eine zu besorgen.
Waren wir mit den Kindern da, dann quieckte der Hund, wenn sich die Kinderhand ihm nur näherte. Ehrlich, ohne Berührung. Dann kam meine Mutter angewetzt, wies das Kind, das in der Nähe war zurecht und Malti bekam ein Leckerlie.... und viel Trost. Als er mal eine wunde Stelle am Bein hatte, bekam er soviel Zuwendung, das er ewig lang humpelte..... allerdings, mal links und mal rechts. Pfiffig war er ja, das muss ich ihm lassen.
Aber für seine Unerzogenheit konnte der Hund nichts, auch das muss ich ehrlich zugeben. Nur, wäre er größer gewesen..... ich hätte ihn gefährlich gefunden. Und ob nun Malti oder Chi, das macht , glaub ich, keinen Unterschied.
Sundri