ich bin gerade ein wenig am Ende mit meinem Latein und hoffe, der ein oder andere hier hat einen Rat für mich. Dabei geht es um meine Krawallmaus Nala - ein 16monatiger Mix aus Jack Russel und Französischer Bulldogge.
Kurz als allgemeine Info zu ihrem Temperament: Sie ist eine absolute Granate. Ein toller Hund, offen und extrem menschenbezogen (liebt Körperkontakt) und körperlich sehr sehr fit. Sie ist aber durchaus anspruchsvoll und braucht echt ganz klare Grenzen, aber bei dem Rasse-Mix war mir das schon vorher klar und wir sind von klein auf i.d. Hundeschule.
Sie ist zu 99% abrufbar, auch vom Spiel mit anderen Hunden, relativ gut leinenführig (Ausnahme: wir treffen auf einem engen Bürgersteig einen anderen Hund), kennt "nein", "aus", "bleib" etc. und hält sich auch an die Kommandos.
Was mich aber nun ziemlich verunsichert ist das Verhalten, wenn wir offline anderen Hunden begegnen.
Es sieht bei jedem Hund und an jedem Tag anders aus und ist für mich absolut nicht vorher zu sehen. Sie ist von klein auf immer viel mit anderen Hunden zusammen gewesen (Hundeschule, viele Freunde haben Hunde, Auslaufgebiete, etc.) und vor Beginn der Pubertät (bis ca. zum Alter von 10Monaten) war sie einfach nur superlieb zu allen. Inzischen ist das etwas anders...
Meist ist es so: Wenn wir andere Hunde von Weitem sehen, würde sie sich, wenn es nach ihr ginge, platt auf den Boden legen, würd sie fixieren und dann quasi "mit Gebrüll" auf sie zuschießen. Weil andere Hunde sich vor dem Gepöbel logischerweise erschrocken haben, habe ich das Kommando "schau" eingeführt und wenn uns nun ein anderer Hund begegnet, schaut sie zu mir, weil sie weiß, ich hab die Leberwurst gezückt und geht mit mir mit, ohne sich hin zu legen. Wenn sie bis zu dem Hund mitgeht, bekommt sie was aus der Tube (hab so ne selbstbefüllbare). So, nun sind wir beim Hund angelangt und damit am Ende meines Lateins: Manchmal ignoriert sie andere Hunde komplett. Mit anderen möchte sie sofort spielen. Gerade bei Größeren erkenne ich eine leichte Verspanntheit und sie macht ne Bürste und geht ihnen eher aus dem Weg. Das ist ja alles okay. Superoft pöbelt sie aber auch rum, zumindest schätze ich es so ein, vielleicht liege ich ja auch falsch?
Sie knurrt die anderen an, springt unvermittelt in deren Richtung, so dass sie sich erschrecken und tut so, als wäre sie MINDESTENS so groß wie ne Dogge
Was meint ihr denn, was ich tun kann, um ihr Verhalten zu unterbinden? Ich fände es schade, wenn sie nicht mehr freilaufen darf, wir wohnen direkt am Wald und ALLE laufen frei (obwohl die oft nicht abrufbar sind), aber andere erschrecken soll sie halt auch nicht. Ach so, ich rufe sie in solchen Fällen immer sofort zu mir und lasse sie absitzen, das macht sie dann auch, aber zu ner Verhaltensänderung hats bisher nicht geführt. Unser Trainer meint, das Wichtigste wäre, dass sie andere nicht mehr von Weitem fixiert, dass sie gut sozialisiert sei und dass er kein Problem sondern eine normale Verhaltensweise sehe. Er sagte, sie sei eben vom Typ her sehr keck - typisch Jack Russel eben. Bei dem geführten Spaziergang, den ich mit ihm gemacht habe, hat sie sich aber auch für ihre Verhältnisse ziemlich gut benommen
Ich weiß, es ist schwer, weil ihr sie nicht in Action seht, aber vll. kennen ja einige ähnliches Verhalten von ihren Hunden. Seht ihr Handlungsbedarf und wie sollte dieser aussehen? Schätze ich alles falsch ein und sie ist letztendlich eher unsicher? Sie zeigt dieses Verhalten ja auch nur an bestimmten Tagen, manchmal ist davon auch keine Spur zu sehen. Ich verstehe das einfach nicht.
Vielleicht können ja auch jack Russel und/oder Bully-Besitzer sich äußern - handelt es sich hier um rassetypisches Verhalten?
Puuh, das war jetzt seeeehr lang - vieln Dank schon mal fürs Lesen!!!!
Liebe Grüße
Sophia




