Ihr habt euch aus Menschensicht zwar normal verhalten (der arme Hase - böser Killerhund) aber aus Hundesicht vollkommen falsch !
Hunde sind Raubtiere und was euer Hund gemacht hat, ist das normalste der Welt für einen Hund. Wenn er einen Hasen aufstöbert wird er ihn logischerweise jagen, töten und essen, so ist das nunmal bei Hunden.
Der Hund hat genau das getan, was Hunde seit jahrmillionen machen. Dafür habt ihr ihn bestraft !? Wie soll der Hund das verstehen ? Für ihn war das hinterherziehen, schimpfen und ignorieren vollkommen unverständlich, er wird keine Ahnung haben warum. Aus seiner Sicht hat er nichts falsch gemacht und wurde ohne ersichtlichen Grund bestraft - mit anderen Worten, in seinen Augen seid ihr sehr tief in seiner Achtung gesunken und euer gegenseitiges Vertrauen nicht gerade verstärkt. Daß er "wie in Trance" hinterhertrottet ist klar, Frauchen ist sauer, warum auch immer, da halt ich lieber Abstand und lauf mit, sonst krieg ich nochmal einen drauf. Alles was danach folgte bringt er eh nicht mit dem Hasen in Zusammenhang (das Abendessen hätte ich allerdings auch gestrichen, satt war er ja

)
Warum habt ihr ihn mit dem Hasen überhaupt weiterlaufen lassen ?
Das sinnvollste wäre gewesen (abgesehen davon, daß man den Hund erst gar nicht die Möglichkeit dazu geben sollte), ihm in aller Ruhe den Hasen abzunehmen, diesen wegzulegen, erneutes drangehen mit "Pfui" zu kommentieren und ganz normal weiterzugehen.
Ich finds immer wieder unverständlich, daß ein Hundehalter vollkommen überrascht ist, daß sein Hund jagd und tötet. Ist denn nicht jedem klar, was er da an der Leine hat ? Das sind keine süßen Schmusetiere, sondern hochentwickelte Raubtiere, die fühlen, denken, jagen, töten, ... Da werdet ihr euch mit anfreunden müssen !
Meidet in Zukunft solche Gebiete, laß den Hund bei unübersichtlichen Gebieten nur auf dem Weg gehen und nur über gemähte Felder stöbern. Wenn er einen Hasen sieht laß ihn absitzen, so oft und solange, bis er gelernt hat, daß man bei Hasen vorsitzt und nicht hinterherrennt. Wird natürlich nicht leicht nach dem er "auf den Geschmack" gekommen ist.