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Moderne Erziehung oder Frauchen hat auch nur Nerven

Alles rund um Haltung & Ausbildung & Erziehung.

Moderator: DF-Mods

Moderne Erziehung oder Frauchen hat auch nur Nerven

Beitragvon Gobby » 14.04.2010 17:17

Seitdem ich meine Wauwine habe, gibt es in meinem Haus ein Problem mit Katzen. Also, eher mit meinem Hund und den Katzen. Die Tierschutzorga erwähnte zwar, dass meine Pebbles Katzen nicht sonderlich mag, allerdings ist das die Untertreibung des Jahrhunderts. Sie hasst Katzen!!!

Zuhause äußert sich das so: Hundine sitzt gerne im Wohnzimmer und schaut zur Terrassentür hinaus oder von der Couch aus (da hat sie eine Decke) durch das Blumenfenster. Die vielen Vögel werden gerne und problemlos beobachtet, aber wehe es lässt eine der (gefühlten 100) Katzen der Umgebung in unserem Garten blicken. Hysterisches Gekläff ist die Folge.

Versuch1: Hund ansprechen und versuchen das Gekläff zu unterbinden. Keine Chance. Hundi ist nicht mehr ansprechbar. Nun stellte sich die Frage, wie ich das ganze über positive Bestärkung bessern oder vielleicht sogar abstellen könnte.

Es folgte Versuch 2: Ich gehe in die Küche, rufe lieb nach meinem Hundi. Da Frauchen in der Küche ja die Bedeutung haben kann, dass es etwas Leckeres gibt, hatte ich durchaus Erfolg. Hundi kam, setzte sich oder legte sich ins Platz, je nachdem was ich einforderte und bekam ein Leckerlie.

Allerdings düste sie dann sofort zurück ins Wohnzimmer, um zu schauen ob das böse Katzentier immer noch im Garten wäre. Glücklicherweise bleiben die Miezekatzen mehrheitlich nicht längerfristig auf der Wiese sitzen. Wie gesagt: mehrheitlich. Das Versuchsergebnis war für mich nicht wirklich befriedigend, da sich nichts wirklich besserte. Hundi sah Katze, Hundi kläfft (ähm und Hundi bekam Leckerlie in der Küche).

Also gab es Versuch 3: Nix positiv bestärken, Hundi kläfft, Hundi wird wortlos aus dem Wohnzimmer gebracht und die Tür geschlossen. Toll, sobald Wauwine aus dem Zimmer ist, herrscht Ruhe. Bis zur nächsten Katze. Nun gut, denkt sich Frauchen, sie wird ja bald merken, dass man aus dem Zimmer fliegt, wenn man hysterisch kläfft. Das ganze habe ich dann ca. 128 mal durchgezogen. :hust:

Bis zum letzten Wochenende, da gab es eine Änderung. Nein, es folgte nicht Versuch 4. Es gab gewissermaßen eine Eskalation. Letztes WE schienen wohl sämtliche Katzen der Umgebung eine Party in unserem Garten zu feiern. Dauernd Gekläffe, dauernd klirrten die Übertopfe der Blumen auf meinem Blumenfenster. Beim fünften Kläffanfall des Nachmittags (und dem fünften Angstanfall bezüglich der Lebensdauer meiner Blumen) lagen (völlig unprofessionell) meine Nerven blank und ich warf wütend die Zeitschrift, die ich gerade zu lesen versuchte, in Richtung meines Hundes. Sie klatschte auf den Boden (und nein, ich habe meine Wauwine nicht getroffen). Es folgte Stille, ein völlig verwunderter Blick von Seiten des Hundes und der Familie und ich als überhaupt nicht souveränes Frauchen schämte mich gewaltig, ob dieses völlig unqualifizierten Handelns.

Seitdem herrscht bei uns himmlische Ruhe. Katze kommt, Hundi fiept. Ich ermahne mit einem: "Lass es" und nichts passiert mehr. Ich weise allerdings ausdrücklich darauf hin, dass ich Zeitungswerfen hier nicht als neue Erziehungsmethode propagieren möchte. :ops:

LG Gobby
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Beitragvon Nöffnöff » 14.04.2010 17:21

Hihi, herrlich geschrieben. :gut:
Manchmal ist eben die spontane Reaktion die Richtige. :D
Nöffnöff
 

Beitragvon Rodaneze » 14.04.2010 17:21

Erfolg ist Erfolg und mit dem Zeitungswerfen hast du deinem Hund eindeutig signalisiert, dass das Gebelle bezüglich "Ich will Katzen fressen" nicht geduldet wird.
:gut:
If they say "Why, why?" tell 'em that it's human nature.
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Beitragvon Abessinierin » 14.04.2010 17:31

Lach, Frauchen ist auch nur ein Mensch.....

Ist zwar nicht die empfohlene Erziehungssmethode, aber sie war offensichtlich wirkungsvoll.

Liebe Grüsse,

Die Abessinierin
Kein Russell wird als Kalle geboren.

Und ja, der Russell hat Jagdtrieb

Und Nein, nach einer Kastration verträgt er sich nicht mit jedem anderen Hund.

Und: Er spürt den Schmerz genau wie Du- Nur im Gegensatz zu Dir beißt er dann zu!
Abessinierin
 
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Beitragvon sinaline » 14.04.2010 17:55

Ich finde die Reaktion absolut in Ordnung...denn sie kam von Herzen :D
Das war einfach nur die "gelbe" bzw die" rote" Karte.
...so ähnlich hab ich es auch gemacht, nachdem mein Hund zum tausendsten Male die Hunde am Fenster angekläfft hat, die es wagten an unserem Haus vorbei zu gehen...heute gibt sie kaum noch einen Ton von sich,wenn da ein fremder Hundi vorbeispaziert.
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Beitragvon gisszmo » 14.04.2010 18:27

:lol: Du bist aber ein böses, böses Frauchen. Schäm dich :lol:

Sowas nennt man dann wohl Zeitnahe "Bestätigung" :lol:
http://www.dogforum.de/otto-t124677.html

- Spanne den Bogen, aber lass nicht los. - Noch gefürchtet zu werden ist wirksamer. -
*chin. Sprichwort, gefunden im www*
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Beitragvon Gobby » 14.04.2010 19:04

Meine Familie hat ja vor allem so komisch geguckt, weil ich mal so einen Beitrag mit Martin Rütter gesehen habe. Da hat er einem Hund das Ankläffen von Katzen mit einer Wurfkette abzugewöhnen versucht.

Ich fand diese Methode unsäglich und grausam, weil Hundi ja einen Riesenschreck kriegt. Deshalb wurde ich natürlich hinterher gut aufgezogen, weil ich mit der Zeitung geworfen habe. :D

LG Gobby
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Beitragvon Nöffnöff » 14.04.2010 21:01

Genau daran musste ich auch denken. ;)
Ach, manchmal brauchen die Hundies auch mal einen auf den Deckel, wenn es dann so klappt wie bei dir ist es doch ok, der hat sicher keinen Schock fürs Leben und auch keine Schmerzen. :gut:
Nöffnöff
 

Beitragvon missplastik » 14.04.2010 21:05

:lol: :lol:

klasse geschrieben :lol:

ich würd sagen, das hat Eindruck hinterlassen xD
Viele Grüße von Rosanna mit
Luna und Carlo (Labrador Retriever) und
Panda, Momo, Rosi, Vita & Caspar (Meerschweinchen)

FREE BRADLEY MANNING!
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Beitragvon Nocte » 14.04.2010 21:24

Vermerk an mich selbst: Zeitung mit auf die Morgenrunde mitnehmen und dann wahlweise Hund oder Radfahrer (nicht) damit abwerfen ;)
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